Es gibt das alte Sprichwort vom Zweck, der die Mittel heiligt. Wie schon im Titel umschrieben, drückt das aus, dass ein gutes oder erstrebenswertes Ziel auch weniger angenehme oder unlautere Vorgehensweisen rechtfertigt.
Es kann dann im privaten oder beruflichen Umfeld dazu kommen, dass Menschen ihr eigenes, angenehmes Ziel für sinnvoll oder wichtig genug erachten, dass sie bereit sind, dafür zu schwindeln, oder gar zu lügen. Als Beschönigung werden dann Gründe zusammen gesucht, die oftmals recht fadenscheinig sein können.
Wir lernen, dass ‚Notlügen‘ gelegentlich ok seien, wenn sie einem guten Zweck dienten.
Die einfache Grundregel ist diese: Wenn wir anderen schaden, ist die Grenze erreicht.
Es gibt Regeln und Gesetze für das menschliche Zusammenleben, weil sie ein Rüstzeug sind, einen Rahmen bilden, der uns Orientierung geben kann.
Moderne Demokratien haben Rechtssysteme, die prinzipiell verlässlich sind. Das eigene Recht ist einklagbar und die Urteilsfindung soll unparteiisch erfolgen.
Ob privat oder beruflich, auch Gery Seidl bringt es sehr schön auf den Punkt: Verantwortung übernehmen – andere nicht behindern.
Freiheit ist nämlich auch die Freiheit der Anderen.
