Das Sündenbockprinzip – oder: „Wer ist Schuld an meinem Unglück?“ – Wahlen

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Das Prinzip ist alt und wird immer wieder ‚gerne genommen‘: Jemanden finden, dem man die Schuld für das eigene Unglück aufbürden kann. Dabei aber möglichst schnell und einfach erklärt. Leicht nachvollziehbar.

Große Krisen, Pandemien, weit verbreitetes Leid, plötzliche, finanzielle Einbußen, in früheren Jahrhunderten Missernten – oder Wirtschaftskrisen und daraus folgende, steigende Arbeitslosigkeit und Inflation, wie aktuell – werden so scheinbar schnell und einfach bewältigt.

Anders ausgedrückt, es kann in doppeltem Sinne Erleichterung verschaffen:

    • Mir wird als Mensch die Last der Schuld genommen.
    • Manchmal etwas komplexere Zusammenhänge werden plötzlich scheinbar einfach verständlich.
Im Extremfall entlädt sich dann der Zorn, die Frustration der Masse auf andere Bevölkerungsteile:
Solche, die zu „Sündenböcken“ gemacht wurden. Es ist Zorn und Frustration derer, die einfache Erklärungen zu brauchen scheinen.

Diese Phänomene werden durch Rechtspopulisten ausgenutzt und Menschen aufgehetzt, zugleich irre geführt:
    • Die „Fremden“ sind Schuld.
    • Sie müssen „in Schach“, „draußen“ gehalten werden.
    • Dann wird alles wieder gut.

Ob die Republikaner in den USA, die RN in Frankreich, die AfD in Deutschland, oder die FPÖ in Österreich – und viele andere überall auf der Welt: Sie alle machen sich diese Mechanismen zunutze. Sie wiederholen die Parolen stereotypisch, die gleichen Inhalte, manchmal die gleichen Formulierungen – seit Jahrhunderten.

Lassen wir uns nicht ausnutzen! Selbstbestimmung ist Teil einer demokratischen Gemeinschaft. Aber wer die Vorteile dieser Gemeinschaft nutzen will, der ist sich nicht nur der Rechte sondern auch der Pflichten bewusst.

Das Unglück, das wir sehen oder erfahren, können wir nicht immer verhindern. Es kann schicksalhaft sein – oder erkennbar menschlichen Ursprungs – aber wir haben immer in der Hand, wie wir reagieren.

Sich von Macht und Geld besessenen Parteien oder Gruppen manipulieren zu lassen, um ihnen zu Macht und Geld zu verhelfen, ist der falsche Weg.

Die Parteien haben ihre Programme mittlerweile immer auch online verfügbar.

Prüft die Werte, vor der Wahl!

Krieg – Macht – Machtspiele – (Un)Gleichgewicht – Besonnenheit statt Propaganda

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Krieg ist grausam und tragisch. Wenn es ihn gibt, muss man sich hüten, Propaganda die Oberhand gewinnen zu lassen. Mehr als einmal nach dem zweiten Weltkrieg stand die Welt kurz vor dem Abgrund eines dritten, nuklearen Weltkriegs.

Aber man sollte sich immer wieder bewusst sein, dass Nachrichten, insbesondere offizielle Stellungnahmen, immer ein Ziel vor Augen haben:

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland ist nur oberflächlich einer zwischen diesen beiden Ländern. Die Annahme, dass Putin und seine Unterstützer tatsächlich vor hätten, die früher der Sowjetunion angehörenden Nationen einzunehmen, ist eigentlich fast lächerlich.

