„Pick Your Battles“ – Sich Auseinandersetzungen aussuchen – Provokationen…

Streit, so sagt man, sei menschlich. Verbreitet. Unausweichlich. Das ist immer dann richtig, wenn Beteiligte das glauben. Dass man sich streiten müsse. Oder sich auf jeden Fall provozieren lassen; weil jemand anderer gerade Aufmerksamkeit braucht…

Das Konzept der „gewaltfreien Kommunikation“ ist eine schöne Idee davon, wie man (frau auch) das Leben mit Lösungen zubringt. Statt mit Problemen. Wahr ist auch, dass manche Menschen dazu neigen, sich ihr Leben durch ausgedachte Geschichten interessant zu machen.

„Die Ärzte“ haben dazu ein eher bissiges Lied gemacht, dass dieses Phänomen wunderbar auf den Punkt bringt.

In einem langen und teils sehr schweren Leben habe ich gelernt, dass Auseinandersetzungen viel Kraft kosten können. Die Art Kraft, die man nach heftigen Gefühlen vermisst, wenn man sich danach fühlt, „wie aus dem Wasser gezogen“.

Mit manchen Menschen ist eine Auseinandersetzung auch völlig überflüssig, weil sie wie die Sophisten im alten Griechenland sich durch ständige Themenwechsel jeder Art Argumentation entziehen.

Wahlweise werden sie ‚pampig‘. Oder beleidigend.

Ich freue mich immer über die weltoffenen, freundlichen und selbstständigen Menschen, die ihre Mitmenschen nicht zur Unterhaltung benötigen.

„Pick your battles“: Die englische Variante dazu. Sich aussuchen, mit wem man warum Streit anfängt. Oder eben nicht.