Das Militär, der Kadavergehorsam und die Verantwortung des Einzelnen: Lehren aus Diktaturen

Ein smiley, das grimmig und brüllend erscheint, mit Helm auf dem Kopf und salutierender Hand an der Stirn.
Image by Christian Dorn from Pixabay

Wenn wir eines gelernt haben, in den letzten 80 Jahren, dann dies: Unbedingter Gehorsam, ‚Kadavergehorsam‘, endet, wo Menschenrechte beginnen. Nicht nur die Diktatur zur Zeit des Nationalsozialismus sondern auch frühere und heutige Diktaturen zeigen es immer wieder:  Die Muster wiederholen sich.

Darum ist die Erinnerung an die Verantwortung jedes Einzelnen so wichtig. Niemand kann uns die Entscheidung abnehmen, ob wir an Krieg teilnehmen. Oder ob wir menschenverachtende Taten verüben, an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt sind.

Wer das in Frage stellt, womöglich mit so albernen Vergleichen, wie die Entscheidung einer Regierung zum Kriegseintritt, macht sich des Trittbrettfahrens verdächtig: Wenn etwas Aufsehen erregt, schnell mitschreien, um auch Aufmerksamkeit abzubekommen.

Kant hat es in seinem kategorischen Imperativ so ausgedrückt:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Das ist keine Vorschrift, sondern ein Maßstab: Wenn alle es täten, wäre es immer noch in Ordnung?