Maslows Pyramide – oder: Menschen und Meinungen – oder: Hoffnung und Widerstandsfähigkeit

Abbildung der Malsowschen Bedürfnispyramide
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Maslows Pyramide der menschlichen Bedürfnisse zeigt sie in der Anordnung von grundlegend unten zu den Bedürfnissen an der Spitze. Erst wenn grundlegende Bedürfnisse befriedigt werden können, ist es möglich, sich um alles andere zu kümmern.

Es sind Stufen… und diese Stufen bauen aufeinander auf. Fundamentale Bedürfnisse müssen abgedeckt sein, sonst kann ‚mensch‘ sich nicht wirklich um die Erfüllung der weiter oben gelegenen kümmern.

Konkret: Wenn das Auskommen nicht gesichert ist, bleibt der Kopf nicht frei, um sich etwa um Beziehungen ausreichend bemühen zu können.

Vielen Menschen sind solche und andere Dinge nicht bewusst. Oder nur latent in einer Art zugrundeliegender Besorgnis.

Widerstandsfähigkeit den Unbilden des Lebens gegenüber entsteht durch Erfahrung. Durch das Miteinander von Menschen, die auch wissen, was es bedeutet, wenn es schwierig wird. Dass wir als Menschen aufeinander angewiesen sind.

Die tragischen Fälle derer, die alleingelassen werden, sind solche, die verzweifeln. Verzweiflung ist ein tragischer Zustand, denn er bedeutet, dass jemand die Hoffnung auf Leben aufgibt.

Es gibt genügend Hinweise in den guten Texten und menschlichem Wissen der Jahrtausende dazu, was ‚Gemeinschaft‘ bedeutet.

Aber auch solche, die deutlich machen, was Menschen, die ‚entmenschlicht‘ sind, zu tun imstande sind. Schillers Lied von der Glocke* wurde in früheren Jahrzehnten als Pflichtlektüre zum Auswendiglernen in Schulen gelehrt. Er ist  nicht umsonst einer der großen Dichter.

Der Glaube an das Gute im Menschen kann durchaus schwer sein; verloren gehen. Aber das Prinzip Hoffnung ist auch eines der ganz großen im menschlichen Leben.

Hoffnung gründet sich auch darauf, dass wir Menschen um uns haben, denen wir wichtig sind. Die uns unterstützen oder trösten, in schweren Zeiten.

Hoffnung.

Poto von einem Sprössling in trockener, aufgerissener Erde und leichem Regen darüber
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*Auszug aus „Das Lied von der Glocke“

Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocken Strängen
Der Aufruhr, daß sie heulend schallt
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.

Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher,
Das werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz,
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu,
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt und Länder ein.

Friedrich Schiller, 1799

 

Heinrich Böll trifft Erich Kästner – Das Leben wie es ist

Straße mit Schildern die bunt und unbeschriftet in verschiedene Richtungen weisen.
Neue Wege gehen… (Image by Gerd Altmann from Pixabay)

Gib Alarm!

Gib Alarm
Sammle Deine Freunde
nicht
wenn die Hyänen heulen
nicht
wenn der Schakal Dich umkreist
oder
die Haushunde kläffen
nicht
wenn der Ochs unterm Joch
einen Fehltritt tut
oder der Muli am Göpel stolpert
Gib Alarm
Sammle deine Freunde
wenn die Karnickel die Zähne blecken
und ihren Blutdurst anmelden
Wenn die Spatzen Sturzflug üben
und zustoßen
Gib Alarm.

Heinrich Böll

Spaziergang nach einer Enttäuschung

Da hätte mich also wieder einmal
eine der hausschlachtenen Ohrfeigen ereilt,
die das eigens hierzu gegründete Schicksal
in beliebiger Windstärke und Zahl
an die Umstehenden gratis verteilt.

Na schön. Der Weg des Lebens ist wellig.
Man soll die Steigerungen nicht noch steigern.
Es war wieder mal eine Ohrfeige fällig.
Ich konnte die Annahme schlecht verweigern.

