KI, Europa und die Zukunft: Stärken stärken – ist das Gebot der Stunde

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Wir neigen in Europa, aber auch in Deutschland, zu harscher Kritik: In den USA haben sie die hohe Kunst des Selbstmarketings tatsächlich zu so etwas wie einer Kunst entwickelt.
Man behauptet einfach so laut wie möglich und so oft wie möglich, dass man das Rad erfunden habe. Irgendwann glauben es – ziemlich viele.

Aufholbedarf in der KI-Entwicklung  und die große Abhängigkeit Europas von US-Amerikanischen Infrastrukturen und Rechen- und Datenzentren sind seit den Zeiten der ‚Trumpisten‘ schmerzlich bewusst geworden.

Wie lang? – 3 Jahre? 4 Jahre? Seit ChatGPT veröffentlicht wurde, seit die jetzige US-Regierung grausame und macht- und geldverliebte Allüren überall auf der Welt ausbreitet.

Wir dürfen uns auf die Schulter klopfen!

Europa ist das kulturreichste, vielfältigste Wirtschafts- und Handelsgebiet der Welt! Große Geschichte und eine demokratische Tradition, die sich sehen lassen kann!

Seit mehr als 250 Jahren haben wir konkrete Demokratien entstehen lassen können – und das antike Konzept weiter entwickelt!

Wir arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen zum Wohle der Bevölkerung, Sicherheit und Frieden, die nicht nur Super-Reiche berücksichtigen, sondern geeignet sind, Menschen zu schützen. Vor Cyberkriminalität, vor dem Missbrauch von KI. Vor der Ausbeutung von Arbeitnehmern. Vor zu großer Ungleichheit – durch soziale Systeme.

Wir mögen zurück liegen, in manchen Entwicklungen. Aber warum? Weil wir Jahrzehnte lang gelernt hatten, dass die USA ein verlässlicher Partner seien. Also verließen wir uns darauf: „Passt schon.“

Wir fangen an. Das ist ein guter Schritt!

Ein wunderbares, persisches Sprichwort lautet: „Immer, wenn Du einen Fisch aus dem Fluß angelst, ist er frisch.“

Mut und Zuversicht sind angebracht!

Wir haben Intellektuelle und Forscher in Europa, die wegweisend sind.

„Immer, wenn Du einen Fisch aus dem Fluß angelst, ist er frisch.“

Themenzwang: AfD? Nein zu Rechtsextremismus und Macht – durch Geld und Marketing auf Social Media

Collage der genannten Photos
Berlin, Nordsee, Allgäu, Köln und der Dom (Bilder lizenziert via Adobe CC, meine Kombination)

„Menschen sind keine Klappstühle“. So hat es ein wunderbarer Zuwanderer hier in Deutschland aus Frankreich, ‚Alfons Puschelmikro‘ ausgedrückt, Journalist und Kabarettist. Wenn wir uns Themen aufzwingen lassen, haben wir schon halb verloren. Als Demokraten. Als Menschen, denen ihre persönliche Freiheit wichtig ist. Entscheiden über – meine Meinung, aber auch über meine Lektüre, meine Zeitung, mein TV. Mein Kino oder Theater. Mein Rederecht!

Wir sollten die internationale Komponente im Auge behalten: An die Führung der AfD, so ungern ich Sie adressiere: Haben Sie sich schonmal gefragt, warum Menschen wie Trump Sie ‚umgarnen‘? Vielleicht, weil Deutschland noch stark ist, international?

Was glauben Sie, wird passieren, wenn Sie tatsächlich Regierungsverantwortung übernehmen? … Soweit Sie noch am Geld vorbei denken können, habe ich es Ihnen vielleicht jetzt spätestens verdeutlicht.

Hier geht es um viel Geld und viel Macht. Wenn Sie Trump und Co. gewähren lassen, können wir mit Ergebnissen wie beispielsweise damals in Chile rechnen:
Ein linksgerichteter Präsident Allende wurde von US-amerikanisch unterstützten Parteien gestürzt.

