„Krieg und Frieden“ – oder: „Wer profitiert?“ – oder: Säbelrasseln, Machtspielchen und die reale Welt

image of the NATO member states and Russia as a world map, the NATO member states coloured in light blue.
Screenshot von der NATO-Seite selbst, abgenommen: 05-10-2026, 20-12-16, lokale Zeit: UTC+1; die NATO-Mitgliedsstaaten sind hellblau gefärbt. Aus der russischen Perspektive ist das sehr nah.

Wenn Interessen bestehen, sollte man hinter die Kulissen schauen: Was war wirklich los? Welche Muster sind wiedererkennbar? Aus früheren Zeiten und Jahrhunderten? Von heute?

Machtspielchen und Säbelrasseln sind eine alte, immer wieder gern genommene Methode: Sie machen Menschen Angst. Das führt dazu, dass sie vielleicht sogar unbedacht handeln und ihnen später leicht vorzuwerfen ist, sie hätten ja angefangen…

Wenn man sich die Geschichte der NATO und der Sowjetunion, danach Russlands, anschaut, stellt man fest, dass es tatsächlich sogar Zeugen in den USA gibt, die aussagen, dass es Versprechen gab. Zur Wiedervereinigung Deutschlands: Die NATO-Osterweiterung werde bestimmte Grenzen danach nicht überschreiten. Schriftlich festgehalten in Verträgen wurde das seltsamerweise nie.

Dann kam der Antrag der Ukraine. 2014 bereits begann der offene Konflikt mit Russland, zunächst im Umweg über die Annektion der Krim.

Es gibt eine sehr gut recherchierte Dokumentation aus dem Jahr 2021, die in der ARD und auf arte.tv derzeit gesendet wurde: „Krieg in Europa – Das Ukraine-Drama“ Diese 2-teilige Dokumentation zeichnet sich durch einen ausgewogenen Blick auf die Hintergründe und mögliche sowie tatsächliche Interessen aus.

Denn wenn man verstehen will, warum, nach damals schon fast 20 Jahren eines einzigen Potentaten, angebliche Expansionsbestrebungen geäußert wurden in Russland, 2014 und davor – muss man sich die Karte der NATO-Staaten im Verhältnis zu Russland und seinen Verbündeten (auch) ansehen.

Die USA hätten sich im umgekehrten Falle schön bedankt…insofern ist Russland auffällig geduldig.

Auch andere unabhängige Quellen zeigen deutlich, dass es um ein Machtgleichgewicht, eine Ausgewogenheit der Kräfte geht. Schon während des Kalten Krieges und den ersten Anzeichen für Entspannung seit den 1970er Jahren bis zur Unterzeichnung der Abrüstungsverträge zwischen den USA und der russischen Föderation in den 1980ern war immer klar gewesen:

Nur wer auf dieses empfindliche Gleichgewicht achtete, konnte Eskalation vermeiden.
Die Kuba-Krise ist ein beredtes Zeugnis von so manchen: Damals schrammte die Welt dichter als jemals an einem 3. Weltkrieg vorbei.

Wir sollten Fakten und Interpretationen trennen. Das Säbelrasseln mancher weißer, alter Männer, die schon seit einem Menschenalter auf den nächsten Krieg warten – um, es sich in ihren Offizierssesseln gemütlich machend, ihre Orden zu verdienen – erkennen, als das was es ist: Wichtigtuerei.

Und wieder zurück kehren zu dem, was die europäische Geschichte auch groß gemacht hat: Kluge, zähe und klare Verhandlungen mit dem diplomatischen Blick auf das Gegenüber:

Denn, ganz ehrlich? – Sind wir wirklich auf die Kriegsindustrie angewiesen, um die Wirtschaft anzukurbeln?

NIE WIEDER KRIEG.

Deutsche Einheit: Vielfalt in Nord und Süd – West und Ost

Collage von deutschen Landschaften in Nord, Süd, Ost und West
Deutschland in Mitteleuropa: Schöner geht’s kaum… (Bilder lizenziert via Adobe CC, meine Anordnung)

Die deutsche Trennung in zwei Staaten begann nach dem zweiten Weltkrieg: Die alliierten Mächte hatten die jeweiligen Zonen besetzt. Schließlich wurden zwei Republiken daraus: Die DDR und die BRD. Die DDR sollte ein kommunistischer Staat nach sowjetischem Vorbild sein. Die BRD eine Demokratie nach französisch-US-amerikanischer Tradition.