So ein Schlag ins vergnügte Gesicht
klingt für den, der ihn kriegt, natürlich sehr laut,
weil das Schicksal mit Liebe zur Sache zuhaut.
Tödlich sind diese Ohrfeigen hingegen nicht.
Der Mensch ist entsprechend gebaut.

Jedoch, wenn ich den See betrachte
und die schneeweiß bedeckten Berge daneben,
muß ich denken, was ich schon häufig dachte:
Diese Art Ohrfeigen brauchte es nicht zu geben.

Da rennt man nun die Natur entlang
und ist froh, daß man keinem begegnet.
Die Vögel verüben Chorgesang.
Die Sonne scheint im Überschwang.
Aber innen hat’s ziemlich geregnet.

Die Glockenblumen nicken verständig.
Eine Biene kratzt sich ernst hinterm Ohr.
Und der Wind und die Wellen spielen vierhändig
die Sonnenscheinsonate vor.

Das Schicksal wird mich noch öfter äffen
und schlagen, wie es mich heute schlug.
Vielleicht wird man wirklich durch Schaden klug?
Mich müssen noch viele Schläge treffen,
bevor mich der Schlag trifft! Und damit genug.

Erich Kästner (1899 – 1974)
aus Dr. Erich Kästners lyrische Hausapotheke,
Atrium Zürich, 1936

Reden lassen – oder: Wenn Menschen reden

Wo Menschen sind, da wird geredet…das war schon immer so. Aber nicht allen ist bewusst, dass dieses Gerede eigentlich nicht immer ernst zu nehmen ist. Solche nehmen für bare Münze, was eben nur Sensationslust darstellt.

Dieser Song von den Ärzten bringt es recht deutlich auf den Punkt. Der Umgang damit kann manchmal schwierig sein. Denn Gerede wird oft auch hinterm Rücken ausgeführt… Es gibt dann auch noch solche, die meinen, in geradezu kindischer Art und Weise eine Art Test ausführen zu müssen, weil sie Gerüchte bestätigen wollen… Oberflächlich, unangemessen und störend.
Wenn man solchen Menschen begegnet, hilft es, sich privat Luft zu machen.

Um danach angemessen zu reagieren, bleibt eigentlich nur:

Würde bewahren.

Allen, die schon Opfer von oberflächlichem Gerede waren, zum Trost: Es gibt auch die anderen, mit Herz und Verstand, die nicht aus lauter Langeweile Mitmenschen verunglimpfen. Oder ‚testen‘.

Über die anderen, guten freue ich mich immer.


Anmerkung: Inhalt aus früheren, eigenen Texten wiederverwendet.

AxD-Wähler…. oder Prozente umkehren: 80% sind dagegen!

Es ist wie so gerne, wir neigen zur Schwarzmalerei, hier in Deutschland. Denn, kurz und bündig, wie auch in der Graphik zu sehen: Die Nichtwähler sind in der Mehrheit!

Auch damals waren sie es! Demokratie erhalten, darauf kommt es an. Sonst können solche an die Macht kommen, die Mehrheiten erzwingen.

Das heißt auch: Nicht Meckern.

Konstruktive Kritik!

Friede, Freude, Eierkuchen…? – oder: Perfektion gibt es im Himmel und im Märchen – oder: Wo Menschen sind, da menschelt’s – oder: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein

Bild eines kleinen Turms von gestapelten, appetitlichen Pfannkuchen, mit Früchten, auf einem Teller und Tisch in gemütlichem, freundlichem Ambiente
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„Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.“ So enden Märchen. Das Leben ist kein Happy End. Sondern es geht weiter.

Es heißt „Leben“, weil es Höhen und Tiefen gibt. Manchmal sind es die kleinen Dinge des Alltags, die in Summe zum Zusammenbeißen der Zähne auffordern…

„Herr, gib mir Gelassenheit, hinzunehmen, was ich nicht ändern kann. Mut zu ändern, was ich ändern kann. Und Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden.“

Wenn man das Glück hat, in dauerhaften Beziehungen mit vertrauten Menschen zu leben, die man kennt und die einen gut kennen, ist das vielleicht das Beste, was uns in diesem Leben passieren kann.

