
An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.
(Erich Kästner)
Ob rechtsextreme Parteien oder Krieg und Erpressung oder anderes Unrecht: Wegschauen ist keine Option.

Food for Thought – Honi soit qui mal y pense

An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.
(Erich Kästner)
Ob rechtsextreme Parteien oder Krieg und Erpressung oder anderes Unrecht: Wegschauen ist keine Option.

Toleranz ist die Kunst, Dinge oder Sichtweisen, die man nicht mag, die abweichen, hinnehmen zu können. Als gleichberechtigt. Solange sie nicht schädlich oder lebensfeindlich sind.
„Toleranz f. ‘Duldung, Duldsamkeit’ (Mitte 16. Jh.), später auch allgemein ‘Rücksichtnahme, Großzügigkeit, Aufgeschlossenheit’ und (ab 19. Jh.) ‘zulässige Abweichung vom Nennwert’, aus lat. tolerantia ‘Fähigkeit zu ertragen, Geduld, Duldsamkeit’.“
Soweit das Wörterbuch (Wahrig + Duden: www.dwds.de).
Toleranz kann eine Herausforderung sein, weil sie erfordert, dass Menschen ihre eigene Sichtweise nicht absolut setzen. Sondern Alternativen, das Anderssein, zulassen können.
Das Andere kann aber die eigene Sichtweise infrage stellen.
Das ist nicht unbedingt ein Problem. Denn andere Sichtweisen können neue Eindrücke, neue Ideen oder neue Erkenntnisse ermöglichen.
Es wird dann zum Problem, wenn Menschen sich in ihrer Existenz, in ihrem ‚So-Sein‘ angezweifelt fühlen, weil sie ihre Sichtweise und ihre eigene Person gleichsetzen.
Wenn wir mehr Frieden und Gleichberechtigung in der Welt suchen, dann müssen wir das üben und lehren, wo es angemessen ist, in Schulen vielleicht, aber auch an anderen Bildungseinrichtungen und in Betrieben und Organisationen:
Was bedeutet Toleranz? Wo sind ihre Grenzen? Wie kann sie mich als Mensch bereichern, statt mir Angst zu machen?
Toleranz bedeutet, das Andere anders sein lassen können. Weil ich mich selbst kenne und gut leiden kann. Weil ich Selbstachtung gelernt habe.
Nur wer aufrecht steht, kann die Arme zum Umarmen ausstrecken.

Maslows Pyramide der menschlichen Bedürfnisse zeigt sie in der Anordnung von grundlegend unten zu den Bedürfnissen an der Spitze. Erst wenn grundlegende Bedürfnisse befriedigt werden können, ist es möglich, sich um alles andere zu kümmern.
Es sind Stufen… und diese Stufen bauen aufeinander auf. Fundamentale Bedürfnisse müssen abgedeckt sein, sonst kann ‚mensch‘ sich nicht wirklich um die Erfüllung der weiter oben gelegenen kümmern.
Konkret: Wenn das Auskommen nicht gesichert ist, bleibt der Kopf nicht frei, um sich etwa um Beziehungen ausreichend bemühen zu können.
Vielen Menschen sind solche und andere Dinge nicht bewusst. Oder nur latent in einer Art zugrundeliegender Besorgnis.
Widerstandsfähigkeit den Unbilden des Lebens gegenüber entsteht durch Erfahrung. Durch das Miteinander von Menschen, die auch wissen, was es bedeutet, wenn es schwierig wird. Dass wir als Menschen aufeinander angewiesen sind.
Die tragischen Fälle derer, die alleingelassen werden, sind solche, die verzweifeln. Verzweiflung ist ein tragischer Zustand, denn er bedeutet, dass jemand die Hoffnung auf Leben aufgibt.
Es gibt genügend Hinweise in den guten Texten und menschlichem Wissen der Jahrtausende dazu, was ‚Gemeinschaft‘ bedeutet.
Aber auch solche, die deutlich machen, was Menschen, die ‚entmenschlicht‘ sind, zu tun imstande sind. Schillers Lied von der Glocke* wurde in früheren Jahrzehnten als Pflichtlektüre zum Auswendiglernen in Schulen gelehrt. Er ist nicht umsonst einer der großen Dichter.
Der Glaube an das Gute im Menschen kann durchaus schwer sein; verloren gehen. Aber das Prinzip Hoffnung ist auch eines der ganz großen im menschlichen Leben.
Hoffnung gründet sich auch darauf, dass wir Menschen um uns haben, denen wir wichtig sind. Die uns unterstützen oder trösten, in schweren Zeiten.
Hoffnung.

Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocken Strängen
Der Aufruhr, daß sie heulend schallt
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.
Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher,
Das werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz,
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu,
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt und Länder ein.
Friedrich Schiller, 1799

Gefühle sind im Menschenleben eine sehr starke Kraft. Sie beeinflussen unsere Gedanken, unser körperliches Wohlbefinden, unsere Urteile – und unsere Entscheidungen. Gefühle sind manchmal sehr fundamental und universal. Ob Freude oder Ekel, Angst oder Traurigkeit, alle Menschen kennen sie.
In der Forschung über die Seele, die Psychologie, werden diese menschlichen Regungen und teils auch die dazugehörigen Vorgänge im Körper, Psychosomatik, genau erforscht und beschrieben.
Oft wird es dargestellt und auch teils so erfahren, als wären wir unseren (heftigen) Gefühlen oder Leidenschaften hilflos ausgeliefert. Aber das ist nicht so.
Manchmal empfinden wir heftige Wut, Furcht, Angst oder Traurigkeit. Und dann gute Wege zu finden, sie zu erleichtern, kann wichtig sein. Aussprechen, evtl. auch durch ‚Kissenboxen‘, oder Trost durch liebe Menschen, wenn wir weinen müssen, kann wichtig sein.
Aber es gibt die Möglichkeit, in ruhigeren Momenten unsere Gedanken zu prüfen: Ob wir auch andere Perspektiven finden.
Selbstkritik kann heftig werden. Sie kann uns ohnmächtig fühlen lassen. Schuldgefühle.
Wenn das passiert, kann auch professionelle Hilfe durch gut geschulte, zertifizierte und erfahrene Fachpersonen wichtig sein.
Angst kann sich aber eben auch in nicht ausreichendem Vertrauen gründen: Wenn wir schwere Zeiten erlebt haben, vielleicht auch wiederholt ähnlich: Jobverlust, schlechte Erfahrungen oder Behandlung durch andere, Krankheit und Tod lieber Menschen; dann neigen wir dazu, vorsichtig zu werden.
Kann ich dieser oder jener Person wirklich vertrauen?
Vertrauen.
Vertrauen fällt nicht vom Himmel. Aber es kann im Voraus geschenkt werden, der berühmte ‚Vertrauensvorschuss‘.
Danach kann es wachsen.
Weil wir mit den noch unbekannten Menschen immer vertrauter werden. Schwere Zeiten durchmachen und wissen, wir können uns auf sie verlassen. Vertrauen haben.
Vertrauen kann man aufbauen, zerstören – aber auch wiederfinden. Es sollte gehütet werden, wie ein Schatz. Vertrauen.
Literaturempfehlung zum Thema Gefühle und Alltag:
Daniel Goleman: EQ. Emotionale Intelligenz, 34. Auflage, 1997

