
Es gibt unterschiedliche Ideen darüber, wie im Alltag miteinander gesprochen wird. Oder einander geschrieben. Das gilt auch dafür, wie man erklärt, wohin ‚die Reise‘ gehen soll. Wenn etwas vielleicht noch nicht ganz rund läuft. Es gibt nicht nur den Ausdruck ‚konstruktive Kritik‘. In dem Zusammenhang sehr interessant ist die „positive Verstärkung“.
Warum?
Worte sind wirkungsvoll. Sie können geradezu explosive Kraft entfalten. Sie tun das, was man beim Radio nennt:
„Das Kino im Kopf einschalten.“
Worte erzeugen Bilder in unseren Köpfen, besonders, wenn es anschauliche Begriffe sind. Solche, die wir positiv assoziieren:
Brot, Kuchen, kühler Drink, weicher, tiefblauer Samt, duftende Rosen, plätschernde Quelle, im Wind bewegte Gräser…
Das sind Ausrücke, die anschaulich sind.
Das bedeutet auch, dass Fehler oder Missgeschicke, in Worte gefasst, im Kopf Bilder erzeugen. Je nach Kultur werden diese dann zusätzlich verstärkt, weil Fehler als ein großes Problem angesehen werden.
In manchen Berufssparten sind Fehler deswegen ein Problem, weil sie teils dramatische Konsequenzen haben können. Etwa bei Ärzten.
Wenn also über Fehler lang und breit gesprochen wird, womöglich noch mahnend, kann das sehr heftig wirken. Hinzu kommt dann, dass auch kulturabhängig, teils familiär bedingt, Menschen gelernt haben, das „poker face“ zu bewahren, auch in schweren Zeiten. Oder wenn mit heftiger Kritik konfrontiert. Da braucht es dann Erfahrung und Fingerspitzengefühl, Kommunikation zu verfeinern.
Darum ist das Prinzip der positiven Verstärkung so bedeutungsvoll: Sie konzentriert sich darauf, das zu betonen, was schon gut ist. Ziele möglichst klar zu machen.
Ich erhebe trotz manchen Fachwissens nicht den Anspruch auf Vollkommenheit.
Ich habe in einem recht ereignisreichen Leben und durch Hintergrundwissen und Lektüre gelernt, dass es Zeiten gibt, da brauchen wir als Menschen Nachsicht. Zeiten, da müssen wir Nachsicht haben.
Im Alltag. Wer bewusst und wiederholt den Regeln des Anstands oder den Gesetzen zuwider handelt, ist sowieso ein anderes Kaliber.
Aber ich nutze diesen Blog immer wieder gerne, um Aufmerksamkeit auf Ideen zu lenken. Oder Prinzipien zu verdeutlichen. (Oder auch einfach mal Luft abzulassen…)
Ich wünsche allen, die dies lesen, viele Möglichkeiten, positive Verstärkung zu üben und zu erleben.









