„Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!“ – Kriegstreiberei, die SPD und die Rechtsextremen in Deutschland – Wem nutzt’s…?

„Die Rechten rüsten auf. Trump vorneweg.“ Wer profitiert? Das ist die zentrale Frage, die angesichts der Fakten weiterhilft. „Cui bono?“ ist ein altes Rechtsprinzip.

Es ist fast unglaublich – wenn man sich die Nachkriegszeit in Deutschland anschaut, die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Schon so lang war klar, dass Deutschland nie wieder an Krieg beteiligt sein würde.

Dann kam der Jugoslawien-Krieg. Das erste Mal in ihrer Geschichte, dass die Grünen als Partei von ihrem Grundsatz abrückten.

Teilnahme an UNO-Einsätzen.

Aber das reicht nicht: Die Wirtschaft liegt überall seit Ende der Pandemie brach, geradezu: Was hilft immer, auch wenn man in die Geschichte schaut?
„Feind finden, aufrüsten.“

Das gilt auch im ‚Großen‘: In den USA ist Mr Trump eifrig dabei, sich die EU gefügig zu machen; und soviel Fronten aufzumachen, wie möglich.

Seit mehr als 10 Jahren werden die Verhandlungen aufgeschoben, mit Vorwänden gar nicht erst aufgenommen. Putin wird immer wieder als verhandlungsunwillig dargestellt. Dafür macht man einen Vertrag nach dem anderen mit der Ukraine einerseits – und den Rüstungsfirmen andererseits.

Ein ‚Feind‘ kann auch sein, der sich nicht klaglos in die eigenen Ideen ergibt… immer die anderen sind Schuld. „Feindbilder“ sind ein altes und beliebtes Mittel.

Krieg zu führen oder weiter zu führen, der nicht nötig wäre, auch.

Dazu passt, dass die rechten Meinungen massenweise über Social Media, wie TikTok verbreitet werden:

Für rechtsextreme Populisten ist es schon deshalb so leicht, sich schnell Gehör zu verschaffen, weil sie ‚billig‘ sind:
Rechtsextreme Meinung folgt den gleichen dummen Mustern (s.a. AfD und Frau Weidel) und lässt sich deshalb ohne Prüfung von Fakten oder gewissenhafte Recherche schnell erstellen und schnell verbreiten.

Die geplatzte Wahl einer SPD-Kandidatin zur Verfassungsrichterin passt in das Bild, dass seit Jahren immer wieder neu von der SPD ‚gemalt‘ wird. Auch hier, das gleiche Muster, die Rechten formieren sich und erhöhen den Druck.

Natürlich erst recht, seitdem die SPD geschlossen, also einstimmig und ohne Endhaltungen, das Verbot der AfD auf dem SPD-Parteitag beschlossen hat.

Wehret den Anfängen!

Prüft die Meinungen und die Tatsachen, möglichst über unabhängige Medien und verschiedene Quellen. Dann wird das Bild klar und vollständig.

„Cui bono?“ – „Wem nutzt es?“
Wem nutzt es, die SPD derart ins Visier zu nehmen und unablässig mit falschen Vorwürfen zu überziehen?
Den Rechten.
Der AfD, einer nachweislich rechtsextremen Partei.
Und allen, die international, also USA und Russland, und auf EU-Ebene – Rumänien und der abgeschmetterte Misstrauensantrag gegen die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen – Ungarn und inzwischen auch Polen, ein handfestes Interesse daran haben: Sie alle erhoffen sich Vorteile von einer starken Rechten. Denn Geldmacherei ist mit Rechten viel schneller und eben so angenehm menschenverachtend möglich.

Wehret den Anfängen! Lassen wir uns nicht hinters Licht führen. Grundwerte der Demokratie sind Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit = Mit-Menschlichkeit.