Die Folgen waren grauenhaft: Über 40 Jahre Diktatur, Folter, Menschenverschleppung und -ermordung im Namen einer ‚Regierung‘, die keine war. Zugunsten der Interessen der USA.

Der Iran-Krieg: Eine reine Augenwischerei. Die Trump-Administration hat die derzeit gültigen Vertäge zur Kontrolle der Uran-Anreicherung mit Iran, international als wirksam bestätigt, in  2018 aufgekündigt.

Aber Deutschlands Stimme in internationalen Gremien hat viel Gewicht. Darum auch haben wir den UN-Sicherheitsrat ‚verpasst‘:
Die Handelsbilanzen mit den USA genauso wie unsere Ergebnisse in Forschung und Wissenschaft zeigen immer wieder eindringlich, dass dies historisch und aktuell ein starkes Land ist.

Solange wir mit daran ‚feilen‘, Deutschland immer kleiner zu reden, es in Grund und Boden zu kritisieren, werden wir am Ast sägen, auf dem wir sitzen.

Nein zu Macht, Geld und Gier: Dieses Land ist soviel mehr, als ein Haufen Probleme!

„Work-Life-Balance“ – Lebensphasen – Spannung und Entspannung

Eine Schildkröte, die eine Seifenblase auf ihrem Maul balanciert.
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„Das Leben ist lang und vielfältig.“ In meinem Leben ist das sehr wahr. Menschen gehen auch durch Phasen, so meine Beobachtung. Manches findet man abhängig vom kulturellen Hintergrund, manches ist lebensaltersbedingt; manches kommt vor, wenn Menschen schwere Zeiten erleben oder durch Krisen gehen.

Es kann also sein, dass Menschen in jüngeren Jahren Sehnsucht nach Aufregung oder Abenteuer haben.
Mit steigender Lebenserfahrung kann ein Bedürfnis nach Ausgeglichenheit und Regelmäßigkeit, nach innerer und äußerer Ruhe eintreten.

Ich habe schon öfter in diesem Blog Erfahrungen geteilt. Wissen. Es ist tatsächlich so, dass ich persönlich schon so viele schwierige Situationen und Ausnahmesituationen erlebt habe, dass ich mir „Normalität“, „Selbstverständlichkeit“, „Alltag“ wünsche.

Mich rühren Tiere, Vögel oder auch Katzen, oder auch Kinder, die mir zufällig begegnen, manchmal zu Tränen. Aber auch Freundlichkeit, die unerwartet ist. Schöne Landschaften. Oder…

Ich habe durch Lektüre und Selbstbeobachtung, durch fast lebenslange Yogapraxis und die Kombination aus etablierter Medizin und Ayurveda auch den Ideen der TCM (traditionelle chinesische Medizin) viel über ein Gleichgewicht der Kräfte gelernt. Wie ich Gefühle und Gedanken (immer wieder) in Einklang bringen kann.

Was mir Inhalte bedeuten. Oder das Schreiben hier. TV-Quizzes. Alte Filme der leichten Art. Komiker. Solide Information durch Dokumentationen oder gute Lektüre. Politik und mich einmischen halte ich für wichtig.

Ich freue mich, wenn ich gute Menschen treffe. Denn das ist nicht selbstverständlich! Viele von uns wissen das, weil wir es manchmal schon früh lernen müssen: ‚Bullies‘, etwa. Solche, die andere Schulkinder piesacken.

Gleichgewicht. Ausgleich.

Ich wünsche meinen Lesern die Möglichkeit, ihr eigenes Gleichgewicht zu finden.

Das Lächeln der Sphinxen…

‚Soziale Medien‘ – die EU – die Demokratie – die USA – Waffen – Zölle – Iran – Geld… – Italien und der Brexit: Demokratie stärken!