Man braucht sich nur den Verlauf der Geschichte im Großen und im Kleinen ansehen, die Muster wiederholen sich:

    • Russland und der Westen hatten schon zu Sowjetzeiten ein sehr prekäres Machtgleichgewicht einzuhalten, das ständig in Gefahr war.
    • Die Innenpolitik eines Landes mithilfe eines Krieges nach außen „in den Griff“ bekommen zu wollen, ist auch ein probates und oft genutztes Mittel.
    • Russland ist tatsächlich – ob man das nun so sehen mag oder nicht – subjektiv durch die NATO ‚eingekreist‘.
      • Bedrohungsgefühle/-eindrücke sind immer subjektiv entscheidend!
      • Das heißt auch, Ursache und Wirkung sollten klar erkannt werden!
    • Wenn aber die Waffenlobby stärker gehört wird, weil sie an Kriegen verdienen – muss man sich nicht wundern.
    • Dass dann die Rufe nach Wiederbewaffnung laut werden, ist nicht überraschend.
    • Auch das „Muskelspiel“ der Waffenmanöver und Aufmärsche gehört dazu.

Seit wann hat in der Geschichte der Menschheit eine DROHKULISSE Frieden geschaffen??

Wer Frieden will, der bleibt besonnen. Auch im Auge des Sturms kann es falsch sein, oberflächlich zu betrachten und zu urteilen.

Nachrichten, die geeignet sind, den Krieg zu schüren und die Feindbilder zu stützen, sind Propaganda. Nicht mehr – und nicht weniger.

Besonnenheit tut not.

Flüchtlinge – “Krise“ oder “Kammerspiel”?

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Eine Generalverurteilung hat noch nie geholfen! Warum muss auf das Heulen der Wölfe mit Unterwerfung reagiert werden? Es ist keine Mehrheit, die sich den Populisten zuwendet und dort ihr ‘Heil’ sucht…!

Es ist wichtig, im Auge zu behalten, dass Deutschland keine Republik von Schafen oder Schafsköpfen ist – die Menschen nicht – und auch die Politik nicht!

Wo ist der Unterschied zur Judenverfolgung, wenn man eine bestimmte Bevölkerungsgruppe mehr als andere in den Fokus rückt? Seit Jahrzehnten sind sogenannte Islamisten hauptsächlich im Visier. Aber die Ursachen zu bekämpfen, ist wichtiger.

Denen „nach dem Maul“ zu reden, die nur blöken oder durch Parolen den Blick auf das Wesentliche zu vernebeln versuchen, ist keine Lösung.

Es gibt genügend andere Probleme, die angepackt werden mussten – und wurden. Aber wir sind noch lange nicht fertig.

„Führungsstil“ – Parteien – Geschichte: Weitsicht

Bundesrat der BRD – Bild: Pressematerial des Bundesrates

Die Wahlergebnisse in Thüringen und Sachsen gestern sind nicht repräsentativ für eine ganze Republik.

Es ist eine Tatsache, dass seit Anbeginn der Demokratie in Deutschland, insbesondere seit der Weimarer Republik, die wirtschaftliche Situation immer ausschlaggebend war. Für Wahlergebnisse.
Das ist nicht nur in Deutschland so.

Wer in die Welt schaut, sieht, dass Menschen als Wechselwähler immer wieder wechseln, ihre Wahlvorlieben und ihre politische Richtung, wenn sie ihre Existenz bedroht sehen.

Es sollte klar gemacht werden, dass rechtsextreme Machtmenschen wie die in der AfD aktiven, keine Lösungen anbieten; sondern Phrasen. Diese Art der politischen Aktionen sind nur geeignet, Macht zu bündeln zu versuchen, um sich selbst zu bereichern. Im Endeffekt.
Auch das ist in der Geschichte ablesbar. Ebenso weltweit.

Keine Regierung, ob auf Landes- oder auf Bundesebene, existiert im luftleeren Raum!
Das heißt, dass die wirtschaftliche Situation eines Landes wie der BRD, das derart stark vom Export abhängt, eben auch mit den Exporten steht und fällt.

Wir befinden uns in einer Phase der Inflation und der wirtschaftlichen Turbulenzen seit der Pandemie. Weltweit.
Auch das ist nicht neu!
Seit es genug medizinisches Wissen gibt, um Epidemien und Pandemien zu benennen – und sich international dazu zu vernetzen – ist auch dieses ein wiederkehrendes Muster.

