Menschliche Gefühle: Angst, Vertrauen und Zuversicht – oder: Freude und Leid teilen

Photo einer Hochhauslandschaft, davor eine junge Frau in einer Hängematte, scheinbar darüber schwebend.
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Gefühle sind im Menschenleben eine sehr starke Kraft. Sie beeinflussen unsere Gedanken, unser körperliches Wohlbefinden, unsere Urteile – und unsere Entscheidungen. Gefühle sind manchmal sehr fundamental und universal. Ob Freude oder Ekel, Angst oder Traurigkeit, alle Menschen kennen sie.

In der Forschung über die Seele, die Psychologie, werden diese menschlichen Regungen und teils auch die dazugehörigen Vorgänge im Körper, Psychosomatik, genau erforscht und beschrieben.

Oft wird es dargestellt und auch teils so erfahren, als wären wir unseren (heftigen) Gefühlen oder Leidenschaften hilflos ausgeliefert. Aber das ist nicht so.

Manchmal empfinden wir heftige Wut, Furcht, Angst oder Traurigkeit. Und dann gute Wege zu finden, sie zu erleichtern, kann wichtig sein. Aussprechen, evtl. auch durch ‚Kissenboxen‘, oder Trost durch liebe Menschen, wenn wir weinen müssen, kann wichtig sein.

Aber es gibt die Möglichkeit, in ruhigeren Momenten unsere Gedanken zu prüfen: Ob wir auch andere Perspektiven finden.

Selbstkritik kann heftig werden. Sie kann uns ohnmächtig fühlen lassen. Schuldgefühle.

Wenn das passiert, kann auch professionelle Hilfe durch gut geschulte, zertifizierte und erfahrene Fachpersonen wichtig sein.

Angst kann sich aber eben auch in nicht ausreichendem Vertrauen gründen: Wenn wir schwere Zeiten erlebt haben, vielleicht auch wiederholt ähnlich: Jobverlust, schlechte Erfahrungen oder Behandlung durch andere, Krankheit und Tod lieber Menschen; dann neigen wir dazu, vorsichtig zu werden.

Kann ich dieser oder jener Person wirklich vertrauen?

Vertrauen.

Vertrauen fällt nicht vom Himmel. Aber es kann im Voraus geschenkt werden, der berühmte ‚Vertrauensvorschuss‘.

Danach kann es wachsen.
Weil wir mit den noch unbekannten Menschen immer vertrauter werden. Schwere Zeiten durchmachen und wissen, wir können uns auf sie verlassen. Vertrauen haben.

Vertrauen kann man aufbauen, zerstören – aber auch wiederfinden. Es sollte gehütet werden, wie ein Schatz. Vertrauen.


Literaturempfehlung zum Thema Gefühle und Alltag:
Daniel Goleman: EQ. Emotionale Intelligenz, 34. Auflage, 1997