Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke
aus Die schönsten Gedichte, Diogenes
Wir können natürlich immer verlangen: Alles soll immer billiger und zugleich immer besser werden. Aber, ist das realistisch? Ich denke, eigentlich ist manches simpler, als wir annehmen: Qualität und auch Quantität haben ihren Preis. Wenn ich Austern und Champagner schlürfen will – genügen ein ‚Appel und Ei‘ dafür nicht.
Aber, sind es wirklich Austern und Champagner, die wir wollen? Oder ist es eher so, dass es auch kostet, über viele Jahrzehnte gute Qualität zu erhalten?
Ob Bahnstrecken, gute Straßen, die dem Warenverkehr und dem Privatverkehr im wesentlichen freie Fahrt ermöglichen, oder gute Schulen, sie kosten Geld. Wer Kindern Bildung und unseren Städten und Dörfern – und Ländern – eine Infrastruktur gönnen will, muss manchmal tiefer in die Tasche greifen.
„Früher war alles besser…!“ Wirklich? Wer hatte ‚früher‘ einen Personal Computer, einen Laptop und einen digitalen Fernseher zu Hause? Und ein mal größeres, mal kleineres Smartphone? In den meisten Fällen mittlerweile ein Smartphone pro Haushaltsmitglied!
Wieviele Menschen konnten sich früher zahllose Eier kaufen und essen, wann immer sie wollten? Wer konnte sich eigentlich Fleisch leisten?
Wieviele Menschen konnten eine höhere Schulbildung genießen? Und studieren?
Wir können fast jederzeit überall hin ‚gondeln‘ – mit Bussen und Bahnen. Selten war unsere Umwelt so sicher wie heute.
Wir jammern auf hohem Niveau, weil wir – vielleicht mehr Nachrichten gucken, als Dokumentationen ansehen. Oder Statistiken finden, die verlässlich, weil unabhängig sind.
„Drama und Galama“ sind halt unterhaltsamer, oft; vor allem, wenn wir nicht selbst betroffen sind.
Wir drehen am Knauf und die Heizung wird warm. Wir chatten mal eben mit Singapur oder Australien.
Wir lernen online und tanzen oder singen im Verein; sind uns der Wichtigkeit gesunder Ernährung bewusster, als je zuvor in der Menschheitsgeschichte.
Auch dies ist richtig: Es ist nicht alles wunderbar. Manches bedarf der Verbesserungen.
Aber, wie im GEO-Newsletter ausgedrückt, vor ein paar Tagen, der Hinweis auf den oben verlinkten Artikel:
„Die extreme Armut hat sich weltweit seit dem Jahr 2000 fast halbiert, die Lebenserwartung in Europa hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten verdoppelt, und statistisch war die Wahrscheinlichkeit, durch eine Gewalttat ums Leben zu kommen, selten so niedrig wie heute.
Für mich kohlestaubgeschädigtes Ruhrpott-Kind interessant: Über 90 Prozent aller neuen Kraftwerke auf der Welt arbeiten mit Wind, Wasser, Sonne oder sonst wie nachhaltig. Und in London, einer notorisch grauen europäischen Metropole, ist die Luft so sauber wie seit gut 200 Jahren nicht.
[…]
Steffens plädiert dafür, dem Fatalismus nicht das Feld zu überlassen: „Pessimismus ist ein Privileg für Reiche, für die guten Zeiten“, schreibt er. „Nur wer hat, kann fürchten zu verlieren. Pessimismus mag nützlich sein, um frühzeitig zu warnen. Aber wenn es darauf ankommt, ist er gefährlich. Weil er lähmt und radikalisiert.“
Auch Optimisten glauben nicht, dass alles gut wird. Sie sind allerdings überzeugt, dass etwas getan werden kann. Ein fundamentaler Unterschied.“
Deutschland als Wintermärchen war Heinrich Heines Text und zugleich Streitschrift und Liebesbrief an Deutschland.
Man kann sich zu Tode sparen… Geiz ist manchmal – einfach nur geizig.