Menschen sind ‚Herdentiere‘. Diese Idee ist nicht neu… Sie verkürzt, was das Konzept dahinter ausdrückt: Wie Tiere, die in Herden leben, so haben auch Menschen von Natur aus, einem Instinkt ähnlich, das Bedürfnis, in Gruppen zu leben. Gruppen von solchen Menschen, die sie als sich selbst ähnlich empfinden.
Denn das Andere kann verunsichernd sein. Urängste auslösen.
Wenn Menschen Angst bekommen, so die Forschung, würden andere Hirnareale aktiv, als im Alltag, ohne Sorge oder Angst:
Der ältere Teil des Gehirns, das Stammhirn, wird aktiviert und treibt uns zur Flucht. Oder gar zum Angriff.
Der neuere Teil unseres Gehirns, so die Definition, ist der Neocortex. Er ermöglicht, dass wir komplexe Dinge denken und – Empathie empfinden: Mitgefühl.
Sicherheitsgefühl: Das ist in Herden ausgeprägter, als allein. Auch das ist wohl zentral: Wir wünschen uns Sicherheit und Akzeptanz.
Das geht dann am Einfachsten, wenn alle scheinbar oder tatsächlich ‚gleich‘ sind, sich wohlig in einer Gruppe von Gleichen aufgehend fühlen.
Dass manche Menschen Teil einer Gruppe sein können, obwohl sie eine andere Herkunft haben, eine andere Hautfarbe – oder schlicht eine neue Herangehensweise, ist in manchen Umgebungen ein neues Konzept.
Vielfalt statt Einerlei macht das Leben bunter, fröhlicher – und kann neue Ideen hervorbringen.
Die Waage zu halten zwischen Vorsicht und echter Gemeinschaft in Vielfalt macht Freude – und innovativ.

Paul Watzlawick erzählt sie, die Geschichte vom Mann, der einen Hammer leihen wollte. In seiner „Anleitung zum Unglüklichsein.“ Paul Watzlawick ist Kommunikationswissenschaftler, hat Standardwerke dazu geschrieben, aber der erwähnte Titel ist allgemeinverständlich, die Geschichte kurz nacherzählt:
Ein Mann wollte von seinem Nachbarn einen Hammer leihen. Er denkt sich, hinüber zu gehen. Dann fällt ihm ein, dass der kürzlich einmal so merkwürdig geschaut habe. Und: War da nicht neulich ein Treffen gewesen, auf dem Gehweg, da er ihn nicht zurück gegrüßt hatte? Und überhaupt, waren da nicht auch ein paar Situationen gewesen, an denen er so leicht gelächelt hatte ? Hatte er nicht kürzlich auch die Stirn so komisch gerunzelt? Und wie er das Auto neuerdings parkte… Ging er ihm nicht wirklich aus dem Weg…?!
Der Mann wird immer wütender, denn wie kann ihn der Nachbar so behandeln? Schließlich stürmt er zum Nachbarhaus, klingelt und als der Nachbar öffnet, brüllt er ihn an: „Sie können Ihren blöden Hammer behalten!“
Diese und andere Geschichten in Paul Watzlawicks Buch machen teils auf sehr amüsante und regelrecht lustige Weise deutlich, wie leicht wir Menschen uns das Leben schwer machen, weil wir andere aufgrund von ‚Vor-urteilen‘ einschätzen, die uns kaum noch bewusst sind. Auf diese Weise uns selbst und anderen das Leben unnötig schwer machen.
Woher kommt das wohl?
Es sind die kleinen und großen Gewohnheiten und Sichtweisen, die wir im Laufe unseres Lebens lernen. Sie hängen mit unserer Familie zusammen, aber auch mit der Kultur, in der wir aufwachsen.
Diese Ideen werden zu einer Perspektive auf die Welt, auf das Leben, die wie ein Filter wirken. Das kann es schwer machen, andere Menschen in ihrer Gesamtheit zu erkennen und einzuschätzen.
Viel Kummer und viele Missverständnisse beruhen darauf: Dass wir unsere ‚Filter‘ einsetzen, ohne uns dessen wirklich so recht bewusst zu sein.
Paul Watzlawick war nicht nur Österreicher, er war auch weltweit anerkannter Wissenschaftler.
Sein Buch ist zur sehr vergnüglichen Lektüre empfohlen.
Denn: Lachen ist nicht nur gesund.
Es lässt sich lernen, miteinander in echte Kommunikation zu treten – und (wieder) zu Verständigung zu kommen.
ヽ(•‿•)ノ

