
Paul Watzlawick erzählt sie, die Geschichte vom Mann, der einen Hammer leihen wollte. In seiner „Anleitung zum Unglüklichsein.“ Paul Watzlawick ist Kommunikationswissenschaftler, hat Standardwerke dazu geschrieben, aber der erwähnte Titel ist allgemeinverständlich, die Geschichte kurz nacherzählt:
Ein Mann wollte von seinem Nachbarn einen Hammer leihen. Er denkt sich, hinüber zu gehen. Dann fällt ihm ein, dass der kürzlich einmal so merkwürdig geschaut habe. Und: War da nicht neulich ein Treffen gewesen, auf dem Gehweg, da er ihn nicht zurück gegrüßt hatte? Und überhaupt, waren da nicht auch ein paar Situationen gewesen, an denen er so leicht gelächelt hatte ? Hatte er nicht kürzlich auch die Stirn so komisch gerunzelt? Und wie er das Auto neuerdings parkte… Ging er ihm nicht wirklich aus dem Weg…?!
Der Mann wird immer wütender, denn wie kann ihn der Nachbar so behandeln? Schließlich stürmt er zum Nachbarhaus, klingelt und als der Nachbar öffnet, brüllt er ihn an: „Sie können Ihren blöden Hammer behalten!“
Diese und andere Geschichten in Paul Watzlawicks Buch machen teils auf sehr amüsante und regelrecht lustige Weise deutlich, wie leicht wir Menschen uns das Leben schwer machen, weil wir andere aufgrund von ‚Vor-urteilen‘ einschätzen, die uns kaum noch bewusst sind. Auf diese Weise uns selbst und anderen das Leben unnötig schwer machen.
Woher kommt das wohl?
Es sind die kleinen und großen Gewohnheiten und Sichtweisen, die wir im Laufe unseres Lebens lernen. Sie hängen mit unserer Familie zusammen, aber auch mit der Kultur, in der wir aufwachsen.
Diese Ideen werden zu einer Perspektive auf die Welt, auf das Leben, die wie ein Filter wirken. Das kann es schwer machen, andere Menschen in ihrer Gesamtheit zu erkennen und einzuschätzen.
Viel Kummer und viele Missverständnisse beruhen darauf: Dass wir unsere ‚Filter‘ einsetzen, ohne uns dessen wirklich so recht bewusst zu sein.
Paul Watzlawick war nicht nur Österreicher, er war auch weltweit anerkannter Wissenschaftler.
Sein Buch ist zur sehr vergnüglichen Lektüre empfohlen.
Denn: Lachen ist nicht nur gesund.
Es lässt sich lernen, miteinander in echte Kommunikation zu treten – und (wieder) zu Verständigung zu kommen.
ヽ(•‿•)ノ