Hinzu kommt, dass die notwendige und allseits gewünschte Neuorientierung der Prozesse und Produkte im Sinne der Nachhaltigkeit Angebote und Nachfrage stark verändern; bisher immer wieder wirksame, klassische Absatzmuster verschieben – und Entwicklungen dadurch ähnlich dem Dominoprinzip Kreise ziehen. Das muss gestemmt und weiterentwickelt werden. Auch in diesem Punkt mit Weitsicht.

Dazu kommt der Jahrtausendwechsel, gerade etwas mehr als 20 Jahre  zurückliegend. Jahrtausendwechsel haben seit der Nutzung der  feststehenden Kalender weltweit Erschütterungen und Katastrophenszenarios – in Form von Menetekeln geradezu – hervorgerufen. Über Kulturgrenzen hinweg. Ob die Kalender der Maya oder Nostradamus; ob die Ausschreitungen rund um das Jahr 1000 in Europa oder die gegenwärtigen Weltuntergangsideen – sie sind wiederkehrende Muster.

Wer nun schließlich glaubt, es müsse nur ordentlich laut geschimpft und krachend mit der Faust auf den Tisch gehauen, grimmig in die Kameras geschaut werden, um nachhaltige Politik zu betreiben oder Führungsqualitäten zu beweisen – der irrt.
In zweierlei Hinsicht:

    • Diese Art des Führungs(un)stils ist nachweislich nicht nur veraltet sondern schädlich.
    • Diese Art, einen „Führer“ zu verlangen, stammt aus den Anfängen der Monarchien und wurde auf grausige Weise in einer Diktatur 1933-1945 umgesetzt.
      Sie ist keine Lösung!

Besonnenheit tut not, immer. In der Politik sind schnell einmal Reden geschwungen, wenn Kameras in der Nähe sind.

Wie Medien sich dazu stellen, ist eine Sache. Wie das alles seinen Niederschlag in den sogenannten sozialen Netzwerken findet, ist eine andere.
Aufklärung langfristig – und deutliche Worte – sind wichtig.

Aber eine echte Lösung wird sein, die Verteilung von arm nach reich zu stoppen – und deutlich zu machen, dass das Prinzip des Konsums im Kapitalismus nach wie vor den Reigen anführt:

Wo nicht konsumiert werden kann, entsteht keine Nachfrage. Da helfen auch keine noch so hohen Steuerentlastungen der Reichen und der Unternehmen; denn der wirtschaftlich wirksame Konsum geht von den kleinen und mittleren Einkommen aus.

Solingen – Mitgefühl – Die Folgen

Solingen im Gedenken (Images licensed and Wikimedia Commons)

Persönliche Krisen können das Wahrnehmen anderer, größerer verzögern: Solingen war am Freitag vergangener Woche Schauplatz eines grausamen Anschlags bei einem Volksfest.

Mein Mitgefühl ist bei all jenen, die liebe Angehörige plötzlich durch grausame Umstände an ihrer Seite vermissen müssen.

Gewalt und Gewaltbereitschaft haben Ursachen. Strengere Gesetze sind für Waffen kaum notwendig. Sie sind offenbar illegal leicht im Internet zu erhalten.

Strengere Gesetze zur Asylpolitik wären eine humanitäre Katastrophe!

Ein kluges Zitat eines Kommentatoren der taz lautet, dass Gewaltbereitschaft sowohl im rechten als auch im linken oder eben im islamistischen Lager zu finden ist. Pauschalverurteilungen helfen nicht weiter.

Wir leben in einem Zeitalter der „Newsticker“. Wenn man sich die Nachrichten nach einigen Tagen anschaut, ist die Flut der Texte kaum noch zu bewältigen. Für jemanden, die wie ich seit vielen Jahren das Ordnen und Verarbeiten von Tausenden Seiten Text durch Studium und Beruf gewöhnt ist, ist es machbar. Aber andere?

