
Seit es Menschen gibt, gibt es Kommunikation. Aktuelle Forschung geht auch davon aus, dass Sprachen, wie wir sie heute kennen, erst sehr viel später entwickelt wurden. Sprache besteht aus Wörtern. Aus Sätzen und Formulierungen.
Kommunikation besteht aus mehr: Aus Voraussetzungen, die wir selbst in Gedanken machen. Die wir mitbringen. Weil wir in einer Region und Kultur aufwachsen. Weil wir glauben, Dinge schon gehört zu haben, sodass wir eine Situation oder Menschen einschätzen können.
Kommunikation setzt das auch voraus: Wenn wir in einer Kultur aufwachsen und dann in eine andere Kultur wechseln, kann das komplex werden, in Bezug auf Verstehen und Verständnis.
Denn nicht alle Gesten, Mimik und Ausdrucksweisen sind universal.
Universal sind menschliche Bedürfnisse, Ängste und Gefühle.
Worte sind allerdings manchmal zweitrangig: Denn es kommen noch die Aspekte Wahrhaftigkeit und – nicht zu unterschätzen – Körpersprache hinzu.
Kaum etwas wird mehr unterschätzt, als die Motive der Menschen, die sie dazu bringen, ‚falsch Zeugnis abzulegen wider ihren Nächsten‘.
Darum gehört zu echter Kommunikation Vertrauen. Die Fähigkeit, Spreu von Weizen zu trennen und zu wissen, auf wen man sich wirklich verlassen kann.
Manipulation ist vielschichtig. Ein besonders aussagekräftiges Beispiel ist vielleicht die Geschichte über Taubstumme, die im TV die Aussage des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton anschauten. Sie lachten und waren ausgelassen wie nach einem guten Witz. Als sie gefragt wurden, warum sie so reagierten, antworteten sie, sinngemäß: „Der lügt doch so offensichtlich.“
Manchmal sind Worte nur scheinbar bedeutsam. Manchmal sind Menschen zu sehr an sich selbst interessiert. Manchmal sind Worte nicht verlässlich.
„Die Menschen reden viel, wenn der Tag lang ist.“ – „Wenn Du viel Gutes reden hörst, bring einen kleinen Korb mit.“
Ob Worte der Menschen verlässlich sind, lehrt uns teilweise die Lebenserfahrung, weil wir lernen, zu unterscheiden. Und teilweise die Zeit: Wen wir noch nicht kennen, lernen wir mit der Zeit einzuschätzen.
Aber, wie es auch so schön heißt: „Holzauge, sei wachsam.“ Denn gerade Gerede und Gerüchte haben oft einen sehr ernsten und weniger beeindruckenden Hintergrund.
Leider ist es gerade im ‚Business‘ verbreitet, zuerst auf sich selbst zu schauen und gegebenenfalls ruhig und scheinbar sachlich Lügen zu verbreiten; oder Worte in einen falschen Kontext zu setzen und dadurch einen falschen Eindruck zu erwecken. Eine Methode, die immer wieder ‚gerne genommen‘ wird.
Ich hatte sehr viel Gelegenheit, Menschen kennen zu lernen.
Es gibt viele, die Herz haben und Verstand. Die Anstand besitzen und wissen, was Mitgefühl bedeutet. Das Leben in einer Gemeinschaft.
Über solche freue ich mich. Jeden Tag.