Gib Alarm!
Gib Alarm
Sammle Deine Freunde
nicht
wenn die Hyänen heulen
nicht
wenn der Schakal Dich umkreist
oder
die Haushunde kläffen
nicht
wenn der Ochs unterm Joch
einen Fehltritt tut
oder der Muli am Göpel stolpert
Gib Alarm
Sammle deine Freunde
wenn die Karnickel die Zähne blecken
und ihren Blutdurst anmelden
Wenn die Spatzen Sturzflug üben
und zustoßen
Gib Alarm.
Heinrich Böll
Spaziergang nach einer Enttäuschung
Da hätte mich also wieder einmal
eine der hausschlachtenen Ohrfeigen ereilt,
die das eigens hierzu gegründete Schicksal
in beliebiger Windstärke und Zahl
an die Umstehenden gratis verteilt.
Na schön. Der Weg des Lebens ist wellig.
Man soll die Steigerungen nicht noch steigern.
Es war wieder mal eine Ohrfeige fällig.
Ich konnte die Annahme schlecht verweigern.
So ein Schlag ins vergnügte Gesicht
klingt für den, der ihn kriegt, natürlich sehr laut,
weil das Schicksal mit Liebe zur Sache zuhaut.
Tödlich sind diese Ohrfeigen hingegen nicht.
Der Mensch ist entsprechend gebaut.
Jedoch, wenn ich den See betrachte
und die schneeweiß bedeckten Berge daneben,
muß ich denken, was ich schon häufig dachte:
Diese Art Ohrfeigen brauchte es nicht zu geben.
Da rennt man nun die Natur entlang
und ist froh, daß man keinem begegnet.
Die Vögel verüben Chorgesang.
Die Sonne scheint im Überschwang.
Aber innen hat’s ziemlich geregnet.
Die Glockenblumen nicken verständig.
Eine Biene kratzt sich ernst hinterm Ohr.
Und der Wind und die Wellen spielen vierhändig
die Sonnenscheinsonate vor.
Das Schicksal wird mich noch öfter äffen
und schlagen, wie es mich heute schlug.
Vielleicht wird man wirklich durch Schaden klug?
Mich müssen noch viele Schläge treffen,
bevor mich der Schlag trifft! Und damit genug.
Erich Kästner (1899 – 1974)
aus Dr. Erich Kästners lyrische Hausapotheke,
Atrium Zürich, 1936

