Deutsche Einheit: Vielfalt in Nord und Süd – West und Ost

Collage von deutschen Landschaften in Nord, Süd, Ost und West
Deutschland in Mitteleuropa: Schöner geht’s kaum… (Bilder lizenziert via Adobe CC, meine Anordnung)

Die deutsche Trennung in zwei Staaten begann nach dem zweiten Weltkrieg: Die alliierten Mächte hatten die jeweiligen Zonen besetzt. Schließlich wurden zwei Republiken daraus: Die DDR und die BRD. Die DDR sollte ein kommunistischer Staat nach sowjetischem Vorbild sein. Die BRD eine Demokratie nach französisch-US-amerikanischer Tradition.

Der zweite Weltkrieg war in seinen Effekten grausam und zerstörerisch. Millionen Tote, Menschen, die nie mehr nach Hause kamen. Vertriebene in vielen Gegenden Europas. Vor und während des Krieges in der Zeit des Nationalsozialismus Verfolgung und Ermordung von Menschen auf Grundlage menschenverachtender Ideen.

„Nie wieder Krieg!“ Das war und ist eine Überzeugung, die daraus entstanden ist.

Zugleich wurde die Trennung in zwei Staaten immer strenger gehandhabt: Weil der Aufbau in der DDR länger dauerte, als in der BRD, wollten eine ganze Reihe Menschen in die BRD und reisten aus. Als der Strom zu groß wurde, schloss man die Grenze: Ein Reiseverbot wurde für DDR-Bürger verhängt. Reiseerlaubnis war nur unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen überhaupt zu bekommen.

Das Ergebnis war noch mehr Leid durch getrennte Familien und Gesellschaften in zwei Staaten über mehr als 4 Jahrzehnte.

Das prägt.

Die beiden Staaten waren nicht schon dadurch sehr verschieden. Das Wissen übereinander war und ist mancherorts kaum vorhanden. Vorurteile durch die gegensätzlichen Herangehensweisen.
Der ‚Besser-Wessi‘ wurde zum geflügelten Wort, für solche Menschen, die glaubten, es ‚denen in der ehemaligen DDR‘ nach der Wiedervereinigung erst zeigen zu müssen, was ‚Marktwirtschaft‘ bedeutet.
Wie ‚man es macht‘.

Die Wiedervereinigung wurde nicht zu unrecht als ein erneuter Ausverkauf des Ostens gesehen:
Zunächst nach dem 2. Weltkrieg, als die Sowjetunion als Retribution ganze Industriestätten abbauen und in die UDSSR bringen ließ.
Dann die Wiedervereinigung: Zu Konditionen der BRD, mit relativ plötzlicher Einführung der gemeinsamen Währung, auf DM-Basis.

Dann mithilfe der ‚Treuhandanstalt‘ Prüfung und Veränderung von Firmen, Werkstätten und Fabriken hin zu einem anderen Modell des Wirtschaftens.
Verlust von Arbeitsplätzen und grundlegender Werte:
Denn die DDR, tatsächlich im Grund eher eine Diktatur, hatte Menschen auch zusammen geschweißt: Bedrohung und teils schwierige Versorgungswege und Engpässe hatten zu einem Rückzug ins Private aber auch zu gegenseitiger Unterstützung geführt.

Das Alles war kein Spaziergang. Ressentiments auf allen Seiten, weil es Menschen in der BRD gab, die die Sozialabgabe für die neuen Bundesländer heftig kritisierten.

Ich denke, wir haben dennoch und erst recht viel Grund, auf unser Land stolz zu sein:
Immer wieder Weltwirtschaftskrisen, wie momentan, eine Pandemie und diese speziellen Herausforderungen – das stemmt sich nicht so mal eben.

Deutschland ist ein wunderschönes Land!

Es gibt hier viele neuere und alte Traditionen und Gebräuche. Ideen und Humor. Unterschiedlichste Menschen aus allen Teilen der Welt, die hierher kommen, um hier zu studieren, zu arbeiten und Firmen zu gründen.

Ob Süd, Nord, West oder Ost:
Wir werden nie eine homogene Masse sein!
Und – wer will das sein?

Die Einheit in Vielfalt leben, das kann manchmal Herausforderung sein. Aber es ist bereichernd. Immer.

Glückwunsch uns allen zu diesem 3. Oktober 2026!

Seehund auf Sandbank, in die Kamera schauend
Seehund auf Helgoland

„Alternativlos?“ – Demokratie! – Der Tellerrand – Warum die AfD keine Alternative ist

Portraitphoto von jungem Menschen im Schatten, mit Apfel auf dem Kopf.
Bild lizenziert via Adobe CC

„Schimpfen ist prima.“ – „Dampf ablassen…“ Egal wo. Richtig? Dann ist die AfD keine Alternative. Sie erlauben ‚Schimpfen‘ nur, wenn es ihnen passt (Link zur Bundeszentrale für politische Bildung). Wer nicht ins Programm passt, darf auch keine Meinung haben.

Es scheint, manche Menschen glauben, wenn die Partei schon so heißt, dann ist sie vielleicht wirklich mal was Anderes… Anders wovon genau? Den Verspätungen der Bahn? Jobverluste durch KI, die gar nicht ursächlich in Deutschland entstanden ist? Eine Pandemie, die ihre Spuren hinterlassen hat? Globale Gegebenheiten, die durch Machtblöcke und auch und vor allem ‚Superreiche‘, Oligarchen, entstanden sind, wie Putin in Russland und seine Gefolgschaften – oder diejenigen Trumps in den USA?