Denn wir wissen dann, worauf wir uns verlassen können. Wie wir uns gegenseitig einschätzen können, was wir voneinander erwarten können. Was nicht. Unsere Stärken und unsere Schwächen.

Goethe hat es im Faust, der Szene des Osterspaziergangs, so ausgedrückt:

„Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“

Das ist vielleicht die beglückendste Situation, die es gibt: Zu wissen, dass ich mit Stärken und Schwächen angenommen bin.

Aber, heißt es denn, dass wir den ‚Endzustand‘ je erreichen werden? Ich denke nicht. Denn das Ende des menschlichen Lebens ist der Tod. Stillstand. Übergang wohl in einen anderen Zustand. Oder auch in andere Sphären. Wer weiß.

Bis dahin ist das Beste, was uns passieren kann, Vertrautheit und Vertrauen zu erreichen. Denn das verleiht die Sicherheit, im Alltag mehr und mehr Mensch sein zu dürfen.

Paulus hat es so ausgedrückt: „Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Am größten aber ist die Liebe.“

Klugheit in schweren Zeiten: Abschied von Kanzler Olaf Scholz

Photo des Bundeskanzlers Olaf Scholz eine Rede haltend
Photo Wikimedia Commons, „Olaf Scholz – August 2021 (Wahlkampf)“ – Michael Lucan

Schwere Zeiten sind Prüfstein: Ein Mensch von Format wie Olaf Scholz hat sie bestanden. Trotz des massiven ‚Gegenwinds‘ auf vielen Kanälen der etablierten und der sogenannten ’sozialen Medien‘.

Klug, besonnen und tatkräftig, dabei verständnisvoll und weitsichtig hat er beispielsweise für eine Änderung der Perspektive auf Zuwanderung gesorgt.

Dieses Land auch in Krisenzeiten zu führen, mit einer Koalition aus sehr eigenwilligen Fraktionen und deren Vorsitzenden… ist kein Spaziergang und kein Zuckerschlecken.

Mitten in einer Pandemie, einem Krieg, der in Europa wieder die Grenzen des menschlich erträglichen ausreizt – Flucht und Sterben zur Folge hat, Kanzler zu werden, braucht viel Mut.

Vertrauen in die Zukunft und Stabilität eines Landes, das eine schwere und zugleich große Geschichte mit sich trägt. Voller Menschen, die Vielfalt und Meinungsverschiedenheit leben.

Hier der „Große Zapfenstreich für Olaf Scholz“ in der ARD Mediathek.

Hut ab vor dieser Leistung sei Ihnen gesendet, Olaf Scholz!

Der Fall Lorenz: Generalverdacht ist keine Wahrheit — Gedenken in Würde

Bild von vielen Kerzen vor dunklem Hintergrund.
(Bild freie Lizenz via freepik.com)

Ob Migranten, Menschen aus anderen Nationen und Kulturen, Deutsche, Gäste, ob Banker, oder Politiker oder Menschen anderer Religion, Hautfarbe oder politischer Meinung: Sie alle sind nicht unter Generalverdacht zu stellen!

Dass Lorenz A. sterben musste, ist tragisch.

Aber deshalb alle Polizisten unter Generalverdacht zu stellen, ist genauso falsch, wie zu behaupten, dass alle Menschen muslimischen Glaubens gewaltbereit sind.

Das sind Generalisierungen, die durch ihre Verallgemeinerung schon falsch werden.

Erinnern wir uns kurz auch: Die Polizisten sind auch diejenigen, die sich bei Demonstrationen, bei Anschlägen, bei Fußballspielen oder bei privater Gewalt vor uns stellen. Sie sind tatsächlich oft ‚Freund und Helfer‘.
Sie sind nachts oft unterwegs, um unsere Welt ein wenig sicherer zu machen. Das alles oft auch unter Einsatz ihres Lebens.

Es gibt in allen Schichten und Gruppen der Gesellschaft schwarze Schafe. Aber es ist nicht die Mehrheit!

Lassen wir unsere Aufregung oder auch tiefe Verletzung nicht Oberhand gewinnen. Der Fall muss aufgeklärt werden! Aber mit Genauigkeit und Blick auf die Fakten.

