Maslows Pyramide – oder: Menschen und Meinungen – oder: Hoffnung und Widerstandsfähigkeit

Abbildung der Malsowschen Bedürfnispyramide
Bild: Freie Lizenz via Wikimedia Commons

Maslows Pyramide der menschlichen Bedürfnisse zeigt sie in der Anordnung von grundlegend unten zu den Bedürfnissen an der Spitze. Erst wenn grundlegende Bedürfnisse befriedigt werden können, ist es möglich, sich um alles andere zu kümmern.

Es sind Stufen… und diese Stufen bauen aufeinander auf. Fundamentale Bedürfnisse müssen abgedeckt sein, sonst kann ‚mensch‘ sich nicht wirklich um die Erfüllung der weiter oben gelegenen kümmern.

Konkret: Wenn das Auskommen nicht gesichert ist, bleibt der Kopf nicht frei, um sich etwa um Beziehungen ausreichend bemühen zu können.

Vielen Menschen sind solche und andere Dinge nicht bewusst. Oder nur latent in einer Art zugrundeliegender Besorgnis.

Widerstandsfähigkeit den Unbilden des Lebens gegenüber entsteht durch Erfahrung. Durch das Miteinander von Menschen, die auch wissen, was es bedeutet, wenn es schwierig wird. Dass wir als Menschen aufeinander angewiesen sind.

Die tragischen Fälle derer, die alleingelassen werden, sind solche, die verzweifeln. Verzweiflung ist ein tragischer Zustand, denn er bedeutet, dass jemand die Hoffnung auf Leben aufgibt.

Es gibt genügend Hinweise in den guten Texten und menschlichem Wissen der Jahrtausende dazu, was ‚Gemeinschaft‘ bedeutet.

Aber auch solche, die deutlich machen, was Menschen, die ‚entmenschlicht‘ sind, zu tun imstande sind. Schillers Lied von der Glocke* wurde in früheren Jahrzehnten als Pflichtlektüre zum Auswendiglernen in Schulen gelehrt. Er ist  nicht umsonst einer der großen Dichter.

Der Glaube an das Gute im Menschen kann durchaus schwer sein; verloren gehen. Aber das Prinzip Hoffnung ist auch eines der ganz großen im menschlichen Leben.

Hoffnung gründet sich auch darauf, dass wir Menschen um uns haben, denen wir wichtig sind. Die uns unterstützen oder trösten, in schweren Zeiten.

Hoffnung.

Poto von einem Sprössling in trockener, aufgerissener Erde und leichem Regen darüber
Bild lizenziert via Adobe CC

*Auszug aus „Das Lied von der Glocke“

Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocken Strängen
Der Aufruhr, daß sie heulend schallt
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.

Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher,
Das werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz,
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu,
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt und Länder ein.

Friedrich Schiller, 1799

 

„…und wieder einmal ist die Kommunikation zusammen gebrochen…“ – oder: Die Kunst der Verständigung – oder: Vom Mann, der einen Hammer leihen wollte

Zwei Menschen einander gegenüber, als Silhouetten, die heftig diskutieren.
Image by Mohamed Hassan from Pixabay

Paul Watzlawick erzählt sie, die Geschichte vom Mann, der einen Hammer leihen wollte. In seiner „Anleitung zum Unglüklichsein.“ Paul Watzlawick ist Kommunikationswissenschaftler,  hat Standardwerke dazu geschrieben, aber der erwähnte Titel ist allgemeinverständlich, die Geschichte kurz nacherzählt:

Ein Mann wollte von seinem Nachbarn einen  Hammer leihen. Er denkt sich, hinüber zu gehen. Dann fällt ihm ein, dass der kürzlich einmal so merkwürdig geschaut habe. Und: War da nicht neulich ein Treffen gewesen, auf dem Gehweg, da er ihn nicht zurück gegrüßt hatte? Und überhaupt, waren da nicht auch ein paar Situationen gewesen, an denen er so leicht gelächelt hatte ? Hatte er nicht kürzlich auch die Stirn so komisch gerunzelt? Und wie er das Auto neuerdings parkte… Ging er ihm nicht wirklich aus dem Weg…?!