Anmerkung der Autorin: Man muss meine Ansichten nicht teilen. Denn ich beobachte nach meinem besten Wissen und Gewissen. Die Schlüsse sind für mich deutlich. Aufgrund Lektüre, Dokumentationen und Nachdenken. Allein der Werdegang Mr Trumps kann einem zu denken geben. Dennoch, ich habe auch in meinen allgemeinen ‚Fußnoten‘ des Blogs hingewiesen, dies ist mein Blog, ein persönlicher Ort der Meinungsäußerung.
Ich hoffe oft, dass ich nicht recht habe — oder behalte.

In der Ruhe liegt die Kraft – Die großen und kleinen Dinge – Leben wie es ist

Bild einer Katze auf dem Schreibtisch, aus dem Fenster ins Grüne blickend, mit dem Rücken zum Betrachter
Bild lizenziert via Adobe CC

„Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ „In der Ruhe liegt die Kraft.“ „Wenn Du Geduld hast, kannst Du aus etwas Saurem etwas Süßes machen.“

Dies sind Sprichwörter, die ich als sehr wahr erlebt habe, ob im Alltag oder im Berufsleben: Die Dinge sind selten nur schwarz oder weiß. Wir haben nie mehr als 24 Stunden an einem Tag zur Verfügung. Hier, auf unserer Erde.

Wenn man außerdem mit vielen existenziellen Fragen des Lebens konfrontiert wurde, mit Ängsten, Sorgen und Nöten, die mit Flucht, Vertreibung, Krieg, Folter und Not zu tun haben, sieht man manchmal Dinge des Alltags in einem anderen Licht.

In vielen östlichen Kulturen ist das Bewusstsein sehr verbreitet, dass Hektik schädlich sein kann. Schon, weil in manchen heißen Klimaten Hektik tatsächlich tödlich ist: Der Körper überhitzt und der Hitzschlag kann die Folge sein.

Aber es gibt auch die uralte Weisheit von der Ruhe, in der die Kraft liegt: Das hängt damit zusammen, das heftige, als negativ empfundene Gefühle wie Angst oder Wut, uns den Blick verstellen: Sie färben das Bild, das wir von der Situation und dem Leben sehen.

Das wird dann auch Entscheidungen beeinflussen. Oder auch und gerade unseren Umgangston mit anderen Menschen, unsere Kommunikation. Das kann zu Konflikten führen, die sich im Extremfall über Jahre manifestieren und so das Zusammenleben oder -arbeiten erschweren oder unmöglich machen.

Diese Dinge sind in der Arbeitspsychologie bereits erforscht.

Es gibt auch unterschiedliche Typen von Menschen, die unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Manche Menschen fühlen sich selbst erst, wenn sie viel Aktivismus verbreiten, andere zur Arbeit animieren oder in anderer Weise eine große Wirkung entfalten. Alles andere wird aufgeregt und springt und flattert umher. Dann empfinden sie sich als wirksam und effektiv.

Es gibt den Gegenpol, Menschen, die genau diese Ruhe, ein inneres Gleichgewicht, im äußeren gespiegelt, brauchen und anstreben, um rechtzeitig und ohne Hektik oder Hast Ergebnisse zu erzielen. Die sich möglichst genug Zeit einplanen, um alles in Ruhe und ohne Zeitnot erledigen oder tun zu können.

Zugleich kann es die Kultur sein, die manches erfordert oder abverlangt: Bis heute gibt es in vielen westlichen Kulturen gerade im Arbeitsleben oder auch der Öffentlichkeit die Idee, dass nur wer laut ist, auch stark und durchsetzungsfähig sei.

Das stimmt selten.

Es gibt auch hier Ausnahmen: Wenn man mit denen zu tun hat, die ohne zu hinterfragen erzogen wurden, erst Anweisungen zu befolgen, wenn man sie anschreit oder anbrüllt, also laut wird, dann kann es passieren, dass man ihnen gegenüber laut werden muss. Um sie bspw. zu bewegen, eine gefährliche Situation aufzulösen, etwa einen brennenden Raum zu verlassen.