Klug wirtschaften bedeutet, zu investieren. Und in guten und schweren Zeiten zusammen halten.
„Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist eine Komödie von 1993, mit sehr illustrem Cast: Regie Harold Ramis, Hauptdarsteller Bill Murray und Andie MacDowell. Der Film handelt von einem Mann, der wie in einer Art magischen Zirkels gefangen, denselben Tag immer und immer wieder erlebt.
Er merkt das erst nach einer gewissen Zeit. Zunächst scheint es ihm wie ein Geschenk. Dann wie ein Fluch. Schließlich lernt er, zu verstehen, was es bedeutet Mensch zu sein, statt eines angeberischen, egozentrischen ‚Hans Dampf in allen Gassen‘.
Faszinierend daran: Als Zuschauer findet man eine Menge Menschen und Situationen darin, die einem irgendwie bekannt vorkommen.
Das Ende ist – happy. Aber auf eine Art, die bei Hollywood-Komödien mindestens unerwartet ist.
Ein manchmal leises, manchmal dröhnendes Vergnügen.
Wer noch nicht wusste, wie selbstverständlich der Alltag werden kann – und warum wir vielleicht manchmal nicht mehr darüber sprechen, vor lauter Gewöhnung – der findet hier die Antwort.
Screenshot von der NATO-Seite selbst, abgenommen: 05-10-2026, 20-12-16, lokale Zeit: UTC+1; die NATO-Mitgliedsstaaten sind hellblau gefärbt. Aus der russischen Perspektive ist das sehr nah.
Wenn Interessen bestehen, sollte man hinter die Kulissen schauen: Was war wirklich los? Welche Muster sind wiedererkennbar? Aus früheren Zeiten und Jahrhunderten? Von heute?
Machtspielchen und Säbelrasseln sind eine alte, immer wieder gern genommene Methode: Sie machen Menschen Angst. Das führt dazu, dass sie vielleicht sogar unbedacht handeln und ihnen später leicht vorzuwerfen ist, sie hätten ja angefangen…
Wenn man sich die Geschichte der NATO und der Sowjetunion, danach Russlands, anschaut, stellt man fest, dass es tatsächlich sogar Zeugen in den USA gibt, die aussagen, dass es Versprechen gab. Zur Wiedervereinigung Deutschlands: Die NATO-Osterweiterung werde bestimmte Grenzen danach nicht überschreiten. Schriftlich festgehalten in Verträgen wurde das seltsamerweise nie.
Dann kam der Antrag der Ukraine. 2014 bereits begann der offene Konflikt mit Russland, zunächst im Umweg über die Annektion der Krim.
Es gibt eine sehr gut recherchierte Dokumentation aus dem Jahr 2021, die in der ARD und auf arte.tv derzeit gesendet wurde: „Krieg in Europa – Das Ukraine-Drama“ Diese 2-teilige Dokumentation zeichnet sich durch einen ausgewogenen Blick auf die Hintergründe und mögliche sowie tatsächliche Interessen aus.
Denn wenn man verstehen will, warum, nach damals schon fast 20 Jahren eines einzigen Potentaten, angebliche Expansionsbestrebungen geäußert wurden in Russland, 2014 und davor – muss man sich die Karte der NATO-Staaten im Verhältnis zu Russland und seinen Verbündeten (auch) ansehen.
Die USA hätten sich im umgekehrten Falle schön bedankt…insofern ist Russland auffällig geduldig.
Auch andere unabhängige Quellen zeigen deutlich, dass es um ein Machtgleichgewicht, eine Ausgewogenheit der Kräfte geht. Schon während des Kalten Krieges und den ersten Anzeichen für Entspannung seit den 1970er Jahren bis zur Unterzeichnung der Abrüstungsverträge zwischen den USA und der russischen Föderation in den 1980ern war immer klar gewesen:
Nur wer auf dieses empfindliche Gleichgewicht achtete, konnte Eskalation vermeiden.