Der Mann wird immer wütender, denn wie kann ihn der Nachbar so behandeln? Schließlich stürmt er zum Nachbarhaus, klingelt und als der Nachbar öffnet, brüllt er ihn an: „Sie können Ihren blöden Hammer behalten!“

Diese und andere Geschichten in Paul Watzlawicks Buch machen teils auf sehr amüsante und regelrecht lustige Weise deutlich, wie leicht wir Menschen uns das Leben schwer machen, weil wir andere aufgrund von ‚Vor-urteilen‘ einschätzen, die uns kaum noch bewusst sind. Auf diese Weise uns selbst und anderen das Leben unnötig schwer machen.

Woher kommt das wohl?
Es sind die kleinen und großen Gewohnheiten und Sichtweisen, die wir im Laufe unseres Lebens lernen. Sie hängen mit unserer Familie zusammen, aber auch mit der Kultur, in der wir aufwachsen.

Diese Ideen werden zu einer Perspektive auf die Welt, auf das Leben, die wie ein Filter wirken. Das kann es schwer machen, andere Menschen in ihrer Gesamtheit zu erkennen und einzuschätzen.

Viel Kummer und viele Missverständnisse beruhen darauf: Dass wir unsere ‚Filter‘ einsetzen, ohne uns dessen wirklich so recht bewusst zu sein.

Paul Watzlawick war nicht nur Österreicher, er war auch weltweit anerkannter Wissenschaftler.

Sein Buch ist zur sehr vergnüglichen Lektüre empfohlen.
Denn: Lachen ist nicht nur gesund.
Es lässt sich lernen, miteinander in echte Kommunikation zu treten – und (wieder) zu Verständigung zu kommen.

ヽ(•‿•)ノ

 

Heinrich Böll trifft Erich Kästner – Das Leben wie es ist

Straße mit Schildern die bunt und unbeschriftet in verschiedene Richtungen weisen.
Neue Wege gehen… (Image by Gerd Altmann from Pixabay)

Gib Alarm!

Gib Alarm
Sammle Deine Freunde
nicht
wenn die Hyänen heulen
nicht
wenn der Schakal Dich umkreist
oder
die Haushunde kläffen
nicht
wenn der Ochs unterm Joch
einen Fehltritt tut
oder der Muli am Göpel stolpert
Gib Alarm
Sammle deine Freunde
wenn die Karnickel die Zähne blecken
und ihren Blutdurst anmelden
Wenn die Spatzen Sturzflug üben
und zustoßen
Gib Alarm.

Heinrich Böll

Spaziergang nach einer Enttäuschung

Da hätte mich also wieder einmal
eine der hausschlachtenen Ohrfeigen ereilt,
die das eigens hierzu gegründete Schicksal
in beliebiger Windstärke und Zahl
an die Umstehenden gratis verteilt.

Na schön. Der Weg des Lebens ist wellig.
Man soll die Steigerungen nicht noch steigern.
Es war wieder mal eine Ohrfeige fällig.
Ich konnte die Annahme schlecht verweigern.

So ein Schlag ins vergnügte Gesicht
klingt für den, der ihn kriegt, natürlich sehr laut,
weil das Schicksal mit Liebe zur Sache zuhaut.
Tödlich sind diese Ohrfeigen hingegen nicht.
Der Mensch ist entsprechend gebaut.

Jedoch, wenn ich den See betrachte
und die schneeweiß bedeckten Berge daneben,
muß ich denken, was ich schon häufig dachte:
Diese Art Ohrfeigen brauchte es nicht zu geben.

Da rennt man nun die Natur entlang
und ist froh, daß man keinem begegnet.
Die Vögel verüben Chorgesang.
Die Sonne scheint im Überschwang.
Aber innen hat’s ziemlich geregnet.