Heftige Gefühle sind menschlich!
Angst und Sorge sind vor allem nach schweren Erfahrungen nahe liegend. Aber wenn die Gefühle „verrauchen“ konnten, ist Zeit, durchzuatmen, Gelassenheit einkehren zu lassen.
Zu priorisieren.

Denn Aufgaben können immer nur in dem uns gegebenen Erdentag erledigt werden. Ständig mehr zu arbeiten, als die mittlerweile gängigen 8 Stunden täglich, ist kontraproduktiv.
Denn man hat irgendwann schlicht festgestellt, dass die Produktivität massiv leidet, wenn Arbeitnehmer nicht gesund erhalten werden. Durch ausreichend Zeit, zu regenerieren.

Ist also im Sinne des Geschäfts…

Ich habe in meinem Leben gelernt, die Ruhe als einen Raum der klaren Sichtweise, der Ideen und der freundlichen Menschen zu schätzen.

Für mich liegt in der Ruhe (mehr) Kraft.

„Perspektiven…“ – Jonathan Swift: Die Reise nach Lilliput…


Swift gilt in der englischen Literatur als einer der führenden Köpfe und gehört zum Literaturkanon. Er hat als einer der ersten in der modernen Literatur eine gesellschaftskritische Satire geschrieben, die als ‚verkleideter Reisebericht‘ daher kommt… Dies ist ein Auszug aus dem Ersten Kapitel des ersten Teils, der Reise nach Lilliput:
(Quelle: Gutenberg Projekt, DE, Jonathan Swift, Reise nach Lilliput)

Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Personenkreisen sind gewollt. (Perspektive ist entscheidend für Erkenntnis und Verständnis…)

„[Voraus geht ein Schiffbruch, den die Hauptfigur Lemuel Gulliver mit Mühe überlebt.] Ich legte mich auf das Gras, welches mir kurz und weich zu seyn schien und schlief dann fester, wie jemals in meinem Leben, so viel ich weiß, und wie ich glaube an die neun Stunden. Als ich erwachte, war der Tag angebrochen. Ich versuchte aufzustehn, konnte mich aber nicht bewegen; während ich auf dem Rücken lag, bemerkte ich, daß meine Arme und Beine fest gebunden an dem Boden hafteten. Dasselbe war mit meinen sehr langen und dicken Haaren der Fall. Auch fühlte ich mehrere kleine Binden am ganzen Leibe von den Schulterhöhlen bis zu den Schenkeln. Ich konnte nur aufwärts blicken; die Sonne ward heiß und ihr Licht blendete meine Augen. Ich vernahm ein verwirrtes Geräusch in meiner Nähe; in der Stellung jedoch, die ich einnahm, konnte ich nur den Himmel sehen. Mittlerweile fühlte ich, wie sich etwas auf meinem linken Schenkel bewegte; irgend ein Geschöpf rückte leise vorwärts, und kam über meine Brust bis fast an mein Kinn; ich erkannte in demselben eine Menschengestalt von etwa sechs Zoll Höhe, mit Bogen und Pfeilen in der Hand und mit einem Köcher auf dem Rücken. Zugleich fühlte ich, daß wenigstens noch vierzig derselben Menschengattung dem Ersteren folgten. Ich war äußerst erstaunt und brüllte so laut, daß sie sämmtlich erschrocken fortliefen; Einige, wie ich nachher hörte, beschädigten sich durch den Fall, als sie von meiner
Seite herabspringen wollten. Sie kamen aber bald wieder; Einer von ihnen wagte sich so weit, daß er vollkommen in mein Gesicht blicken konnte, erhob voll Bewunderung seine Hände und Augen und rief mit schallender und deutlicher Stimme: Hekinah Degul. Die Uebrigen wiederholten dieselben Worte mehrere Male; ich konnte damals aber den Sinn derselben noch nicht verstehen.