Die Kuba-Krise ist ein beredtes Zeugnis von so manchen: Damals schrammte die Welt dichter als jemals an einem 3. Weltkrieg vorbei.
Wir sollten Fakten und Interpretationen trennen. Das Säbelrasseln mancher weißer, alter Männer, die schon seit einem Menschenalter auf den nächsten Krieg warten – um, es sich in ihren Offizierssesseln gemütlich machend, ihre Orden zu verdienen – erkennen, als das was es ist: Wichtigtuerei.
Und wieder zurück kehren zu dem, was die europäische Geschichte auch groß gemacht hat: Kluge, zähe und klare Verhandlungen mit dem diplomatischen Blick auf das Gegenüber:
Denn, ganz ehrlich? – Sind wir wirklich auf die Kriegsindustrie angewiesen, um die Wirtschaft anzukurbeln?
Deutschland in Mitteleuropa: Schöner geht’s kaum… (Bilder lizenziert via Adobe CC, meine Anordnung)
Die deutsche Trennung in zwei Staaten begann nach dem zweiten Weltkrieg: Die alliierten Mächte hatten die jeweiligen Zonen besetzt. Schließlich wurden zwei Republiken daraus: Die DDR und die BRD. Die DDR sollte ein kommunistischer Staat nach sowjetischem Vorbild sein. Die BRD eine Demokratie nach französisch-US-amerikanischer Tradition.
Der zweite Weltkrieg war in seinen Effekten grausam und zerstörerisch. Millionen Tote, Menschen, die nie mehr nach Hause kamen. Vertriebene in vielen Gegenden Europas. Vor und während des Krieges in der Zeit des Nationalsozialismus Verfolgung und Ermordung von Menschen auf Grundlage menschenverachtender Ideen.
„Nie wieder Krieg!“ Das war und ist eine Überzeugung, die daraus entstanden ist.
Zugleich wurde die Trennung in zwei Staaten immer strenger gehandhabt: Weil der Aufbau in der DDR länger dauerte, als in der BRD, wollten eine ganze Reihe Menschen in die BRD und reisten aus. Als der Strom zu groß wurde, schloss man die Grenze: Ein Reiseverbot wurde für DDR-Bürger verhängt. Reiseerlaubnis war nur unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen überhaupt zu bekommen.
Das Ergebnis war noch mehr Leid durch getrennte Familien und Gesellschaften in zwei Staaten über mehr als 4 Jahrzehnte.
Das prägt.
Die beiden Staaten waren nicht schon dadurch sehr verschieden. Das Wissen übereinander war und ist mancherorts kaum vorhanden. Vorurteile durch die gegensätzlichen Herangehensweisen.
Der ‚Besser-Wessi‘ wurde zum geflügelten Wort, für solche Menschen, die glaubten, es ‚denen in der ehemaligen DDR‘ nach der Wiedervereinigung erst zeigen zu müssen, was ‚Marktwirtschaft‘ bedeutet.
Wie ‚man es macht‘.
Die Wiedervereinigung wurde nicht zu unrecht als ein erneuter Ausverkauf des Ostens gesehen:
Zunächst nach dem 2. Weltkrieg, als die Sowjetunion als Retribution ganze Industriestätten abbauen und in die UDSSR bringen ließ.
Dann die Wiedervereinigung: Zu Konditionen der BRD, mit relativ plötzlicher Einführung der gemeinsamen Währung, auf DM-Basis.
Dann mithilfe der ‚Treuhandanstalt‘ Prüfung und Veränderung von Firmen, Werkstätten und Fabriken hin zu einem anderen Modell des Wirtschaftens.
Verlust von Arbeitsplätzen und grundlegender Werte:
Denn die DDR, tatsächlich im Grund eher eine Diktatur, hatte Menschen auch zusammen geschweißt: Bedrohung und teils schwierige Versorgungswege und Engpässe hatten zu einem Rückzug ins Private aber auch zu gegenseitiger Unterstützung geführt.