Die Politik muss nun also reagieren; man verlangt schnelle, eindeutige Reaktionen. Gleichzeitig werden alle in verantwortungsvollen Posten sofort kritisiert, im Grunde egal was sie auch äußern.

Dies ist ein grausame und gemeine Tat. Darüber gibt es keine Zweifel.

Aber in Politik und Rechtsprechung müssen Weitblick und Gerechtigkeit herrschen. Sonst spiegeln sie die ‚Straße‘ – und ihre Attentäter.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Demokratie und Pluralität… Großmut

French Revolution, painting – Abstract drawing style, courtesy pixabay.com

Die französische Revolution fand Ende des 18. Jhdts. statt, genau: 1789. Die drei Grundideen, die sie den westlichen Demokratien bis heute als Gerüst mitgegeben hat, lauten „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“.

Freiheit und Brüderlichkeit lassen sich offenbar einfacher erklären, als das Prinzip der Gleichheit. Ich habe immer wieder erlebt, dass man es mit „Gleichförmigkeit“ oder auch „Angepasstheit“ verwechselt.

„Gleichheit“ meint aber die Geltung der ‚Glieder‘, der Mitglieder einer Demokratie, vor dem Gesetz. Ebenbürtigkeit.

Gleichheit im Sinne zu verstehen und umzusetzen, wie es auch in der Zeit des Nationalsozialismus umgesetzt wurde, als „Gleichschaltung“, ist ein Trugschluss. Sie führt zu Katastrophen, auf die Dauer. Zu Diktatur, Unterordnung und – Stillstand.

Denn wo neue Ideen und andere Umgangsformen – im Rahmen der Gesetze – abgelehnt werden, kehrt Stillstand ein. Gleichmut. Gleichmut ist gleich zu setzen mit Gleichgültigkeit.

Gleichgültigkeit endet in tumber Gleichmacherei. Abweichungen werden nicht nur nicht geduldet – sondern sogar verfolgt.

Erkenntnis und Mut zur Andersartigkeit – Pluralität – sind nachweislich Wege zu Fortschritt, Entwicklung und – Innovation.

Manchmal braucht das Mut. Aber:

Mut ist eben auch nicht, keine Angst zu haben. Sondern (manchmal) Angst zu haben – und trotzdem zu tun, was nötig oder wichtig ist.

Kleiner Exkurs: Toleranz — und ihre Grenzen…

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Die Toleranz ist tatsächlich kein leichtes Thema. Dass sie erst in der Neuzeit definiert wurde, ist nicht verwunderlich: Sie gehört wohl eigentlich integral zur bürgerlichen Gesellschaft: Demokratie, das ‚Herrschen einer Gruppe‘ statt eines Einzelnen kann nur dadurch gerechtfertigt werden:

    • Der Einzelne zählt.
    • Die Verschiedenheit ist dabei kein Hinderungsgrund.
      • Denn sonst würde man zum Herrschen des Einzelnen und des ‚einen Prinzips‘ zurück finden müssen.

Toleranz hieß im Lateinischen ursprünglich ‚erdulden, ertragen‘.

Das kann wichtig sein: etwas auszuhalten, das man nicht mag oder nicht angenehm findet.

Denn ob es religiöse Überzeugungen sind oder politische, etwa das konservative Lager (das ich aushalte 😉 ) oder auch Meinungen, die noch weit ‚rechter‘ davon stehen: Sie sind als Meinung zunächst auszuhalten.

Allerdings sind die Grenzen dann erreicht, wenn grundlegende, als gut erkannte Werte in Gefahr geraten: Das sind die Menschenrechte.

Menschenrechtsverletzende Meinungen dürfen nicht unwidersprochen bleiben.

Taten und Handlungen, die ‚das Andere‘ ausgrenzen und verletzen, müssen auf Grundlage eines bürgerlichen, verlässlichen und bindenden Rechtssystems unterbunden und gegebenenfalls auch geahndet werden.

