
Presenters kicking off the 1st Semi-Final of the 2026 Eurovision Song Contest (Bild: Wikimedia Commons, Creative Commons Lizenz)
Schlager: Sie werden manchmal in die Kategorie „U-Musik“ geschoben, vielleicht auch belächelt… aber Schlager sind ein Ausdruck der Stimmung vieler Menschen; sie können ein Ventil sein.
In diesem Jahr scheint auffällig, dass sie einen Grundton der Melancholie und Trauer oder Sorge mittragen. Im 2. Halbfinale sind die Rhythmen geprägt von Heftigkeit, die Melodien von Melancholie und Bedrohung.
„More drama, more hairspray…“, der kleine Scherz der Moderatoren scheint zutreffend. Drama.
Kaum einer der Songs ist sanft oder entspannt. Freundlich oder tröstend. Auch eher scheinbar alltägliche Themen, wie der „Tanzschein“ von Cosmo kommen mit fast bedrohlichen Texten und Harmonien daher.
Oder Zyperns Beitrag, „Jalla“ in der Landessprache steht es für „Mehr“: Trotz sehr orientalischer, tanzfreudiger Rhythmen herrscht eine Stimmung von unterschwelliger Sorge, Sehnsucht und eben jenem Drama vor.
Es scheint, als würden die Sorgen der jüngeren Generationen ebenso wie jene der vorigen sich in den Songs niederschlagen:
Die Sorge um die Zukunft der Erde, Kriegsdrohung, anhaltende wirtschaftliche Probleme.
Wien beweist zugleich, wie sehr man in Österreich professionell und entspannt inszeniert. Jedes Genre.
„United by Music“ ist das Motto. Das ist sehr wahr. In jeder Weise.