Der Leser wird wohl vermuthen, daß ich mich in keiner bequemen Lage befand; ich suchte los zu kommen und hatte zuletzt das Glück, die Stricke zu zerreissen oder die Pfähle abzubrechen, woran mein rechter Arm befestigt war. Als ich ihn nun zum Gesicht erhob, bemerkte ich die Art, wie man mich gebunden hatte. Durch einen heftigen Ruck, der mir viel Schmerz verursachte, machte ich die Bande, welche mein Haar auf der rechten Seite hielten, etwas lockerer, so daß ich im Stande war, meinen Kopf zwei Zoll umzuwenden; allein die Geschöpfe liefen noch einmal fort, ehe ich eines derselben ergreifen konnte, worauf ein sehr lauter Ruf von mehreren Stimmen entstand, der aber schnell wieder verhallte. Hierauf hörte ich, wie Einer Tolgo Phonac rief. Sogleich trafen mehr als hundert Pfeile meine linke Hand und prickelten mich wie Nadeln. Außerdem wurde eine andere Salve in die Luft, so wie wir die Bomben in Europa schleudern, geschossen. Ich glaube, eine Menge Pfeile fiel auf meinen Körper, ich habe sie aber nicht gefühlt. Einige richteten ihre Geschosse auf mein Gesicht, das ich sogleich mit der rechten Hand bedeckte. Als dieser Pfeilschauer vorüber war, begann ich aus Gram und wegen meiner Schmerzen zu seufzen; ich suchte mich wieder loszumachen, und erhielt noch eine zweite und größere Salve; Einige suchten mit Speeren in meine Seite zu stechen; zum Glück aber trug ich ein Wamms von Büffelleder, das sie nicht durchbohren konnten. Ich hielt es deßhalb für das Klügste regungslos liegen zu bleiben, bis die Nacht einbräche.

Da meine linke Hand bereits von den Banden gelöst war, konnte ich mich sehr leicht gänzlich befreien, und was die Einwohner betraf, so hegte ich die Ueberzeugung, ihrem größten Heere vollkommen gewachsen zu seyn, wenn alle Soldaten von derselben Größe wären, wie jenes Geschöpf, das ich gesehen. Allein das Glück hatte mir ein andres Loos beschieden. Als die Volksmasse meine Ruhe sah, gab sie mir keine weitere Salve von Pfeilen; aus dem Lärm, den ich vernahm, konnte ich jedoch den Schluß ziehen, daß ihre Anzahl sich vermehrte. Auch vernahm ich, wie man in Entfernung von vier Ellen, meinem rechten Ohre gegenüber, ungefähr eine Stunde lang in der Art polterte, wie es bei beschäftigten Arbeitern der Fall zu seyn pflegt. Deßhalb drehte ich den Kopf nach der Seite hin, so gut es die Stricke und Pfähle erlaubten, und erblickte ein ungefähr anderthalb Fuß hohes Gerüst, welches mit einer oder drei Leitern, um es zu besteigen, versehen, vier jener Eingebornen tragen konnte.“

Das Putenküken – oder: Wenn Beschwerden gesucht werden…

Wild turkey, male and female – Creative commons license

Es gibt eine Geschichte aus dem Tierreich, die auf das Leben der Menschen angewendet wird:
Putenküken werden von der Putenmutter aufgezogen und behütet durch das Piepsen und Jammern, das sie in regelmäßigen Abständen ausstoßen. Dadurch signalisieren sie ihr, dass sie zur Herde gehören – nicht etwa fremde Vögel sind.
Wenn ein Putenküken sich nicht beschwert, nicht piepst oder jammert, wird es von seiner eigenen Mutter durch Schnabelhiebe getötet.

Es soll dieses Verhalten unter Menschen auch geben: Wenn sich jemand nicht beschwert oder jammert, wird das als fremdartig empfunden – und in manchen Fällen sehr streng geahndet. Das kann Feindseligkeit sein, Absonderung – oder auch Ausstoß aus der Gemeinschaft…

Allerdings war ich immer der Überzeugung, dass Menschen zu mehr in der Lage sein sollten, als tierisches Verhalten zu imitieren…