Der zweite Weltkrieg war in seinen Effekten grausam und zerstörerisch. Millionen Tote, Menschen, die nie mehr nach Hause kamen. Vertriebene in vielen Gegenden Europas. Vor und während des Krieges in der Zeit des Nationalsozialismus Verfolgung und Ermordung von Menschen auf Grundlage menschenverachtender Ideen.

„Nie wieder Krieg!“ Das war und ist eine Überzeugung, die daraus entstanden ist.

Zugleich wurde die Trennung in zwei Staaten immer strenger gehandhabt: Weil der Aufbau in der DDR länger dauerte, als in der BRD, wollten eine ganze Reihe Menschen in die BRD und reisten aus. Als der Strom zu groß wurde, schloss man die Grenze: Ein Reiseverbot wurde für DDR-Bürger verhängt. Reiseerlaubnis war nur unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen überhaupt zu bekommen.

Das Ergebnis war noch mehr Leid durch getrennte Familien und Gesellschaften in zwei Staaten über mehr als 4 Jahrzehnte.

Das prägt.

Die beiden Staaten waren nicht schon dadurch sehr verschieden. Das Wissen übereinander war und ist mancherorts kaum vorhanden. Vorurteile durch die gegensätzlichen Herangehensweisen.
Der ‚Besser-Wessi‘ wurde zum geflügelten Wort, für solche Menschen, die glaubten, es ‚denen in der ehemaligen DDR‘ nach der Wiedervereinigung erst zeigen zu müssen, was ‚Marktwirtschaft‘ bedeutet.
Wie ‚man es macht‘.

Die Wiedervereinigung wurde nicht zu unrecht als ein erneuter Ausverkauf des Ostens gesehen:
Zunächst nach dem 2. Weltkrieg, als die Sowjetunion als Retribution ganze Industriestätten abbauen und in die UDSSR bringen ließ.
Dann die Wiedervereinigung: Zu Konditionen der BRD, mit relativ plötzlicher Einführung der gemeinsamen Währung, auf DM-Basis.

Dann mithilfe der ‚Treuhandanstalt‘ Prüfung und Veränderung von Firmen, Werkstätten und Fabriken hin zu einem anderen Modell des Wirtschaftens.
Verlust von Arbeitsplätzen und grundlegender Werte:
Denn die DDR, tatsächlich im Grund eher eine Diktatur, hatte Menschen auch zusammen geschweißt: Bedrohung und teils schwierige Versorgungswege und Engpässe hatten zu einem Rückzug ins Private aber auch zu gegenseitiger Unterstützung geführt.

Das Alles war kein Spaziergang. Ressentiments auf allen Seiten, weil es Menschen in der BRD gab, die die Sozialabgabe für die neuen Bundesländer heftig kritisierten.

Ich denke, wir haben dennoch und erst recht viel Grund, auf unser Land stolz zu sein:
Immer wieder Weltwirtschaftskrisen, wie momentan, eine Pandemie und diese speziellen Herausforderungen – das stemmt sich nicht so mal eben.

Deutschland ist ein wunderschönes Land!

Es gibt hier viele neuere und alte Traditionen und Gebräuche. Ideen und Humor. Unterschiedlichste Menschen aus allen Teilen der Welt, die hierher kommen, um hier zu studieren, zu arbeiten und Firmen zu gründen.

Ob Süd, Nord, West oder Ost:
Wir werden nie eine homogene Masse sein!
Und – wer will das sein?

Die Einheit in Vielfalt leben, das kann manchmal Herausforderung sein. Aber es ist bereichernd. Immer.

Glückwunsch uns allen zu diesem 3. Oktober 2026!

Seehund auf Sandbank, in die Kamera schauend
Seehund auf Helgoland

Die USA als Blaupause? – oder: Jäger und Sammler… und Adam Smith

Bild via RVBusiness, mit freundlicher Genehmigung durch Sendeanstalt NBC, Originalbericht

So oft wird hier in Europa, und auch und gerade in Deutschland, damit hausiert, wir sollten es doch mehr wie die USA machen; die seien so erfolgreich. Mit ihrem Wirtschaftssystem. Niedrige Steuern, dadurch hohe Erträge. Kaum Sozialabgaben… das Gesundheitssystem auch erst neuerdings auf soziale Füße gestellt; durch Barack Obama und seine Politik.

