
Es gibt verschiedene Sichtweisen auf das Thema: Den Lottogewinn, zum Beispiel. Einmal ein paar Kreuze – und ausgesorgt haben, für den Rest des Lebens. Es gibt auch solche, die wie im Song des Musicals „Anatevka“, „If I were a rich man“ sich nach Anerkennung sehnen. Nach der scheinbaren Bedeutung, die dem wohlhabenden oder reichen Menschen zukommt.
Es gibt Menschen, die werden zu Kriminellen, um Reichtum anzuhäufen, Geld zu mehren.
Manchen ist es nie genug. Sie sind womöglich schon so reich wie der antike König Krösus angeblich war. Aber weil das innere Gefühl der Erfüllung, des Selbstwertes, ausbleibt – häufen sie mehr und mehr an.
Man kann sehr ‚reich‘ sein – und trotzdem wenig oder überschaubare Mengen Geld besitzen.
Es gibt viel Ungerechtigkeit in der Welt, früher genauso wie heute.
Mir scheint manchmal, dass die Auflösung der Sowjetunion alle Zügel derer ‚zerrissen‘ hat, die sich in kapitalistischen Nationen noch unter einer Art Beweisdruck fühlten:
Der ‚Raubtierkapitalismus‘ vor allem in Ländern wie den USA, beinahe ohne kontrollierende Mächte, die Geldgier und Machtstreben einschränken würden, ist wieder da…
Noch ist nicht alles, was an demokratischem Fortschritt erreicht wurde, zunichte.
Der gegenwärtige Präsident der USA, Donald Trump, ein Beispiel übelster Sorte, in den USA verurteilter Krimineller, der an seiner Präsidentschaft so viel verdient, wie nie zuvor jemand in diesem Amt – der Kriege beginnt, um seiner und seiner ‚Hintermänner‘ (und -frauen) Gier nach Öl und damit mehr Profit zu befriedigen. (Links zu Artikeln der New York Times)
Es gibt eine Menge von Geschichten, Literatur, Märchen und tatsächliche Nachrichten über Menschen, die ihr ganzes Leben damit verbringen, mehr und mehr Geld anzuhäufen. Aber nie wirklich Freude oder Erfüllung empfinden.
Ich empfinde es als Glück, in einer Familie aufgewachsen zu sein, die weder besonders reich noch besonders arm war. Aber mit mehr Geschwistern, als der Durchschnitt, vorsichtig war. In Bezug auf Geld.
Mit klugen Eltern aufgewachsen, die uns lehrten, dass Glück oder Erfolg eher eine Frage der Sichtweise sind. Und das Geld eher ein notwendiges Übel ist; mit Vorsicht zu behandeln. Das zwar beruhigt. Aber nicht glücklich macht.
Mein Erwachsenenleben war zeitweise von schweren Phasen geprägt, als Studium, Arbeit und Kind parallel in meinem Leben Platz fanden.
Es gibt Dinge des Alltags, wie Urlaubsreisen oder Kleidung, ein schönes Zuhause oder Annehmlichkeiten, wie größere Ausflüge, die ohne Geld nicht möglich sind.
Auch ein Ruhestand mit sehr eng begrenzten Mitteln, wie er gerade auch Frauen leider noch zu oft beschieden ist, ist eine schwere Bürde.
Aber dennoch weiß ich eines so gewiss, wie kaum etwas Anderes:
Geld macht nicht glücklich. Echten inneren Frieden finden wir aufgrund inneren Reichtums, Selbstwertgefühl und Liebe – die wir geben, empfinden – und die wir erleben dürfen.