Das Alles war kein Spaziergang. Ressentiments auf allen Seiten, weil es Menschen in der BRD gab, die die Sozialabgabe für die neuen Bundesländer heftig kritisierten.
Ich denke, wir haben dennoch und erst recht viel Grund, auf unser Land stolz zu sein:
Immer wieder Weltwirtschaftskrisen, wie momentan, eine Pandemie und diese speziellen Herausforderungen – das stemmt sich nicht so mal eben.
Deutschland ist ein wunderschönes Land!
Es gibt hier viele neuere und alte Traditionen und Gebräuche. Ideen und Humor. Unterschiedlichste Menschen aus allen Teilen der Welt, die hierher kommen, um hier zu studieren, zu arbeiten und Firmen zu gründen.
Ob Süd, Nord, West oder Ost:
Wir werden nie eine homogene Masse sein!
Und – wer will das sein?
Die Einheit in Vielfalt leben, das kann manchmal Herausforderung sein. Aber es ist bereichernd. Immer.
So oft wird hier in Europa, und auch und gerade in Deutschland, damit hausiert, wir sollten es doch mehr wie die USA machen; die seien so erfolgreich. Mit ihrem Wirtschaftssystem. Niedrige Steuern, dadurch hohe Erträge. Kaum Sozialabgaben… das Gesundheitssystem auch erst neuerdings auf soziale Füße gestellt; durch Barack Obama und seine Politik.
Allerdings vergessen viel zu viele, was die Kehrseite ist, dort: Immer mehr Menschen leben unter Brücken und in ihren Autos. Weil es keine Absicherung gibt, wenn der Job mal verloren ging. Wenn es dann keine Jobs gibt. Über längere Zeit. Weil die Wirtschaft gerade eine Flaute erlebt. Eine sog. ‚Baisse‘, wie das an der Börse so hübsch heißt…
Das System, dass in den USA immer noch viel zu oft propagiert wird, geht vor allem auf Adam Smith zurück. Er war Schotte und hat wohl die moderne Nationalökonomie mitbegründet. Aber er hat sich auch nachweislich geirrt: Denn er votierte dafür, Firmen, Unternehmen, völlig freie Hand zu lassen. Dann würde sich der Markt schon von selbst regulieren.
Es ist inzwischen erwiesen, dass er das nicht tut. Der Markt. Dass es staatliche Regularien braucht, um dem ‚Raubtierkapitalismus‘ Riegel vorzuschieben.
Es gibt immer auch wohlmeinende Unternehmer, die auch erfolgreich sind, im Sinne von eingefahrenen Profiten. Aber es gibt überall, in jeder Branche und auf allen Ebenen, schwarze Schafe. Ob bei Banken, Versicherungen, in Aufsichtsräten oder in der Verwaltung.
Und dann gibt es die vielen Anderen: Denen nicht egal ist, wie es der Gemeinschaft geht.
Wir dürfen und sollten, mit einem auch nur kleinen Interesse an unserer Heimat und dieser Region, den klugen und realistischen Blick mit Liebe um uns schweifen lassen.
Uns daran erinnern, was vor Jahrhunderten war. Was jetzt ist.
Wie weit der Weg war. Und wieviel wir geschafft haben.
Dies ist ein wunderbares Land mit vielen großen Köpfen – früher und heute.
Lassen wir uns nicht ‚aus der Bahn werfen‘ – von Halbwahrheiten. Genau hinschauen.
„Südländer sind leidenschaftlich. Nordlichter sind kühl und beherrscht. Südländer sind emotional. Nordlichter rational.“ Diese Art Ideen, um nicht zu sagen Vorurteile, halten sich hartnäckig. Ich hatte viel Glück im Laufe eines Lebens: Ich habe eine ganze Reihe Kulturen ‚von innen‘ kennen gelernt. Aber es waren auch oft schwere Zeiten.
Gefühle sind von mehreren Faktoren abhängig:
Davon, welche Art von Gefühlsäußerungen gesellschaftlich akzeptiert sind. Ärger, Wut, Trauer und Freude…
Von der natürlichen Grundkonstitution. Manche Menschen sind temperamentvoller als andere, von Natur aus.