Allerdings vergessen viel zu viele, was die Kehrseite ist, dort: Immer mehr Menschen leben unter Brücken und in ihren Autos. Weil es keine Absicherung gibt, wenn der Job mal verloren ging. Wenn es dann keine Jobs gibt. Über längere Zeit. Weil die Wirtschaft gerade eine Flaute erlebt. Eine sog. ‚Baisse‘, wie das an der Börse so hübsch heißt…

Das System, dass in den USA immer noch viel zu oft propagiert wird, geht vor allem auf Adam Smith zurück. Er war Schotte und hat wohl die moderne Nationalökonomie mitbegründet. Aber er hat sich auch nachweislich geirrt: Denn er votierte dafür, Firmen, Unternehmen, völlig freie Hand zu lassen. Dann würde sich der Markt schon von selbst regulieren.

Es ist inzwischen erwiesen, dass er das nicht tut. Der Markt. Dass es staatliche Regularien braucht, um dem ‚Raubtierkapitalismus‘ Riegel vorzuschieben.

Es gibt immer auch wohlmeinende Unternehmer, die auch erfolgreich sind, im Sinne von eingefahrenen Profiten. Aber es gibt überall, in jeder Branche und auf allen Ebenen, schwarze Schafe. Ob bei Banken, Versicherungen, in Aufsichtsräten oder in der Verwaltung.

Und dann gibt es die vielen Anderen: Denen nicht egal ist, wie es der Gemeinschaft geht.

Wir dürfen und sollten, mit einem auch nur kleinen Interesse an unserer Heimat und dieser Region, den klugen und realistischen Blick mit Liebe um uns schweifen lassen.
Uns daran erinnern, was vor Jahrhunderten war. Was jetzt ist.

Wie weit der Weg war. Und wieviel wir geschafft haben.

Dies ist ein wunderbares Land mit vielen großen Köpfen – früher und heute.

Lassen wir uns nicht ‚aus der Bahn werfen‘ – von Halbwahrheiten. Genau hinschauen.

Dran bleiben. Pausen nicht vergessen.

„Manche Menschen werden emotional – manche rauchen…“ – oder: Wie man mit Gefühlen umgehen kann

Photo einer dunkelroten Rose im Feuer
Bild lizenziert via Adobe CC (ohne KI erstellt)

„Südländer sind leidenschaftlich. Nordlichter sind kühl und beherrscht. Südländer sind emotional. Nordlichter rational.“ Diese Art Ideen, um nicht zu sagen Vorurteile, halten sich hartnäckig.  Ich hatte viel Glück im Laufe eines Lebens: Ich habe eine ganze Reihe Kulturen ‚von innen‘ kennen gelernt. Aber es waren auch oft schwere Zeiten.

Gefühle sind von mehreren Faktoren abhängig:

    • Davon, welche Art von Gefühlsäußerungen gesellschaftlich akzeptiert sind. Ärger, Wut, Trauer und Freude…
    • Von der natürlichen Grundkonstitution. Manche Menschen sind temperamentvoller als andere, von Natur aus.
    • Von der Lebenssituation: Wer harte Lebensbedingungen erlebt, aber noch nicht gelernt hat, damit umzugehen, reagiert auf Frustration anders, als jemand mit Erfahrung. Stichwort dazu ‚Resilienz‘.

Es gibt Kulturen auch außerhalb Europas, in denen sind heftige Gefühle kein Problem. Sondern selbstverständlich. Sogar im Gegenteil. Die ‚deutsche‘ Art der Selbstbeherrschung wird dort als ‚trocken‘ und unnahbar, sogar als kalt wahrgenommen.

Es gibt tatsächlich Kulturen, die auch im normalen Alltag eine andere Grundlautstärke beispielsweise bei Familientreffen pflegen.

Sigmund Freud war der erste, der beschrieben hat, was mit unterdrückten und gar unbewussten Gefühlen im Menschen geschieht. Psychologie:
Es bedeutet die „Lehre von der Seele“, nach dem Altgriechischen für ‚psyché‘ = Seele und ‚logos/legein‘ = Rede(n)/lehren.