Die Glockenblumen nicken verständig.
Eine Biene kratzt sich ernst hinterm Ohr.
Und der Wind und die Wellen spielen vierhändig
die Sonnenscheinsonate vor.

Das Schicksal wird mich noch öfter äffen
und schlagen, wie es mich heute schlug.
Vielleicht wird man wirklich durch Schaden klug?
Mich müssen noch viele Schläge treffen,
bevor mich der Schlag trifft! Und damit genug.

Erich Kästner (1899 – 1974)
aus Dr. Erich Kästners lyrische Hausapotheke,
Atrium Zürich, 1936

Das neue Jahr begrüßen – oder: Traditionen einhalten – oder: Was wirklich Freude macht

Photo zweier verschiedener Hände, die je eine Wunderkerze nebeneinander halten.
Image by Pexels from Pixabay

Silvester heißt – bilanzieren? Das vergangene Jahr bewerten – und das kommende planen? Oder ist das vielleicht dem Geschäftsleben angelehnt worden: So, wie Jahresabschlussrechnungen für Unternehmen und Firmen gemacht werden müssen, so sollten wir auch im privaten Bereich ‚abrechnen‘? Mit uns selbst und unseren Errungenschaften und Fehlern?

Ich denke nicht: Wir sind Menschen, keine Rechenapparate.

Bilanzen sind für Firmen und Unternehmen notwendig.

Das Leben an sich ist so wenig berechenbar. So viele Dinge passieren, die wir nicht selbst kontrollieren können.

Außerdem: Es gibt immer mal Dinge, die nicht funktionieren, Fehler, die wir machen.
Aber so Vieles ist auch schön, richtig oder einfach freudevoll!

Das Leben in uns und um uns ist menschlich. Ohne die Menschen um uns herum, die uns mögen, lieben oder einfach gern haben, Freunde, Familie, Nachbarn, Kollegen und Kolleginnen und andere Kontakte können wir nicht überleben.

Ich finde, der Jahreswechsel sollte mit der Erinnerung daran begangen werden, wie viele gute Menschen es um uns herum (auch) gibt! Es sie wissen zu lassen, könnte ein Anlass sein:

Im alten und im neuen Jahr: Ich liebe Euch und bin froh, dass es Euch gibt! Danke.

Humor: Ein Versuch

Zeichnung und Photo kombiniert, ein Elefant, der sich an ein Auto lehnt, das viel kleiner ist, als er selbst.
Image by Richard Duijnstee from Pixabay

“Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ So ein alter Spruch. Das kann vorkommen, wenn das Leben einem Schwernisse beschert. Dass trotzdem zu lachen nötig ist. Aber vor allem ist Humor sowohl kulturell als auch regional unterschiedlich. Und es gibt Scherze, die sind ein ‘running gag’ nur für Eingeweihte. Für Menschen die dabei waren. Oder innerhalb einer Familie.

Manchmal kann es schwierig sein, Humor zu vermitteln. Es gibt Witze, die lassen sich nicht von einer Sprache in die andere übersetzen.

Aber es gibt auch Zeiten, in denen in derselben Kultur schon das Herkommen aus einer anderen Lebenserfahrung Humor schwer nachvollziehbar macht. Es gibt Varianten, die sind leicht oder locker-flockig, für Manche.
Andere stufen sie als albern ein.

Das kommt vor allem dann gerne vor, wenn eine bestimmte Klasse oder Schicht Regeln aufstellt, die sowohl Sprachstil als auch Einrichtungsstil oder eben Humor bestimmen. Eine scheinbare Verfeinerung wird angestrebt. Um sich absetzen oder abgrenzen zu können.
Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Aber eine Offenheit anderen Umgangsweisen gegenüber, Alternativen, die das Leben und das Lachen leicht machen, können auch Erfahrung mit schweren Zeiten voraussetzen.
Das Wissen darum, dass manches sich auch kulturübergreifend nicht erklären lässt.
Dass Lachen zu Zeiten lebensrettend sein kann.

