
Ich bin in drei Sprachen und mehr Kulturen bequem zu Hause. Deutsch, Englisch und Persisch. Umgangston ist eine Frage der Kultur, der Sprache – aber auch der Perspektive. In Deutschland besonders, aber auch in anderen Regionen vor allem westlicher Kulturen wird oft angenommen, Führungsstil, Autorität in einem Zusammenhang beweise sich durch lautes Rufen, regelrecht Brüllen und – ‚zur Schnecke‘ machen.
Das sind Methoden, die aus teils vorsintflutlichen Ideen von Führung, wie derzeit aus dem Militär übernommen, stammen. Der ‚Sergeant‘, der ‚Spieß‘, der ‚Schleifer‘, sind einige bekannte Ausdrücke für diese Art, Menschen durch lautes und aggressives Verhalten dazu zu kriegen, sich an Regeln zu halten, zuzuhören – oder Befehle auszuführen.
Gott sei Dank sind wir im normalen Alltag mittlerweile weit davon entfernt, Befehlsempfänger zu sein. Wir sind manchmal weisungsgebunden, manchmal weisungsbefugt.
Aber: Mitdenken ist erlaubt!
In der Ruhe liegt die Kraft. Verhalten, das Frieden und Kooperation fördert, können wir manchen östlichen Kulturen abschauen.
Wenn es mal eng wird, im Alltag, sind Ruhe und Selbstvertrauen und damit mehr Entspannung die besten Voraussetzungen, um Probleme zu lösen.