Die neuere Psychosomatik und in dem Zusammenhang auch ein Schüler Freuds, Alexander Lowen, beschäftigen sich intensiv mit dem Zusammenhang von Seele und Körper.

Wieviel Spannung etwa im Körper durch beherrschte, unterdrückte Gefühle entstehen kann und dann tatsächlich zu Schmerzen führt.

Das Thema ist nicht trivial und kann hier auf keinen Fall erschöpfend behandelt werden!

Aber unsere Gefühle sind unser größter Schatz: Wir fühlen uns lebendig, dadurch.

Und wie Daniel Goleman in seinem populärwissenschaftlichen Werk „EQ“ ausgeführt hat:
Wenn wir unsere Gefühle besser kennen, erkennen wir andere und das Leben leichter. Und wir werden auf ganz andere, bessere Weise in die Lage versetzt, uns zu entscheiden.
Er führt aus, dass Menschen, die aufgrund von Operationen die entsprechenden Teile ihres Gehirns einbüßen mussten, alles verstanden, alles Wissen weiterhin besaßen, aber keine Emotionen. Sie wurden unfähig, sich zu entscheiden.

Ein persisches Sprichwort drückt es sehr schön und sehr klar etwa so aus: „Erst wenn die Regentropfen meiner Traurigkeit bis zum Saum meines Gewandes getropft sind, kann die Sonne wieder scheinen.“

Ich wünsche allen, die dies lesen, einen wundervollen, gefühlsreichen Tag!

Leben und Lachen: „Ich krieg‘ die Krise“ – oder: „Wem nutzt’s?“ – oder: Jetzt erst recht

Wir kriegen die Krise(n) nicht, wir haben sie schon…ob Wirtschaft oder Kriege: Es scheint nicht abzureißen. Es kann schwer sein, wenn man unmittelbar betroffen ist. Hier in Mitteleuropa herrscht seit langem Frieden. Aber konkret ist es Iran, der unter den völlig unnötigen Angriffen der USA unter Trump zu leiden hat.

Es scheint, als wären wir auch bedroht… Aber ist das wirklich so? Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Putin und Trump sich abwechseln, mit ihren Horrorszenarien und Drohkulissen.

Es ist auf jeden Fall erwiesen, dass sie sich gut kennen; und schon lang. Sich unterstützen.

Das bedeutet eben auch, dass der Grundsatz des „cui bono?“ („Wem nutzt es?“) angewendet, sehr nahe legt: Diese Drohkulisse wird missbraucht, um die EU, die NATO-Mitgliedstaaten und eben Iran dazu zu zwingen:

    • Öl billig an die USA abzugeben (Iran).
    • Hohe Zölle für Handel mit den USA zu akzeptieren (EU).
    • Waffen in den USA zu kaufen (NATO-Mitglieder), weil scheinbar Putins Russland eine Bedrohung darstellt.

‚Mr Trump‘ hat sich selbst mehr als einmal als ‚deal maker‘ gebrüstet. Die ’scare tactics‘ sind integraler Bestandteil. Seit Jahrzehnten.

Die Weltwirtschaft kriselt momentan vor allem wegen des Krieges mit Iran. Vorher die neuen US-Zölle, die auch an den Börsen für auf und ab sorgten. Die Pandemie hat ihr Übriges getan.

Wir sollten in die Geschichte gucken: Gerade um Jahrtausendwechsel herum hat es immer wieder Weltuntergangsstimmung gegeben. Das ist belegt.

Darum: Das Prinzip Hoffnung heißt für mich: Jetzt erst recht.

Denn es gibt Liebe und Lachen und die guten Menschen. Für die lohnt es sich, um Demokratie, Frieden und Abrüstung – und gegen Rechtsextremismus, Gier, Gewalt und Machtstreben zu kämpfen.

Jetzt erst recht.

Politik, Geschichte und Deutschland: Demokratie – Jetzt erst recht!