“Verstehen“ bedeutet manchmal nicht nur, dass man eine Sprache gelernt hat, Vokabeln auswendig kann und dann auch den einen oder anderen Satz spricht.
“Verstehen” kann Tieferes mit sich führen.

Ob Humor, Sprache oder Kultur:
Verstehen kann einen Willensakt der Mitmenschlichkeit beinhalten.
Grenzen zu überschreiten, mindestens temporär, die uns Perspektive, Kulturdünkel oder Erfahrung auferlegen wollen.

Humor ist das Lachen, das nach dem Weinen das Herz weit macht.

 

„Ich hab‘ schließlich auch eine Meinung“… oder: Meinungsbildung – oder: Menschen beurteilen

Bild des Hammers eines Richtertisches vor einem Stadtbild im Hintergrund.
Image by VBlock from Pixabay

„Richtet nicht, auf das Ihr nicht gerichtet werdet.“
„Was siehst Du das Streichholz in Deines Bruders Auge – aber den Balken im eigenen Auge siehst Du nicht?“

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ („Der kleine Prinz“, Antoine de Saint-Exupéry)

Motiv und Wirkung; ‚Sender‘ und ‚Empfänger‘ (in der Kommunikation).

Die Geschichte von dem Mann mit dem Hammer in Paul Watzlawicks populärwissenschaftlicher „Anleitung zum Unglücklichsein“. Paul Watzlawick, Kommunikationswissenschaftler, der Standardwerke geschrieben hat.

„Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede. Man soll sie billig hören beede.“ Ein uralter Rechtsgrundsatz, der offenbar an vielen öffentlichen Gebäuden seit dem Mittelalter eingraviert oder angebracht war. Lateinisch: „Audiatur et altera pars.“

Wo wir auch hinschauen, ob in die Bibel, Rechtstexte oder alte Traditionen unserer Region, eines bleibt eigentlich sehr deutlich:

    • Wer andere beurteilt, sollte sich vor Fehlurteilen schützen.
    • Sich klar sein oder werden, woher seine Urteile, seine ‚Beurteilungen‘ des Charakters oder der Taten eines anderen stammen.
    • Ob aus erster Hand, aus eigener Beobachtung; ob aus Berichten von mehr oder weniger verlässlichen Zeugen…
      • Sind Zeugen wirklich so verlässlich, wie sie scheinen?
      • Schon ein und dieselbe Situation, von 5 verschiedenen Menschen anzuhören, wird 5 verschiedene Berichte hervorbringen.
    • Welche eigenen Bedürfnisse und Wünsche und Erfahrungen und Ideen beeinflussen die Sicht auf den anderen?

„Richtet nicht, auf das Ihr nicht gerichtet werdet.“

Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Aber es kann tragische Fehlurteile verhindern helfen.

Entweder oder? – Sowohl als auch!

Bild vieler kleiner Muster, Emojis und Scherenschnittfiguren von Situationen, die traurig, fröhlich und andere ausdrücken.
Image by John Hain from Pixabay

Gut oder schlecht. Schwarz oder weiß. Sympathisch oder unsympathisch. Falsch oder richtig. Freundlich oder unfreundlich… Diese Dualität von Konzepten oder Urteilen ist typisch für viele, eher westlich geprägte Sichtweisen.
Aber weder Menschen noch Dinge sind so: Entweder – oder.
Sondern: sowohl – als auch.

Manche meiner Leser wissen das oder lernen es auch früh. Oder haben eine Beobachtungsgabe, die ihnen das vermittelt.
Andere Menschen sind so überzeugt davon, dass Dinge, Situationen oder Menschen nur eines sein können, dass sie zeitlebens an der Wahrheit vorbei gehen – urteilen.

Respektvoll oder frech. Sensibel oder ‚tough‘. Ausschweifend oder prüde. Fleißig oder faul. Witzig oder einfühlsam. Humorvoll oder humorlos.

Es scheint keinen Raum dazwischen zu geben.