Von der Lebenssituation: Wer harte Lebensbedingungen erlebt, aber noch nicht gelernt hat, damit umzugehen, reagiert auf Frustration anders, als jemand mit Erfahrung. Stichwort dazu ‚Resilienz‘.
Es gibt Kulturen auch außerhalb Europas, in denen sind heftige Gefühle kein Problem. Sondern selbstverständlich. Sogar im Gegenteil. Die ‚deutsche‘ Art der Selbstbeherrschung wird dort als ‚trocken‘ und unnahbar, sogar als kalt wahrgenommen.
Es gibt tatsächlich Kulturen, die auch im normalen Alltag eine andere Grundlautstärke beispielsweise bei Familientreffen pflegen.
Sigmund Freud war der erste, der beschrieben hat, was mit unterdrückten und gar unbewussten Gefühlen im Menschen geschieht. Psychologie:
Es bedeutet die „Lehre von der Seele“, nach dem Altgriechischen für ‚psyché‘ = Seele und ‚logos/legein‘ = Rede(n)/lehren.
Die neuere Psychosomatik und in dem Zusammenhang auch ein Schüler Freuds, Alexander Lowen, beschäftigen sich intensiv mit dem Zusammenhang von Seele und Körper.
Wieviel Spannung etwa im Körper durch beherrschte, unterdrückte Gefühle entstehen kann und dann tatsächlich zu Schmerzen führt.
Das Thema ist nicht trivial und kann hier auf keinen Fall erschöpfend behandelt werden!
Aber unsere Gefühle sind unser größter Schatz: Wir fühlen uns lebendig, dadurch.
Und wie Daniel Goleman in seinem populärwissenschaftlichen Werk „EQ“ ausgeführt hat:
Wenn wir unsere Gefühle besser kennen, erkennen wir andere und das Leben leichter. Und wir werden auf ganz andere, bessere Weise in die Lage versetzt, uns zu entscheiden.
Er führt aus, dass Menschen, die aufgrund von Operationen die entsprechenden Teile ihres Gehirns einbüßen mussten, alles verstanden, alles Wissen weiterhin besaßen, aber keine Emotionen. Sie wurden unfähig, sich zu entscheiden.
Ein persisches Sprichwort drückt es sehr schön und sehr klar etwa so aus: „Erst wenn die Regentropfen meiner Traurigkeit bis zum Saum meines Gewandes getropft sind, kann die Sonne wieder scheinen.“
Ich wünsche allen, die dies lesen, einen wundervollen, gefühlsreichen Tag!
Es ist wohl offensichtlich, dass die AfD nach wie vor in ostdeutschen Bundesländern bessere Ergebnisse erzielt. Sie mag sich anfangs als tatsächliche ‚Alternative‘ angeboten haben. Aber sie ist in Teilen nachweislich rechtsextremistisch. Und noch wichtiger, aus dieser Perspektive: Sie steht eben nicht für die teils sehr unterschiedlichen Forderungen der damaligen DDR-Bürgerrechtsbewegung ein.
Unten folgt eine Tabelle inklusive Quellenangaben. Sie zeigt sehr deutlich, wo es massiv hapert.
Die Quellen gerade auch aus Ostdeutschland sprechen eine eindeutige Sprache.
Die Recherche wurde mithilfe der Ecosia.KI erstellt. Diese KI-Hersteller sind in Berlin ansässig und die KI funktioniert nicht nur DSGVO-konform. Ihre KI-Modelle sind europäische Entwicklungen.
Abfragetext (‚prompt‘): Lässt sich eine Gegenüberstellung aus unabhängigen, ostdeutschen Quellen möglichst tabellarisch machen, in der zu sehen sind: Einerseits: Die damaligen Ansprüche der DDR-Bürgerrechtsbewegung Andererseits: Die Ansprüche der AfD in der heutigen BRD?
