
Menschen sind ‚Herdentiere‘. Diese Idee ist nicht neu… Sie verkürzt, was das Konzept dahinter ausdrückt: Wie Tiere, die in Herden leben, so haben auch Menschen von Natur aus, einem Instinkt ähnlich, das Bedürfnis, in Gruppen zu leben. Gruppen von solchen Menschen, die sie als sich selbst ähnlich empfinden.
Denn das Andere kann verunsichernd sein. Urängste auslösen.
Wenn Menschen Angst bekommen, so die Forschung, würden andere Hirnareale aktiv, als im Alltag, ohne Sorge oder Angst:
Der ältere Teil des Gehirns, das Stammhirn, wird aktiviert und treibt uns zur Flucht. Oder gar zum Angriff.
Der neuere Teil unseres Gehirns, so die Definition, ist der Neocortex. Er ermöglicht, dass wir komplexe Dinge denken und – Empathie empfinden: Mitgefühl.
Sicherheitsgefühl: Das ist in Herden ausgeprägter, als allein. Auch das ist wohl zentral: Wir wünschen uns Sicherheit und Akzeptanz.
Das geht dann am Einfachsten, wenn alle scheinbar oder tatsächlich ‚gleich‘ sind, sich wohlig in einer Gruppe von Gleichen aufgehend fühlen.
Dass manche Menschen Teil einer Gruppe sein können, obwohl sie eine andere Herkunft haben, eine andere Hautfarbe – oder schlicht eine neue Herangehensweise, ist in manchen Umgebungen ein neues Konzept.
Vielfalt statt Einerlei macht das Leben bunter, fröhlicher – und kann neue Ideen hervorbringen.
Die Waage zu halten zwischen Vorsicht und echter Gemeinschaft in Vielfalt macht Freude – und innovativ.
