
Dass eine politische Partei ein zentrales Papier formuliert, um die eigene Sichtweise klar zu machen, ist manchmal wichtig. Dass dabei Formulierungen derart verunglücken, ist schade und recht brisant in der momentanen Situation. Der Ausdruck ‚Zionismus‘ wird manchmal ungenau ausgelegt und interpretiert als ein ‚Recht auf Vorherrschaft‘.
Tatsächlich ist der Zionismus historisch im 19. Jahrhundert entstanden – als die Bewegung von Menschen jüdischen Glaubens, wieder einen Staat zu haben, der ihre Heimat werden kann. Im historisch angestammten Gebiet.
Niemand spricht Israel das Recht auf Existenz ab! Das wurde in den Jahrzehnten seit der Gründung des Staates Israel von gewaltbereiten Organisationen immer wieder behauptet.
Israel als Staat ist historisch und tatsächlich ein Teil der Region. In jeder Weise!
Aber auch die Palästinenser haben ein historisches Recht auf einen eigenen Staat in eben dieser Region.
Dass solche gewalttätigen und kriegerischen Konflikte entstehen konnten, hat auch damit zu tun, dass noch zu oft Diplomatie verwechselt wird mit Machtgebahren. Würde, ja. Aber in Verhandlungen die eigene Macht an oberste Stelle zu setzen, kann nur schief gehen.
Die benachbarten Staaten schlugen sich teilweise auch aus Tradition und Geschichte auf die Seite der Palästinenser. Die USA stehen ebenfalls aus Tradition und Geschichte sowie der größten Gemeinde an jüdischen Mitbürgern außerhalb Israels auf der Seite dieses Staates.
Nochmal, so deutlich wie möglich: Hier geht es nicht um Antisemitismus! Denn das ist die Verfolung und Verunglimpfung von Menschen sogenannter semitischer Abstammung.
Hier geht es um eine ausgewogene Sichtweise auf die aktuelle politische Lage.
Die Idee, dass genau die obigen historischen Fakten genutzt werden sollen, um endlich Frieden zu schaffen!
