Wahrheit – Soziale Medien – Medienkompetenz – Textformen

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Soziale Medien sind oft sehr unsozial. Nicht verwunderlich, eigentlich, wenn man bedenkt, dass Menschen es auch sein können. Aber wie kann ich als Benutzerin kluge Entscheidungen treffen? Woran erkenne ich Wahrheit oder manipulative oder gar falsche Information?

Es braucht etwas Übung. Das ist wichtig. Die folgenden Grundsätze helfen. Aber täglich anwenden wird helfen, zuverlässiger zu sein. Vor allem, weil man aufhört, sich auf einen Kanal zu verlassen.

Grundsätze zur Medienkompetenz:

    • Auf die Quelle achten: Wer schreibt da was? Aus welcher Absicht und Richtung heraus?
    • Nie ausschließlich einen Kanal nutzen. Sich vor allem auf öffentlich-rechtliche Kanäle verlassen, in Demokratien in Europa.
    • Immer auch Hintergrundinformationen zu Nachrichten nachlesen oder -schauen. Es gibt oft sehr gute Dokumentationen, die zugleich unterhaltsam sind. Auch dabei private Sendeanstalten allenfalls als zweite oder dritte Quelle nutzen.
    • Formulierungen prüfen: Wird etwas sehr positiv oder negativ dargestellt? Warum? Welches Interesse könnte damit verknüpft sein?
    • Werbung und Nachrichten trennen. Manche Werbung scheint wie eine Nachricht gemacht.
    • Sogenannte Influencer auf Plattformen wie YouTube, TikTok, Facebook oder Instagram auch auf ihren Hintergrund prüfen: Was ist ihr Interesse? Womit verdienen sie Geld? Woher nehmen sie ihre Informationen?

Wie schütze ich mich online?

Ob online oder offline: Es gibt Menschen auf dieser Welt, die sind eigensüchtig und geldgierig. Darum ist ihnen jedes Mittel recht, ob legal oder nicht, mehr Geld, evtl. Macht oder Einfluss zu erlangen.

    • Zunächst ist wichtig, sich klar zu machen: Ich muss nicht überall dabei sein.
      • Der sogenannte ‚Gruppendruck‘ kann heftig wirken, wenn man sich fürchtet, ausgegrenzt zu werden.
      • Dazu bedenken: Was hat diese Gruppe für Maßstäbe? Sind sie es wert, dass ich mich ihnen anschließe?
      • „Ich bin wertvoll, als Mensch und als Teil der Gemeinschaft.“
      • „Ich bin niemals allein, denn“: Es gibt noch andere, wie mich, ich muss sie nur finden.
        • Dazu gibt es Zahlen: Im Support der IT ist statistisch erwiesen, dass für jedes Problem, dass 1 Person anmerkt, 100 sich nicht melden.
        • Darum: Wir sind viele, immer.
    • Sich auch  klar machen: Wie schlimm manche Nachrichten auch sind: Sie sind Teil der Sensationsmasche. Das bedeutet, sie müssen besonders sensationell klingen, damit sie Aufmerksamkeit erzeugen.
      • Gefühle bei Menschen anzusprechen und zu erzeugen, ist ein wichtiges Grundmerkmal aller Formen von Texten außerhalb von Wissenschaft.
      • Die Statistiken zeigen auch, dass Kriminelles, Straftaten, die Ausnahme sind, nicht die Regel!
    • Es gibt als junger Mensch Felder des menschlichen Lebens, die noch Neuland sind, unerforscht, quasi. Das nutzen manche Menschen online aus, um Geld zu machen, sich Menschen gefügig zu machen.
    • Bei jeder Art von Unwohlsein oder Unsicherheit: Wie im Leben unterwegs in Schule und Beruf: Hilfe von vertrauten Menschen zu Rate ziehen!

Werte und Maßstäbe, die Sinn machen:

    • Buddhismus: „Leiden vermeiden.“
    • Christentum: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ So, wie wir uns selbst schützen sollten. Schützen wir andere. Wer das nicht beachtet, ist unsere Aufmerksamkeit nicht wert!
    • Die Menschenrechte der UNO.

Die guten Informationen teilen.

Gute Menschen im Alltag und in der Natur treffen.

Verbundenheit: „Liebe als Überwindung des Abgetrenntseins“ – oder: ‚Soziale‘ Medien – oder: IN Sein?

A group of people smiling and joining hands standing in a circle, all colours, ages and gender.
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Das ‚Gefühl des Abgetrenntseins‘ ist uns als Menschen manchmal nicht bewusst. Es kann sehr stark werden, wenn wir dem Kindesalter entwachsen. Im Laufe der Jahre entwickeln wir ‚Strategien‘, die uns das Leben wieder erleichtern. Sich einer oder mehrer Gruppen zugehörig fühlen, etwa. Turnverein, Kegelclub, Tanzgruppe, Jazz-Band, Chor oder Surf-Club, oder…

Gleichgesinnte finden. Sich zugehörig fühlen. ‚Richtig sein‘. Es ‚richtig machen‘. Je nach Umfeld ist richtig dann oft auch unausgesprochen anders definiert.

Dazu können in den digitalen Zeiten eben auch ‚Social Media‘, ’soziale‘ Medien gehören. Sie werden als ’sozial‘ bezeichnet, weil sie soziale Kontakte ermöglichen sollen. Zumindest soweit die offizielle und ursprüngliche Idee.

Es gibt Vorläufer, wie Chats und Foren, in denen online diskutiert wurde. Und wird.

Aber was heute als ’social media‘ bezeichnet wird, ist dazu da, den Betreibern Geld zu verschaffen. Daten und Ideen oder auch Vorlieben und Eigenheiten werden verkauft, geradezu gehandelt, um sie für Marketingzwecke nutzbar zu machen.

In manchen Fällen wurden und werden die persönlichen Daten nicht ausreichend geschützt.

Soziale Medien müssen bewusst und klug genutzt werden. Medienkompetenz zu lehren, ist einmal mehr wichtig.

Aber noch wichtiger scheint mir auch dies: Wenn wir uns zu sehr bemühen, ‚IN‘ zu sein, dazu zu gehören, verpassen wir die Chance, wir selbst und ein wenig anders zu sein. Denn erst die Vielfalt der ‚Gewürze‘ macht ein Gericht aromatisch.