
Ostern hat eine sehr alte Tradition. Sie reicht weit zurück, vor die Zeiten des Christentums. In anderen Regionen und Kulturen gibt es ähnliche Feste: Zur Zeit des Frühlings, wenn nach der Kälte des Winters die Wärme zurückkehrt, das Licht und die Natur einen neuen Zyklus beginnt.
Wärme, Licht und Neubeginn: Das sind nicht nur natürliche Vorkommnisse – sie helfen uns Menschen auch in schweren Zeiten. Wärme, vor allem in den Regionen der Erde, die davon oft weniger haben, wie etwa Mitteleuropa.
Licht, weil während der Wintermonate die Sonne viel weniger Kraft zu haben scheint und die Tage kürzer sind.
Neubeginn: Im Frühling werden die Tage wieder länger, die Pflanzen beginnen neu zu sprießen und zu blühen.
Hase und Eier sind uralte Symbole der Fruchtbarkeit. Sie wurden in die christliche Religionskultur und -tradition aufgenommen. Das kann es schwer machen, sich Ostern als christliches Fest im Zusammenhang mit der Leidensgeschichte und der Auferstehung Jesus vorzustellen.
Wer nicht daran glauben mag, dem sei Erich Fromm nahe gelegt: Als Schriftsteller und Sozialphilosoph forschte er zur Liebe und – zur menschlichen Sehnsucht nach Transzendenz. So erklärt er, dass Menschen überall auf der Welt Religionen ‚erfunden‘ haben. Mit der Sehnsucht nach der Transzendenz. Sehnsucht nach mehr, als dem was wir sehen und fühlen können.
Mir fallen dazu zwei andere wichtige Menschen und Denker ein:
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- Elisabeth Kübler-Ross, die Gespräche mit Sterbenden führte. Die Nahtoderfahrungen von Menschen, die universell und so ähnlich sind. Licht und Leichtigkeit.
- Stephen Hawking, der vielleicht indirekt die beste Erklärung überhaupt fand: Wenn Zeitreisen in der Zukunft möglich wären, würden wir von Zeitreisenden überschwemmt sein müssen.
- Für mich ist das anwendbar als Prinzip auf die Frage nach Schöpfungskräften, die außerhalb unserer Fassenskraft liegen:
Es gibt eine Schöpfungskraft. Sonst würden Menschen das Leben längst selbstständig nachbauen können. Wie sie aussieht, finden wir vielleicht irgendwann heraus.
Aber das Leben und die Liebe zu feiern, macht erst recht Sinn, wenn wir sie erfahren durften: Kluge und liebevolle Menschen, die auch in schweren Zeiten Licht und ein Lächeln mitbringen.
Frohe Ostern!