Eine Gruppe von Menschen als Schatten vor einem Sonnenaufgang, die ihre erhobenen Hände aneinanderhalten.
(Bild: Lizenziert via Adobe CC)

Die AfD hat gestern große Zahlen ‚gemacht’… In Sachsen-Anhalt. Das war kein guter Tag. Aber wir dürfen uns auch erinnern:

    • Manche Teile Deutschlands haben im Grunde über 60 Jahre Diktatur erlebt. Die wirtschaftliche Situation ist nicht rosig. In solchen Zeiten war das oft ein Anlass, sich extremistischen Ansichten zuzuwenden.
    • Sachsen-Anhalt war schon immer ein eher ‚konservativ‘ wählendes Bundesland. In vorherigen Landtagswahlen haben Parteien wie die CDU hohe Wahlergebnisse erzielt.
    • Sachsen-Anhalt ist ein Bundesland – von vielen anderen. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ.
    • ‚Social media‘ als neue Plattform werden das Pendel irgendwann zurück schwingen lassen
    • Die AfD hat sich von Anfang an als eine den östlichen Teilen verbundene Partei positioniert. Manche ihre Mitglieder mögen das so empfinden. Manche ihrer Wähler in bestimmten Gebieten auch.

Wichtig in solchen Zeiten: Machen wir uns bewusst, dass solche Kräfte nicht allein ‚mehrheitsfähig‘ sind.

Wir müssen unsere Stimme(n) erheben, immer wieder, online und offline, dagegen.

Die AfD ist nachweislich rechtsextremistisch, das hat der Bundesverfassungsschutz bereits offiziell verlautbart. Und der war noch nie für ‚Flippigkeit‘ oder Avantgardismus bekannt. Etwas konservativeres kann man sich kaum vorstellen.

Die Ideen der AfD können nur abgelehnt und überall, wo es geht, mit Worten und Bildern bekämpft werden.

Wie ich gerne sage: Dran bleiben. Pausen nicht vergessen.

Bert Brecht soll gesagt haben:

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Und ein besonderer Präsident der USA, Barrack Obama, hat es so formuliert:

Yes, we can.

„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ – oder: Der schöne Irrtum der Mode

Hummel auf gelber Blüte, Nektar sammelnd.
Bild lizenziert via Adobe CC

„Schlank = schön = liebens- und/oder begehrenswert“. Das ist die Gleichung, auf den Punkt gebracht. Aber wie so oft, wohl auch in der Mathematik, auf jeden Fall in der Logik: Wenn die Schlussfolgerung ‚wahr‘ sein soll, müssen es ihre Prämissen auch sein.

Es ist zunächst ein scheinbarer Irrtum des Patriarchats, dass eine Frau schön sein müsse, um liebenswert zu sein. In manchen Frauenköpfen spielt sich das nicht einmal bewusst ab: „Nur wenn ich als schön gelte, werde ich geliebt.“

Die Auswüchse in den letzten Jahrzehnten nehmen seit den Hollywoodfilmen und TV-Werbungen, seit social media und dem amerikanischen Ideal von der „Selbstverbesserung“ teils groteske Formen an: Immer öfter legen sich Menschen unters ‚Messer‘ des ‚Schönheitschirurgen‘, um sich scheinbar attraktiver und damit liebens- oder auch begehrenswerter zu ‚formen‘.

Was ist denn überhaupt Schönheit?

Sie ist zuallererst kulturabhängig! In manchen Völkern gilt es als schön, sich die Ohrläppchen auf übernatürliche Größe zu dehnen, in dem immer größere Metallringe, ähnlich Ohrringen, genutzt werden, damit die Ohrläppchen mit immer größeren Löchern wachsen.

In manchen Kulturen gilt es als schön, sehr weiße Haut zu haben und helles Haar. In anderen, sonnengebräunt zu sein.

Kulturabhängige Schönheitsideale entwickeln sich oftmals durch sogenannte wohlhabende Schichten:
Was teuer und schwer erreichbar ist, gilt als erstrebenswert – oder schön.

In früheren Jahrhunderten war Blässe nur den oberen Schichten aber vor allem Reichen vorbehalten: Sie konnten im Schatten bleiben. Wer gebräunte Haut hatte, war arm und es gab viele Arme…

Aber nicht nur Wohlstand gilt als maßgebend: Auch die sogenannte ‚Exotik‘ ist ein Faktor, der eine Rolle bei Schönheitsidealen spielt: Was selten ist, gilt als interessant oder sogar schön.