Bild eines Globus, mit Europa im Zentrum der Betrachtung, durch ein angestrahlt.
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Die USA unter Präsident Trump verfolgen drei Ziele: „America first.“ – Macht – Geld. Macht und Geld sind eng miteinander verknüpft. Das wissen wir alle, spätestens, wenn wir unsere ersten Märchen gehört haben.

Warum die im Titel genannten Dinge verknüpft sind?

Die EU und besonders Deutschland sind ein großer, wichtiger Markt, für die USA – und weltweit.
Sie sind wichtige Handelspartner, für Im- und Export.
Sie sind wichtige Forschungs- und Wissenspartner, auch weltweit. Forschung und Wissen gehen in neue Technologien, neue Produkte und damit mögliche Gewinne ein.
Der deutsche Musikmarkt beispielsweise ist nach den USA der größte der Welt.

Daraus ergibt sich eine sehr entscheidende Machtposition der EU, in Bezug auf das Gewicht, die Bedeutung der Stimme, weltweit – und in der NATO.

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass einer Gruppe leichter zu schaden ist, wenn man sie ‚auseinander dividiert‘. Wenn man die Glieder einer Kette schwächt.

Das ist, was hier momentan versucht wird zu tun:

    • Historisch gesehen sind sich Britannien und die USA nahe. Also wird seit geraumer Zeit damit ‚operiert‘, den Engländern Vorteile bei Handelsabkommen zu versprechen. Sie sind jetzt nicht mehr Teil der EU und damit nicht mehr geschützt. Stehen im Zweifel alleine da.
      • Die Wirtschaft dort und die Menschen leiden darunter schon jetzt, sichtbar.
      • Die Regierungen geben sich die Klinken in die Hand.
    • Italien und die Vorsitzende der Ultrarechten dort, Giorgia Meloni, waren das zweite, geschwächte Glied in der Kette. Meloni wurde ‚einbestellt‘ zu Trump. Und ließ sich fast komplett ‚einwickeln‘. Fast.
    • Die CDU, ob unter Merz oder anderen, war immer für Nähe zur USA. Aber nicht ohne Bedingungen.
    • Die AfD hat nachweislich Kontakte zu Trumps extremem, rechten Flügel und Trump selbst.
      • Trump und seine ‚Genossen‘ können also mit bedingungsloser Unterstützung rechnen, wenn die AfD mit an die Macht kommt – oder käme.
    • Darum werden auf sozialen Medien systematisch alle besonders im Rampenlicht stehenden Mitglieder der deutschen Regierung torpediert.
    • Mit Nichtigkeiten, die aufgeblasen werden!

Wenn die deutsche Regierung in kurzer Zeit wieder gewählt werden muss, kann das in der jetzigen Situation zu Koalitionen führen, die es der AfD ermöglichen, an der Regierung beteiligt zu werden.

Dann wären nominell die USA im Herzen der EU an ihrem noch stärksten Glied an der Regierung mitbeteiligt.

Wollen wir das wirklich?

Vasall eines Landes werden, das praktisch nichts  auf die Reihe kriegt? Ihre Bildung nicht, ihr Wirtschaftssystem nicht, ihr Sozialsystem nicht und auch nicht die medizinische Versorgung? – Die USA?

Die Demokratie stärken, jetzt!

Nein zu Rechtsextremismus, Habgier und Menschenverachtung!

Nein zur AfD!

Was glücklich macht? – „Der Schmidt Max auf der Suche nach dem Glück“ – Die kleinen Dinge…

Glück? Das ist eine Frage der Perspektive. Und auch eine kleine Frage der Definition. Der Schmidt Max vom Bayerischen Rundfunk sucht das Glück und spricht mit Menschen, die glücklich sind. Die rausgefunden haben, was sie glücklich macht. Ob Landwirte, Millionär oder eine Psychologin, die Forschungen dazu kennt, aus der sogenannten positiven Psychologie.
Was uns Menschen glücklich macht?