Aber in Wahrheit ist das Leben nicht schwarz oder weiß. Nicht 1 oder 0. Und Menschen sind es auch nicht. Mit Freude genau hinschauen und Platz gewinnen für Vielseitigkeit kann neue Sichtweisen und Erkenntnisse zulassen.

Sehr nett aus Überzeugung, nicht naiv: „Holzauge sei wachsam“, heißt ein schöner alter Spruch. Denn auch das kann wichtig sein, weil mancher dennoch nicht so nett ist, wie er scheint.

Weil es eben keine Dualität ist, entweder – oder, sondern: Sowohl – als auch.

In der Ruhe liegt die Kraft oder: „Menschenkenntnis kommt von ‚Menschen‘ und ‚kennen'“

Bild zweier Pferde, die ihre Nasen freundlich aneinander reiben
(Image by Bärbel Bauer from Pixabay)

Märchen und Geschichten sind wahre Schätze an Lebensweisheit ‒ wenn man sie zu deuten weiß. Denn natürlich geht es nicht immer wirklich um einen ‚bösen Wolf‘. Oder eine Großmutter, die gefressen wird. Sondern um Menschen und ihre Konflikte oder – Missverständnisse.

Durch mein Vorwissen mit Jurist, Sozialwissenschaftlerin und ‚Coach‘ in der Familie – einer Unmenge von Literatur sowie Fachbüchern – das ist fast eine mittelgroße Bibliothek, insgesamt, in einem schon reifen Leben – ist mir kaum etwas Menschliches fremd.

Was leicht passieren kann, uns allen: Etwas passiert – und wir fragen uns, wie es gemeint war.

War es der Wolf? Oder doch nur das Schaf, das den Wolfspelz anzuhaben schien?

Wenn man sich noch kennen lernt, dann ist es besonders leicht, sich misszuverstehen. Das kann zu Aufregung und Unruhe führen. Aber auch Klärung, denn:

Ich denke, wichtig ist, im Gespräch zu bleiben. Mündlich oder schriftlich.

Denn wenn wir einen Wolf sehen, wo ein Schaf ist, ist das schade. Es gibt viel mehr freundliche und gütige Menschen auf der Welt, als man angesichts der Nachrichten denken könnte.

Das sind die Dinge, die das Leben (auch) lebenswert machen: Begegnungen.

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: Die Kunst des Vorwärtsschauens

image of a woman walking on the beach towards the sun looking forward
(Image by astoltz from Pixabay)

„..und Lots Frau blickte zurück und erstarrte zur Salzsäule…“ Es ist die Parabel von Lot und seiner Frau, die auf der Flucht aus Sodom und Gomorrha gewarnt wurden, sich nicht umzudrehen, weil sie ihr Leben in Gefahr brächten…

Für mich ist es eine der essenziellen Geschichten des Buches der Bücher, das auch ohne einem religiösen Kontext anzugehören, viel Weisheit und teils wunderbare Texte zu bieten hat, der Bibel.

Die Städte Sodom und Gomorrha sollen zerstört werden und weil Lot als guter Mensch bekannt ist, wird er rechtzeitig gewarnt, mit seiner Familie zu fliehen.

Das Leben kann schwer sein, ich habe einige schwere Zeiten erlebt. Vielen Menschen passieren schwere Dinge, oft viel schwerere, als ich sie kennen lernen musste.

Wenn es schwer wird, gibt es einige Techniken, die helfen. Es kann wichtig sein, das Gute und das Schwere in der Rückschau zu betrachten. Aber es kommt darauf an, wie.

Wir können manchmal aus der Vergangenheit lernen. Aber sie zu oft anzusehen, Revue passieren zu lassen oder sich mit Vorwürfen zu quälen ‚tötet‘ den Lebensmut, im Extremfall.

Das ist mit der Idee gemeint, Lots Frau erstarrte zur Salzsäule: Sie wird unfähig, sich zu bewegen, nach vorne zu schauen oder tatsächlich – zu leben.