In Teilen der Welt, wo alle blaue Augen, helle Haut und helles Haar haben, gelten dunkle Augen, Haut und Haar als ‚exotisch‘.
Das ist aber umgekehrt ganz genauso: Wenn alle dunkle Haut und Haare haben, gelten helle Augen als erstrebenswert.

E. v. Hirschhausen, Arzt und Komödiant, hat einmal gesagt, ‚er habe in der Garderobe vor TV-Sendungen gesehen, was mit Models gemacht werde. Jeder Gebrauchtwagenhändler würde dafür in den Knast kommen.‘

Dabei ist über die Jahrhunderte tatsächlich erkennbar, dass nicht nur das Christentum sondern auch östliche Philosophien und Weisheiten sowie die moderne Psychologie festgestellt haben: Wer sich selbst mag, der kann anders auf andere zugehen. Der hat die Chance, gemocht und geliebt zu werden. Denn: Es ist eine Frage der inneren Haltung, nicht der Form.

Schönheitsideal? Ideal?

Erich Kästner hat es einmal sehr schön so ausgedrückt:
„Ein Mensch, der Ideale hat, der hüte sich, sie zu erreichen. Sonst wird er eines Tages statt sich selber andren Menschen gleichen.“

„Alternativlos?“ – Demokratie! – Der Tellerrand – Warum die AfD keine Alternative ist

Portraitphoto von jungem Menschen im Schatten, mit Apfel auf dem Kopf.
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„Schimpfen ist prima.“ – „Dampf ablassen…“ Egal wo. Richtig? Dann ist die AfD keine Alternative. Sie erlauben ‚Schimpfen‘ nur, wenn es ihnen passt (Link zur Bundeszentrale für politische Bildung). Wer nicht ins Programm passt, darf auch keine Meinung haben.

Es scheint, manche Menschen glauben, wenn die Partei schon so heißt, dann ist sie vielleicht wirklich mal was Anderes… Anders wovon genau? Den Verspätungen der Bahn? Jobverluste durch KI, die gar nicht ursächlich in Deutschland entstanden ist? Eine Pandemie, die ihre Spuren hinterlassen hat? Globale Gegebenheiten, die durch Machtblöcke und auch und vor allem ‚Superreiche‘, Oligarchen, entstanden sind, wie Putin in Russland und seine Gefolgschaften – oder diejenigen Trumps in den USA?

Geschichtlich scheint sie im Osten der heutigen Bundesrepublik als ‚Alternative‘ aufgetreten zu sein. Wenn man sich allerdings ihre aktiven ‚Köpfe‘ so anschaut, ist die große Frage – für wen wirklich?

Kontakte zu Trump in den USA und Ultrarechten in Europa sind nachgewiesen.

Der Verfassungsschutz in Deutschland ist nicht als übermäßig avantgardistisch bekannt… ( ಠ‿<) war er noch nie. Auch er hat die Partei als rechtsextremistisch eingestuft. Offiziell.

Das bedeutet gerade nicht, dass sie ‚die kleinen Leute‘ nun besser hören würden. Oder, tatsächlich an der Macht, dafür sorgen, dass es denen besser geht, die es oft am schwersten haben.

Warum ist das keine Alternative?

Die AfD unterhält Kontakte zu all jenen, die es in Europa seit Jahren schwer machen: Denen, die zuerst an ihrem eigenen Kontoumfang interessiert sind.

Sie nutzen einfache, teils regelrecht verfälschende Sprüche und Aussagen, um ‚Sündenböcke‘ zu finden:
Ein altes Prinzip, man sucht sich etwas oder jemanden aus, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann. Und schon scheint man erleichtert.

Aber diejenigen Menschen ‚in die Wüste‘ zu schicken, die seit Jahrzehnten mitgeholfen haben, dieses Land so weit vorne zu halten, ist keine Lösung.

Ob in der Pflege, im produzierenden Gewerbe oder als Unternehmensgründer, die Jobs schaffen:  Sie sind Teil dieser Gesellschaft und tragen dazu bei, dass wir es besser haben, als in vielen anderen Teilen der Welt.

Es lohnt sich, wieder einmal darauf zu gucken, was andere alles vermissen… zumindest in Deutschland neigen wir sehr dazu, auf das zu starren, was nicht ist.