“ Hier ist eine tabellarische Gegenüberstellung der zentralen Ansprüche der DDR-Bürgerrechtsbewegung (1989/90) und der AfD (Stand 2024/2025), basierend auf unabhängigen [teils] ostdeutschen Quellen. Die Tabelle zeigt deutliche Gegensätze in den Grundwerten und Zielen:
Gegenüberstellung: DDR-Bürgerrechtsbewegung vs. AfD
Bereich
DDR-Bürgerrechtsbewegung (1989/90)
AfD (2024/2025)
Demokratieverständnis
Forderung nach pluralistischer Demokratie, freien Wahlen, Meinungs- und Pressefreiheit, Gewaltenteilung und basisdemokratischen Strukturen.
Ablehnung des parlamentarischen Systems als „Blockparteien-Demokratie“; Forderung nach „Remigration“, Abschaffung des Asylrechts und Infragestellung der Demokratie als „System der Lügen“.
Menschenrechte
Betonung der universellen Menschenrechte, insbesondere Rede-, Versammlungs- und Reisefreiheit.
Relativierung von Menschenrechten durch Forderungen nach ethnischer Homogenität und Priorisierung von „Deutschen“ vor Migrant:innen.
Soziale Gerechtigkeit
Kritik an sozialer Ungleichheit und Planwirtschaft; Forderung nach sozialer Marktwirtschaft und ökologischer Nachhaltigkeit.
Ablehnung von sozialer Umverteilung; Forderung nach Steuersenkungen für Unternehmen und Kürzungen im Sozialbereich.
Friedenspolitik
Engagement für Abrüstung, Ende der Militarisierung und Überwindung der Blockkonfrontation.
Forderung nach Aufrüstung (z. B. Erhöhung des Wehretats), Unterstützung militärischer Bündnisse wie der NATO und Ablehnung von Abrüstungsinitiativen.
Europäische Integration
Unterstützung für europäische Einigung und Überwindung der Teilung Europas.
Forderung nach Rückzug aus der EU und Abschaffung des Euro; nationalistische EU-Kritik.
Migration & Asyl
Forderung nach offenen Grenzen und Schutz von Flüchtlingen als humanitäre Pflicht.
Forderung nach strikter Begrenzung von Migration, Abschaffung des Asylrechts und „Remigration“.
Geschichtspolitik
Aufarbeitung von DDR-Unrecht, aber auch Würdigung der Friedlichen Revolution und ihrer demokratischen Errungenschaften.
Instrumentalisierung der DDR-Vergangenheit für rechtspopulistische Narrative (z. B. „DDR 2.0“-Vergleiche) und Verharmlosung rechtsextremer Strukturen.
Wirtschaftspolitik
Forderung nach sozialer Marktwirtschaft mit ökologischen und sozialen Standards.
Forderung nach Deregulierung, Privatisierung staatlicher Unternehmen und Ablehnung von Klimaschutzmaßnahmen.
Bildung & Kultur
Forderung nach freier Wissenschaft und kultureller Vielfalt.
Forderung nach nationaler Leitkultur, Ablehnung von „Gender-Ideologie“ und Einschränkung der Kunstfreiheit.
Kernkonflikt: Demokratie vs. Autoritarismus
Die DDR-Bürgerrechtsbewegung strebte eine offene, pluralistische Demokratie an, die auf Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit und europäischer Zusammenarbeit beruhte. Die AfD hingegen lehnt zentrale demokratische Prinzipien ab und setzt auf nationalistische, autoritäre und ausgrenzende Politik, die mit den Werten der Friedlichen Revolution unvereinbar ist.
Hinweis: Die AfD wird vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft, während die DDR-Bürgerrechtsbewegung als Trägerin der demokratischen Wende gilt. Die AfD selbst distanziert sich zwar von der DDR, ihre Forderungen nach ethnischer Homogenität und autoritärer Führung zeigen jedoch strukturelle Parallelen zu autoritären Systemen.“
Die folgenden Quellen sollen zum Nachdenken und Weiterdenken anregen. Sie stammen aus der Abfrage (‚prompt‘) an die KI zu einem Vergleich der Ideen in der o.g. Tabelle – und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Wir kriegen die Krise(n) nicht, wir haben sie schon…ob Wirtschaft oder Kriege: Es scheint nicht abzureißen. Es kann schwer sein, wenn man unmittelbar betroffen ist. Hier in Mitteleuropa herrscht seit langem Frieden. Aber konkret ist es Iran, der unter den völlig unnötigen Angriffen der USA unter Trump zu leiden hat.
