
Wenn Interessen bestehen, sollte man hinter die Kulissen schauen: Was war wirklich los? Welche Muster sind wiedererkennbar? Aus früheren Zeiten und Jahrhunderten? Von heute?
Machtspielchen und Säbelrasseln sind eine alte, immer wieder gern genommene Methode: Sie machen Menschen Angst. Das führt dazu, dass sie vielleicht sogar unbedacht handeln und ihnen später leicht vorzuwerfen ist, sie hätten ja angefangen…
Wenn man sich die Geschichte der NATO und der Sowjetunion, danach Russlands, anschaut, stellt man fest, dass es tatsächlich sogar Zeugen in den USA gibt, die aussagen, dass es Versprechen gab. Zur Wiedervereinigung Deutschlands: Die NATO-Osterweiterung werde bestimmte Grenzen danach nicht überschreiten. Schriftlich festgehalten in Verträgen wurde das seltsamerweise nie.
Dann kam der Antrag der Ukraine. 2014 bereits begann der offene Konflikt mit Russland, zunächst im Umweg über die Annektion der Krim.
Es gibt eine sehr gut recherchierte Dokumentation aus dem Jahr 2021, die in der ARD und auf arte.tv derzeit gesendet wurde: „Krieg in Europa – Das Ukraine-Drama“ Diese 2-teilige Dokumentation zeichnet sich durch einen ausgewogenen Blick auf die Hintergründe und mögliche sowie tatsächliche Interessen aus.
Denn wenn man verstehen will, warum, nach damals schon fast 20 Jahren eines einzigen Potentaten, angebliche Expansionsbestrebungen geäußert wurden in Russland, 2014 und davor – muss man sich die Karte der NATO-Staaten im Verhältnis zu Russland und seinen Verbündeten (auch) ansehen.
Die USA hätten sich im umgekehrten Falle schön bedankt…insofern ist Russland auffällig geduldig.
Auch andere unabhängige Quellen zeigen deutlich, dass es um ein Machtgleichgewicht, eine Ausgewogenheit der Kräfte geht. Schon während des Kalten Krieges und den ersten Anzeichen für Entspannung seit den 1970er Jahren bis zur Unterzeichnung der Abrüstungsverträge zwischen den USA und der russischen Föderation in den 1980ern war immer klar gewesen:
Nur wer auf dieses empfindliche Gleichgewicht achtete, konnte Eskalation vermeiden.
Die Kuba-Krise ist ein beredtes Zeugnis von so manchen: Damals schrammte die Welt dichter als jemals an einem 3. Weltkrieg vorbei.
Wir sollten Fakten und Interpretationen trennen. Das Säbelrasseln mancher weißer, alter Männer, die schon seit einem Menschenalter auf den nächsten Krieg warten – um, es sich in ihren Offizierssesseln gemütlich machend, ihre Orden zu verdienen – erkennen, als das was es ist: Wichtigtuerei.
Und wieder zurück kehren zu dem, was die europäische Geschichte auch groß gemacht hat: Kluge, zähe und klare Verhandlungen mit dem diplomatischen Blick auf das Gegenüber:
Denn, ganz ehrlich? – Sind wir wirklich auf die Kriegsindustrie angewiesen, um die Wirtschaft anzukurbeln?
NIE WIEDER KRIEG.