Es gibt Dinge, die sind sicher verbesserungswürdig. Die mittlerweile zum ‚running gag‘ gewordene Verspätung der Bahn gehört auch dazu.
Allerdings ist auch das etwas, das durch das ewige Gemeckere auf die Spitze getrieben wurde.
Wer immer nur sparen will, aber trotzdem die Sahnehäubchen der Technologie(n) absahnen – der macht eine Milchmädchenrechnung auf.

Wir sollten uns eines auch sehr klar machen: Wer immer nur meckert, spielt denen in die Hände, denen es nur um Macht und Geld geht.

Die AfD gehört dazu. Darum ist sie keine Alternative.


„Die Programmatik der AfD“, Bundeszentrale für politische Bildung

Wir können es…: „Eine Brücke zieht um – 4.000 Tonnen Stahl auf dem Weg durch Hamburg“, NDR, Nordreportage, zur neuen Sternbrücke in Hamburg

Waldbrände, Angriffe auf Zugbegleiter: „Es brennt in Deutschland“ ? – Jetzt wählen gehen: NEIN zu AfD und Menschenfeindlichkeit!

Füße auf einem Holzboden, davor ein Schild, mit Pfeil in Laufrichtung und der Aufschrift: "Kommunalwahl"
Image by pics_kartub from Pixabay

„Wer nicht will, der hat schon…“? Ist die andere Form solcher Sprüchlein – Zugbegleiter angreifen? Ja, geht’s noch? Ungeheuerlich! Sie halten jeden Tag den Kopf hin, für Probleme, die sie nicht verantworten können. 

‚Jungs‘ und ‚Mädels‘ da draußen, reißt Euch mal wieder ein bisschen zusammen!
Das Leben ist kein Wunschkonzert!
Nur weil die Werbung, Social Media (’social’…?) oder Hollywood-Filme der seichten Art das vorgaukeln, ist es trotzdem nicht so.

Wie wäre es, wenn Ihr zur Abwechslung mal in Länder geht und dort lebt, wo keine Meinungs- und Pressefreiheit herrschen. Wo es überhaupt keine vernünftige Infrastruktur gibt.

Kein Rotes Kreuz, das Retten kommt.
Keine Feuerwehr, die Keller auspumpt und riesige Brände löscht.
Keine Polizeikräfte, die auch mitten in der Nacht kommen und Menschen beschützen.
Oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens.
Kein funktionierendes Gesundheitssystem, das hilft. Medizinisches Personal, die sich auf allen Ebenen während der Pandemie fast zu Tode geschuftet haben.

Es gibt hier Restaurants, Kinos, Bars, Tanzlokale, Theater, Opern und Universitäten und Forschung von Weltruhm!

Dieses Land hat eine lange, wissenschaftliche, künstlerische, literarische und philosophische Tradition. „Das Land der Dichter und Denker“ wurde es genannt. Das trifft auch heute zu.

Es ist auch unnötig, wegen Waldbränden einen Bundeskanzler auszupfeifen: Der regierende Bürgermeister vor Ort hatte ihn gebeten, nicht zu kommen, bevor die Brände gelöscht seien.

Das macht sehr viel Sinn, denn ein Bundeskanzler als Regierungsoberhaupt muss, wie alle anderen Regierungsoberhäupter, mit einem großen Aufgebot auch an lokalen Sicherheitskräften geschützt werden.
Mitten in einem Großbrand? Hallo?

Wenn schon Zugbegleiter nicht mehr sicher sind?

Sehr geehrte Damen und Herren da draußen, bitte vor dem Pfeifkonzert den Kopf einschalten!

Nur wegen eigenem Alltagsfrust andere Menschen anzupöbeln, egal auf welcher Ebene, ist keine Lösung.

 Dies ist eine Staats- und Lebensgemeinschaft. Wenn wir in schweren Zeiten nicht zusammenhalten, was soll dann wohl werden?
Rechtsextremen wie der AfD Tür und Tor öffnen? Auf dass es noch schlimmer werde?

Nein, danke: NEIN zu AfD und Rechtsextremismus, Frauenhass, Menschenfeindlichkeit und Diktatur.

JA, zu Demokratie, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit = Mit-Menschlichkeit!