Eine gelungene Sendung!

Eurovision Song Contest 2026 – Wien – Europäische Schlager


Presenters kicking off the 1st Semi-Final of the 2026 Eurovision Song Contest (Bild: Wikimedia Commons, Creative Commons Lizenz)

Schlager: Sie werden manchmal in die Kategorie „U-Musik“ geschoben, vielleicht auch belächelt… aber Schlager sind ein Ausdruck der Stimmung vieler Menschen; sie können ein Ventil sein.

In diesem Jahr scheint auffällig, dass sie einen Grundton der Melancholie und Trauer oder Sorge mittragen. Im 2. Halbfinale sind die Rhythmen geprägt von Heftigkeit, die Melodien von Melancholie und Bedrohung.

„More drama, more hairspray…“, der kleine Scherz der Moderatoren scheint zutreffend. Drama.

Kaum einer der Songs ist sanft oder entspannt. Freundlich oder tröstend. Auch eher scheinbar alltägliche Themen, wie der „Tanzschein“ von Cosmo kommen mit fast bedrohlichen Texten und Harmonien daher.

Oder Zyperns Beitrag, „Jalla“ in der Landessprache steht es für „Mehr“: Trotz sehr orientalischer, tanzfreudiger Rhythmen herrscht eine Stimmung von unterschwelliger Sorge, Sehnsucht und eben jenem Drama vor.

Es scheint, als würden die Sorgen der jüngeren Generationen ebenso wie jene der vorigen sich in den Songs niederschlagen:

Die Sorge um die Zukunft der Erde, Kriegsdrohung, anhaltende wirtschaftliche Probleme.

Wien beweist zugleich, wie sehr man in Österreich professionell und entspannt inszeniert. Jedes Genre.

„United by Music“ ist das Motto. Das ist sehr wahr. In jeder Weise.

Aktualisierung 16.05.2026: Bulgarien gewinnt den diesjährigen Song Contest. Gratulation.

Kasernenhofton… oder: Wer schreit, hat unrecht…

Bilder von GEOVANIA SILVA OLIVERIA und OpenClipart-Vectors von Pixabay

Ich bin in drei Sprachen und mehr Kulturen bequem zu Hause. Deutsch, Englisch und Persisch. Umgangston ist eine Frage der Kultur, der Sprache – aber auch der Perspektive. In Deutschland besonders, aber auch in anderen Regionen vor allem westlicher Kulturen wird oft angenommen, Führungsstil, Autorität in einem Zusammenhang beweise sich durch lautes Rufen, regelrecht Brüllen und – ‚zur Schnecke‘ machen.

Das sind Methoden, die aus teils vorsintflutlichen Ideen von Führung, wie derzeit aus dem Militär übernommen, stammen. Der ‚Sergeant‘, der ‚Spieß‘, der ‚Schleifer‘, sind einige bekannte Ausdrücke für diese Art, Menschen durch lautes und aggressives Verhalten dazu zu kriegen,  sich an Regeln zu halten, zuzuhören – oder Befehle auszuführen.

Gott sei Dank sind wir im normalen Alltag mittlerweile weit davon entfernt, Befehlsempfänger zu sein. Wir sind manchmal weisungsgebunden, manchmal weisungsbefugt.

Aber: Mitdenken ist erlaubt!

In der Ruhe liegt die Kraft. Verhalten, das Frieden und Kooperation fördert, können wir manchen östlichen Kulturen abschauen.

Wenn es mal eng wird, im Alltag, sind Ruhe und Selbstvertrauen und damit mehr Entspannung die besten Voraussetzungen, um Probleme zu lösen.