Irren ist menschlich. Der junge Polizist wird vielleicht ein langes Leben lang mit dieser Tat zurecht kommen müssen. Täglich.

In traurigem Gedenken an einen jungen Mann, der nicht hätte sterben sollen.

 

Nachrichten – Populisten – ‘Der klare Kopf’: Die Gemeinschaft EU bewahren

Map of Europe on gradient blue background with a circle of golden-yellow stars in front
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Eine Strategie in der digitalen Welt von Nachrichtendiensten ist das Abfeuern von scheinbar wichtigen Kurznachrichten in unablässiger Folge: Häufig sind es nur Absichtserklärungen ‒ es wird und ist noch gar nichts geschehen.

Nachrichtensender genauso wie Nachrichtendienste oder auch die gute alte Zeitung:
Sie leben auch vom Verkaufen der Nachrichten.
Das kann dazu führen, dass eben sämtliche Schnipsel der populistischen ‘Nachrichtengeneratoren’ – ob menschliche oder digitale – erstmal auf allen Kanälen veröffentlicht werden. Dabei entsteht leicht der Eindruck, dass es immer um brandheiße und sehr bedrohliche Themen ginge.

Aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen: Nicht jede Nachricht ist des Lesens wert.

Erst recht, wenn sie im Stunden- oder halbtäglichen Takt ausgespuckt wird, wie die eher zufälligen heißen Wolken eines Vulkans:

Heiße Luft eben.

Trump. Musk.

Und alle anderen, die auf diesen Zug aufgesprungen sind.

Großbritannien vielleicht…? Deren Beteiligung an der NSA-Affäre schon vor dem eigentlichen Brexit eine klare Orientierung zu zeigen schien?
“Der große Bruder USA” als neuer Wachhund… scheinbar verlässlicher Partner…

In Europa heißt es jetzt, eine kühlen und klaren Kopf bewahren:
Mit Gefühlen von Mut und Freude die Errungenschaften schützen, die wir auch und gerade rechtlich, im Schutz des Bürgers vor Willkür, hier schützen können.

Zusammenstehen, uns nicht auseinander dividieren lassen.

Denn eines ist auch sehr klar geworden und wurde von Trump selbst so bestätigt:
Er sieht sich als ‘deal-maker’, einer der durch Angst und Panikmache künftige Verhandlungspartner gefügig zu machen versucht.

Lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen oder in die Irre führen. Besonnenheit tut not – und Gemeinschaftssinn – der europäischen Gemeinschaft.

Deutschland 2025 Bundestagswahl: Wählen gehen! – Demokratie stärken! – 23. Februar!

WÄHLEN gehen! – NICHT wählen stärkt die Falschen!

Demokratie und Grundrechte stärken: DEMOKRATISCHE Parteien wählen!

Die AfD ist keine Alternative: Sie vertreten menschenverachtende und demokratiefeindliche Werte. Das Verbot wird seit Jahren öffentlich diskutiert.

23. Februar 2025, in Deutschland: Bundestagswahl!

Die Demokratie lebt – und deswegen zählt jede Stimme!

Für Investitionen in die Zukunft, Freiheit, Gleichheit und Nachhaltigkeit, Infrastruktur und – Mit-Menschlichkeit.

WÄHLEN gehen!

Grundrechte stärken! – Wählen gehen! – 23. Februar 2025 – Bundestagswahl Deutschland

Animiertes GIF-Bild, mit Text: Wählen gehen! Grundrechte stärken! Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit = Mit-Menschlichkeit
Bild lizenziert via Adobe CC, meine Graphik

Nicht wählen stärkt die Falschen!

Wählen gehen!

Grundrechte lassen sich zusammen fassen in den Stichworten der Grundlage der modernen Demokratien seit Frankreich:

Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit = Mit-Menschlichkeit

Die Demokratie wird mit Propaganda und Scheinproblemen wie Migration torpediert.

Lassen wir uns das Recht zu Wählen nicht nehmen: Es gibt Parteien, die demokratische Werte vertreten. Die AfD gehört nicht dazu.

Mein Herz schlägt links und sozial. SPD.