Toleranz angesichts von Hasspostings oder Verfolgung(en) oder Ausgrenzungen oder physischer oder psychischer Verletzungen — ist nicht ok.

Intoleranz ‚nur‘ aufgrund einer als irritierend oder auch ärgerlich empfundenen Andersartigkeit — ist nicht ok.

Reden lassen

Wo Menschen sind, da wird geredet…das war schon immer so. Aber nicht allen ist bewusst, dass dieses Gerede eigentlich nicht immer ernst zu nehmen ist. Solche nehmen für bare Münze, was eben nur Sensationslust darstellt.

Dieser Song von den Ärzten bringt es recht deutlich auf den Punkt. Der Umgang damit kann manchmal schwierig sein. Denn Gerede wird oft auch hinterm Rücken ausgeführt… Um da angemessen zu reagieren, bleibt eigentlich nur:

Würde bewahren.

Allen, die schon Opfer von oberflächlichem Gerede waren, zum Trost: Es gibt auch die anderen, mit Herz und Verstand, die nicht aus lauter Langeweile Mitmenschen verunglimpfen.

Über die anderen, guten freue ich mich immer.

😊

An ihren Taten…

bubbles speech setsollt Ihr sie erkennen.“

Es ist ein Zitat aus der Bibel. Es bedeutet zugleich etwas sehr Einfaches und Fundamentales:

Menschen reden viel, wenn der Tag lang ist.

Oft aus allen möglichen Gründen.

Dabei lassen sich vorab zwei Prinzipien abheben:

    • Die unabsichtlich oberflächlich oder sogar falsch reden.
    • Die es absichtlich tun.

Einige Beispiele:

    • Um die Wahrheit zu verschleiern, weil sie sich ihrer schämen.
    • Um andere zu manipulieren und sie dorthin zu bewegen, wo sie sie haben möchten.
    • Um ‚Meinung zu machen‘, etwa in der Politik; oder in der unseriösen Presse, die Meinung nicht von Fakten trennt, weil es ihrer Auflage und somit ihren Einnahmen dient.
    • Um etwas zu verkaufen.
    • Es gibt auch solche Menschen, die etwas reden, weil sie es nicht besser verstehen – und dadurch andere ebenso beeinflussen, weil diese es auch nicht besser verstehen.

Man kann also sagen: Wenn man Menschen kennen lernen will, muss man genau das tun: Sie ‚kennen lernen‘. Worte sind auch wichtig – aber sie als das zu erkennen was sie sind – eine persönliche Wahrheit, eine freundliche Höflichkeit, die in manchen Bereichen angebracht ist; oder tatsächlich böswillige Manipulation, ist wichtig – und nicht immer einfach.

Darum gibt es diesen „Spruch“ in der Bibel: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“

Denn alle frommen Sprüche nutzen nichts, wenn sie nicht durch Taten gestützt werden.

Es kann sein, dass unser Erkennen ausgebremst wird durch ein Unwohlsein, oder gar eine persönliche Kränkung, die wir empfinden. Der nächste Schritt ist dann oftmals, mit anderen darüber zu sprechen, ob diese es auch so sehen – weil wir uns im Grunde bestätigt fühlen möchten…

Darüber hinaus zu gehen, zu erkennen, dass wir als Menschen alle unsere empfindlichen Punkte haben – nur nicht alle dieselben, kann helfen.

Ich wurde erzogen im Geiste der Aufklärung nach Kant und dem humanistischen Bildungsideal. Deshalb und aus persönlichen, schmerzvollen Erfahrungen mit Menschen heraus, die Andersdenkende nicht dulden konnten, habe ich mir eine genaue Betrachtungsweise und Bemühen um Wahrheit angeeignet.

Ich denke nach wie vor:

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.

Denn Menschen können nicht immer etwas dafür – aber ihre Aussagen sind nur relativ verlässlich.

Darum ist Geduld und Zeit wichtig – sich annähern durch ‚kennen lernen‘.