Worte, Reden und ‚Eindruck‘: Kommunikationsmuster und die Frage nach der Wahrheit

Ein Paar älterer Menschen, die sich auf einer Bank im Park bei sonnigem Wetter sitzend eine freundliche Geste zeigen.
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Seit es Menschen gibt, gibt es Kommunikation. Aktuelle Forschung geht auch davon aus, dass Sprachen, wie wir sie heute kennen, erst sehr viel später entwickelt wurden. Sprache besteht aus Wörtern. Aus Sätzen und Formulierungen.

Kommunikation besteht aus mehr: Aus Voraussetzungen, die wir selbst in Gedanken machen. Die wir mitbringen. Weil wir in einer Region und Kultur aufwachsen. Weil wir glauben, Dinge schon gehört zu haben, sodass wir eine Situation oder Menschen einschätzen können.

Kommunikation setzt das auch voraus: Wenn wir in einer Kultur aufwachsen und dann in eine andere Kultur wechseln, kann das komplex werden, in Bezug auf Verstehen und Verständnis.

Denn nicht alle Gesten, Mimik und Ausdrucksweisen sind universal.

Universal sind menschliche Bedürfnisse, Ängste und Gefühle.

Worte sind allerdings manchmal zweitrangig: Denn es kommen noch die Aspekte Wahrhaftigkeit und – nicht zu unterschätzen – Körpersprache hinzu.

Kaum etwas wird mehr unterschätzt, als die Motive der Menschen, die sie dazu bringen, ‚falsch Zeugnis abzulegen wider ihren Nächsten‘.

Darum gehört zu echter Kommunikation Vertrauen. Die Fähigkeit, Spreu von Weizen zu trennen und zu wissen, auf wen man sich wirklich verlassen kann.

Manipulation ist vielschichtig. Ein besonders aussagekräftiges Beispiel ist vielleicht die Geschichte über Taubstumme, die im TV die Aussage des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton anschauten. Sie lachten und waren ausgelassen wie nach einem guten Witz. Als sie gefragt wurden, warum sie so reagierten, antworteten sie, sinngemäß: „Der lügt doch so offensichtlich.“

Manchmal sind Worte nur scheinbar bedeutsam. Manchmal sind Menschen zu sehr an sich selbst interessiert. Manchmal sind Worte nicht verlässlich.

„Die Menschen reden viel, wenn der Tag lang ist.“ – „Wenn Du viel Gutes reden hörst, bring einen kleinen Korb mit.“

Ob Worte der Menschen verlässlich sind, lehrt uns teilweise die Lebenserfahrung, weil wir lernen, zu unterscheiden. Und teilweise die Zeit: Wen wir noch nicht kennen, lernen wir mit der Zeit einzuschätzen.

Aber, wie es auch so schön heißt: „Holzauge, sei wachsam.“ Denn gerade Gerede und Gerüchte haben oft einen sehr ernsten und weniger beeindruckenden Hintergrund.

Leider ist es gerade im ‚Business‘ verbreitet, zuerst auf sich selbst zu schauen und gegebenenfalls ruhig und scheinbar sachlich Lügen zu verbreiten; oder Worte in einen falschen Kontext zu setzen und dadurch einen falschen Eindruck zu erwecken. Eine Methode, die immer wieder ‚gerne genommen‘ wird.

Ich hatte sehr viel Gelegenheit, Menschen kennen zu lernen.
Es gibt viele, die Herz haben und Verstand. Die Anstand besitzen und wissen, was Mitgefühl bedeutet. Das Leben in einer Gemeinschaft.

Über solche freue ich mich. Jeden Tag.

Humor: Ein Versuch

Bild eines Clowns der jongliert und dabei lächelt.
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“Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ So ein alter Spruch. Das kann vorkommen, wenn das Leben einem Schwernisse beschert. Dass trotzdem zu lachen nötig ist. Aber vor allem ist Humor sowohl kulturell als auch regional unterschiedlich. Und es gibt Scherze, die sind ein ‘running gag’ nur für Eingeweihte. Für Menschen die dabei waren. Oder innerhalb einer Familie.