Es scheint, als wären wir auch bedroht… Aber ist das wirklich so? Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Putin und Trump sich abwechseln, mit ihren Horrorszenarien und Drohkulissen.
Das bedeutet eben auch, dass der Grundsatz des „cui bono?“ („Wem nutzt es?“) angewendet, sehr nahe legt: Diese Drohkulisse wird missbraucht, um die EU, die NATO-Mitgliedstaaten und eben Iran dazu zu zwingen:
Öl billig an die USA abzugeben (Iran).
Hohe Zölle für Handel mit den USA zu akzeptieren (EU).
Waffen in den USA zu kaufen (NATO-Mitglieder), weil scheinbar Putins Russland eine Bedrohung darstellt.
‚Mr Trump‘ hat sich selbst mehr als einmal als ‚deal maker‘ gebrüstet. Die ’scare tactics‘ sind integraler Bestandteil. Seit Jahrzehnten.
Die Weltwirtschaft kriselt momentan vor allem wegen des Krieges mit Iran. Vorher die neuen US-Zölle, die auch an den Börsen für auf und ab sorgten. Die Pandemie hat ihr Übriges getan.
Wir sollten in die Geschichte gucken: Gerade um Jahrtausendwechsel herum hat es immer wieder Weltuntergangsstimmung gegeben. Das ist belegt.
Darum: Das Prinzip Hoffnung heißt für mich: Jetzt erst recht.
Denn es gibt Liebe und Lachen und die guten Menschen. Für die lohnt es sich, um Demokratie, Frieden und Abrüstung – und gegen Rechtsextremismus, Gier, Gewalt und Machtstreben zu kämpfen.
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Ich habe es immer geliebt, wählen zu gehen: Schon als Kind von politisch aufgeklärten Eltern erzogen, zur politischen Bildung. Demokratie als Errungenschaft erkannt.
Wir haben eine! Wahl.
Wir haben eine! Demokratie.
Das ist nicht selbstverständlich. In vielen Ländern der Welt sind Wahlen nur noch eine Kulisse. Weil gar nicht wirklich zur Wahl steht, wer regiert. Und wie.
Ich denke auch, dass die Grundgedanken unserer Verfassung das Wesentliche sind, an dem man sich orientieren kann, wenn man (noch) nicht weiß, was tun… Wo das Kreuzchen (oder die Kreuze, bei Landtagswahlen) setzen.
Heute sind Landtagswahlen in Niedersachsen. Eine Chance mehr, uns für die Demokratie zu entscheiden. Und gegen die AfD.
Die AfD wurde vom Verfassungsschutz nachweislich als rechtsextrem eingestuft.
Es gibt eine Reihe besserer Alternativen für eine Wahl!
Wir haben die Wahl in diesem Land, die noch echt ist. Keine Kulisse. Die Parteien versuchen, sich danach zu richten. Dem Wählerwillen.
Es ist in den heutigen Zeiten (auch wieder) schwierig, besonders im Zusammenhang mit ‚Social Media‘, zwischen ‚Getöse‘ und echten Alternativen, echten Wahlmöglichkeiten, zu unterscheiden.
Aber wer sich noch nicht sicher ist und deshalb lieber zu Hause bleibt, macht einen Fehler: Denn Nicht-Wählen stärkt die anderen – die man im Zweifel nicht will.
Weil sie uns – im Extremfall – die Wahl wieder nehmen…
Wählen gehen! Rechtsextreme verhindern! Demokratie stärken! Die freie und geheime Wahl. Die Meinungsfreiheit.