Geschichtlich scheint sie im Osten der heutigen Bundesrepublik als ‚Alternative‘ aufgetreten zu sein. Wenn man sich allerdings ihre aktiven ‚Köpfe‘ so anschaut, ist die große Frage – für wen wirklich?

Kontakte zu Trump in den USA und Ultrarechten in Europa sind nachgewiesen.

Der Verfassungsschutz in Deutschland ist nicht als übermäßig avantgardistisch bekannt… ( ಠ‿<) war er noch nie. Auch er hat die Partei als rechtsextremistisch eingestuft. Offiziell.

Das bedeutet gerade nicht, dass sie ‚die kleinen Leute‘ nun besser hören würden. Oder, tatsächlich an der Macht, dafür sorgen, dass es denen besser geht, die es oft am schwersten haben.

Warum ist das keine Alternative?

Die AfD unterhält Kontakte zu all jenen, die es in Europa seit Jahren schwer machen: Denen, die zuerst an ihrem eigenen Kontoumfang interessiert sind.

Sie nutzen einfache, teils regelrecht verfälschende Sprüche und Aussagen, um ‚Sündenböcke‘ zu finden:
Ein altes Prinzip, man sucht sich etwas oder jemanden aus, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann. Und schon scheint man erleichtert.

Aber diejenigen Menschen ‚in die Wüste‘ zu schicken, die seit Jahrzehnten mitgeholfen haben, dieses Land so weit vorne zu halten, ist keine Lösung.

Ob in der Pflege, im produzierenden Gewerbe oder als Unternehmensgründer, die Jobs schaffen:  Sie sind Teil dieser Gesellschaft und tragen dazu bei, dass wir es besser haben, als in vielen anderen Teilen der Welt.

Es lohnt sich, wieder einmal darauf zu gucken, was andere alles vermissen… zumindest in Deutschland neigen wir sehr dazu, auf das zu starren, was nicht ist.

Es gibt Dinge, die sind sicher verbesserungswürdig. Die mittlerweile zum ‚running gag‘ gewordene Verspätung der Bahn gehört auch dazu.
Allerdings ist auch das etwas, das durch das ewige Gemeckere auf die Spitze getrieben wurde.
Wer immer nur sparen will, aber trotzdem die Sahnehäubchen der Technologie(n) absahnen – der macht eine Milchmädchenrechnung auf.

Wir sollten uns eines auch sehr klar machen: Wer immer nur meckert, spielt denen in die Hände, denen es nur um Macht und Geld geht.

Die AfD gehört dazu. Darum ist sie keine Alternative.


„Die Programmatik der AfD“, Bundeszentrale für politische Bildung

Wir können es…: „Eine Brücke zieht um – 4.000 Tonnen Stahl auf dem Weg durch Hamburg“, NDR, Nordreportage, zur neuen Sternbrücke in Hamburg

KI, Europa und die Zukunft: Stärken stärken – ist das Gebot der Stunde

Bild: Lizenziert via Adobe CC

Wir neigen in Europa, aber auch in Deutschland, zu harscher Kritik: In den USA haben sie die hohe Kunst des Selbstmarketings tatsächlich zu so etwas wie einer Kunst entwickelt.
Man behauptet einfach so laut wie möglich und so oft wie möglich, dass man das Rad erfunden habe. Irgendwann glauben es – ziemlich viele.

Aufholbedarf in der KI-Entwicklung  und die große Abhängigkeit Europas von US-Amerikanischen Infrastrukturen und Rechen- und Datenzentren sind seit den Zeiten der ‚Trumpisten‘ schmerzlich bewusst geworden.

Wie lang? – 3 Jahre? 4 Jahre? Seit ChatGPT veröffentlicht wurde, seit die jetzige US-Regierung grausame und macht- und geldverliebte Allüren überall auf der Welt ausbreitet.

Wir dürfen uns auf die Schulter klopfen!

Europa ist das kulturreichste, vielfältigste Wirtschafts- und Handelsgebiet der Welt! Große Geschichte und eine demokratische Tradition, die sich sehen lassen kann!

Seit mehr als 250 Jahren haben wir konkrete Demokratien entstehen lassen können – und das antike Konzept weiter entwickelt!

Wir arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen zum Wohle der Bevölkerung, Sicherheit und Frieden, die nicht nur Super-Reiche berücksichtigen, sondern geeignet sind, Menschen zu schützen. Vor Cyberkriminalität, vor dem Missbrauch von KI. Vor der Ausbeutung von Arbeitnehmern. Vor zu großer Ungleichheit – durch soziale Systeme.

Wir mögen zurück liegen, in manchen Entwicklungen. Aber warum? Weil wir Jahrzehnte lang gelernt hatten, dass die USA ein verlässlicher Partner seien. Also verließen wir uns darauf: „Passt schon.“

Wir fangen an. Das ist ein guter Schritt!

Ein wunderbares, persisches Sprichwort lautet: „Immer, wenn Du einen Fisch aus dem Fluß angelst, ist er frisch.“

Mut und Zuversicht sind angebracht!

Wir haben Intellektuelle und Forscher in Europa, die wegweisend sind.

„Immer, wenn Du einen Fisch aus dem Fluß angelst, ist er frisch.“