Manchmal kann es schwierig sein, Humor zu vermitteln. Es gibt Witze, die lassen sich nicht von einer Sprache in die andere übersetzen.

Aber es gibt auch Zeiten, in denen in derselben Kultur schon das Herkommen aus einer anderen Lebenserfahrung Humor schwer nachvollziehbar macht. Es gibt Varianten, die sind leicht oder locker-flockig, für Manche.
Andere stufen sie als albern ein.

Das kommt vor allem dann gerne vor, wenn eine bestimmte Klasse oder Schicht Regeln aufstellt, die sowohl Sprachstil als auch Einrichtungsstil oder eben Humor bestimmen. Eine scheinbare Verfeinerung wird angestrebt. Um sich absetzen oder abgrenzen zu können.
Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Aber eine Offenheit anderen Umgangsweisen gegenüber, Alternativen, die das Leben und das Lachen leicht machen, können auch Erfahrung mit schweren Zeiten voraussetzen.
Das Wissen darum, dass manches sich auch kulturübergreifend nicht erklären lässt.
Dass Lachen zu Zeiten lebensrettend sein kann.

“Verstehen“ bedeutet manchmal nicht nur, dass man eine Sprache gelernt hat, Vokabeln auswendig kann und dann auch den einen oder anderen Satz spricht.
“Verstehen” kann Tieferes mit sich führen.

Ob Humor, Sprache oder Kultur:
Verstehen kann einen Willensakt der Mitmenschlichkeit beinhalten.
Grenzen zu überschreiten, mindestens temporär, die uns Perspektive, Kulturdünkel oder Erfahrung auferlegen wollen.

Humor ist das Lachen, das nach dem Weinen das Herz weit macht.


(Eigene Inhalte wiederverwendet.)

Verbundenheit: „Liebe als Überwindung des Abgetrenntseins“ – oder: ‚Soziale‘ Medien – oder: IN Sein?

A group of people smiling and joining hands standing in a circle, all colours, ages and gender.
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Das ‚Gefühl des Abgetrenntseins‘ ist uns als Menschen manchmal nicht bewusst. Es kann sehr stark werden, wenn wir dem Kindesalter entwachsen. Im Laufe der Jahre entwickeln wir ‚Strategien‘, die uns das Leben wieder erleichtern. Sich einer oder mehrer Gruppen zugehörig fühlen, etwa. Turnverein, Kegelclub, Tanzgruppe, Jazz-Band, Chor oder Surf-Club, oder…

Gleichgesinnte finden. Sich zugehörig fühlen. ‚Richtig sein‘. Es ‚richtig machen‘. Je nach Umfeld ist richtig dann oft auch unausgesprochen anders definiert.

Dazu können in den digitalen Zeiten eben auch ‚Social Media‘, ’soziale‘ Medien gehören. Sie werden als ’sozial‘ bezeichnet, weil sie soziale Kontakte ermöglichen sollen. Zumindest soweit die offizielle und ursprüngliche Idee.

Es gibt Vorläufer, wie Chats und Foren, in denen online diskutiert wurde. Und wird.

Aber was heute als ’social media‘ bezeichnet wird, ist dazu da, den Betreibern Geld zu verschaffen. Daten und Ideen oder auch Vorlieben und Eigenheiten werden verkauft, geradezu gehandelt, um sie für Marketingzwecke nutzbar zu machen.

In manchen Fällen wurden und werden die persönlichen Daten nicht ausreichend geschützt.

Soziale Medien müssen bewusst und klug genutzt werden. Medienkompetenz zu lehren, ist einmal mehr wichtig.

Aber noch wichtiger scheint mir auch dies: Wenn wir uns zu sehr bemühen, ‚IN‘ zu sein, dazu zu gehören, verpassen wir die Chance, wir selbst und ein wenig anders zu sein. Denn erst die Vielfalt der ‚Gewürze‘ macht ein Gericht aromatisch.