Wenn man ein wenig mehr Glück hat, erinnert man sich an die schönen Zeiten. Das ist wichtig. Denn das Leben ist nie nur schwarz oder weiß. Sondern wie ein Kaleidoskop, nämlich bunt, mit allen Farben des Spektrums, darunter auch Schwarz und Weiß. An die eigenen Verdienste und Fähigkeiten. Denn auch das gibt Kraft, zu wissen, dass kein Mensch nur Fehler macht.
Sondern dass auch Menschen wie ein Kaleidoskop bunt sind, mit allen ‚Farben‘ innen – und manchmal auch außen.

Ich habe immer wieder vorwärts gehen müssen. Es gab Zeiten, da habe ich mich gefragt, wie solle es denn nun noch weitergehen.

Ich habe auch erfahren dürfen, dass es Menschen gibt, die laut oder leise zeigen, dass ihnen wichtig ist, wie es einem geht.

Das ist vielleicht das Schönste: Zu wissen, da sind Menschen, denen bedeutet man etwas.

Allen, die dies lesen und wissen, wen ich meine:
Danke dafür.

Aschaffenburg oder München: ‚Ausschlachten‘? – Migration als Scheinproblem – NEIN zu AfD und Rechtsextremismus!

Image with heart in blue sand and a golden inner glow
Mitgefühl mit Betroffenen ist angesagt – (Image by Cdd20 from Pixabay)

Migration ist nicht das Problem! Migration wird zum Problem gemacht! Denn es ist so schön griffig und scheint leicht umsetzbar: Finde einen Sündenbock und verjage ihn, wenn es Dir schlecht geht. Dann geht es Dir besser.

Das Prinzip ist uralt!

Aschaffenburg ist schaurig und tragisch: Solch ein Schicksalsschlag ist für die Angehörigen und Freunde am schlimmsten!

Umso mehr gilt es, nicht wieder nur politische Parolen gebetsmühlenartig aufzuwärmen!

Es ist nicht die Migration, die das Leben schwer macht. Einzelne Attentate zeigen ein Problem mit dem Umgang damit.

Noch mehr Gesetze zur Migration lösen das Problem nicht!
Es braucht gute Schulung und ordentliche Budgets, um bestehende Gesetze umzusetzen!
Das gilt für deutsche wie nicht-deutsche Straftäter gleichermaßen!

Das Problem sind wirtschaftlich schwere Zeiten, die Menschen verunsichern – weil sie ihre Stellen verlieren – oder keine finden.

Weil neue Technologien bedrohlich scheinen – und selbsternannte Propheten und Schwarzseher die Zukunft in düsteren Farben ausmalen!

Seit Menschengedenken haben Pandemien und zudem besondere Daten in den Kalendern Menschen in Menetekel-Phantasien gestürzt: Das Zeichen an der Wand, das Unheil voraussagt.

Herrn Friedrich Merz als persönliche Nachricht übermittelt: Hüten Sie sich vor billigem Stimmenfang! Wir haben etwas zu verlieren, hier – politisch und gesellschaftlich.

Der überwiegende Teil der düsteren Prognosen vergangener Jahrzehnte muss noch eintreffen…

Das Motto der Stunde lautet:

Demokratische Werte hochhalten. Dran bleiben – Pausen nicht vergessen.


13.02.2025, München:
So kurz hintereinander zwei tragische Fälle…ist da Anstiftung zu einer Straftat im Spiel? Wird finanzielle oder gar eine andere Art Abhängigkeit in grausamer Weise ausgenutzt, um Straftaten anstiften und zu bestimmten Zwecken ausnutzen zu können…? Es gibt und gab solche Fälle.

Den Hinterbliebenen und den Opfern gilt unser ganzes Mitgefühl.

Aber in jedem Fall: Die Situation ist bekannt! Es fehlt weder an Gesetzen noch an möglichen Schritten, solchen Situationen zu begegnen.

Es fehlt allenfalls an Budgets.