Thomas von Aquin ist ein großer Name. Große Philosophen und Gelehrte werden gerne als zu groß für den Alltag abgewunken. Aber Thomas von Aquin ist etwas zu eigen, das den Blick aushalten lohnt: Er ist genau, geht an die Wurzeln von Bedeutung und Glauben. „Was ist Gott?“ – „Was ist Wahrheit?“ – „Besitzt der Mensch freie Entscheidung?“
Und er ist dabei realistisch, menschlich, humorvoll und nicht die Spur ‚moralinsauer‘:
„Wer die Geschöpfe herabsetzt, der setzt die Macht des göttlichen Schöpfers herab.“ – „Wir müssen unseren Körper mit der gleichen Liebe lieben, mit der wir Gott lieben.“
Ohne seinen Körper, ohne seine Sinne sei der Mensch kein Mensch, stellt Thomas wiederholt klar, und gegen Schwermut empfiehlt er keine Gebete, sondern ausreichend Schlaf, gute Freunde und – vermutlich augenzwinkernd -:
„Wenn einer sich so sehr des Weines enthielte, dass er dadurch seine Gesundheit schwer belasten würde, so wäre er von Sünde nicht frei.“
(Quelle des Zitats: NDR Kultur Radio, Warum ausgerechnet Thomas von Aquin?)
‚Warum Religion?‘ – könnte man fragen, heutzutage mehr als damals: Wir leben in Zeiten, in denen schon aufgrund der Naturwissenschaften, aber auch der Idee des Positivismus, Zweifel an einer Existenz Gottes allgemein verbreitet sind.
Ein Gott, wie in den großen Religionen als Bild präsent, könnte tatsächlich eine sehr irdische Vorstellung sein.
Aus meiner Sicht hat Erich Fromm eine gute Erklärung gefunden: ‚Religion beantworte die Sehnsucht des Menschen nach Transzendenz.‘
Bei Shakespeare heißt es im Hamlet dazu: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, Horatio, als Deine Schulweisheit sich erträumt.“
Ich denke, sie haben beide recht: Es gibt da etwas, eine Schöpferkraft, die wir nicht ergründen können, etwas, das Leben ‚einhaucht‘ – die Unberechenbarkeit von Anfang und Ende – wie können wir das zu verstehen versuchen?
Thomas von Aquin hat das abendländische Denken über Jahrhunderte entscheidend geprägt. Ich denke auch, dass manche Anfänge der Aufklärung in seiner Art, sich den Wurzeln zuzuwenden, gesicherte Erkenntnis durch die Antworten auf die richtigen Fragen zu finden, spürbar werden.
Klarheit und Freude finden wir, wenn wir wieder lernen, dass Lebens- und Körperfeindlichkeit nicht die Lösung sind.
So, wie in älteren Medizinsystemen schon erkannt, etwa trad. chinesischer Medizin (TCM) oder Ayurveda. In neuerer Zeit auch in der etablierten Medizin durch die Psychosomatik (die ‚Lehre von Seele und Körper‘).
Thomas von Aquin hat das früh verstanden.
Wer das noch genauer wissen möchte, dem sei die oben bereits zitierte Sendung des Radiosenders NDR-Kultur als Podcast zu empfehlen, Manuskript zum Nachlesen inklusive:
Warum ausgerechnet Thomas von Aquin? Eine Wiederentdeckung, von Christian Feldmann (Theologe und Journalist)

Silvester heißt – bilanzieren? Das vergangene Jahr bewerten – und das kommende planen? Oder ist das vielleicht dem Geschäftsleben angelehnt worden: So, wie Jahresabschlussrechnungen für Unternehmen und Firmen gemacht werden müssen, so sollten wir auch im privaten Bereich ‚abrechnen‘? Mit uns selbst und unseren Errungenschaften und Fehlern?
Ich denke nicht: Wir sind Menschen, keine Rechenapparate.
Bilanzen sind für Firmen und Unternehmen notwendig.
Das Leben an sich ist so wenig berechenbar. So viele Dinge passieren, die wir nicht selbst kontrollieren können.
Außerdem: Es gibt immer mal Dinge, die nicht funktionieren, Fehler, die wir machen.
Aber so Vieles ist auch schön, richtig oder einfach freudevoll!
Das Leben in uns und um uns ist menschlich. Ohne die Menschen um uns herum, die uns mögen, lieben oder einfach gern haben, Freunde, Familie, Nachbarn, Kollegen und Kolleginnen und andere Kontakte können wir nicht überleben.
Ich finde, der Jahreswechsel sollte mit der Erinnerung daran begangen werden, wie viele gute Menschen es um uns herum (auch) gibt! Es sie wissen zu lassen, könnte ein Anlass sein:
Im alten und im neuen Jahr: Ich liebe Euch und bin froh, dass es Euch gibt! Danke.
Wo Menschen sind, da wird geredet…das war schon immer so. Aber nicht allen ist bewusst, dass dieses Gerede eigentlich nicht immer ernst zu nehmen ist. Solche nehmen für bare Münze, was eben nur Sensationslust darstellt.
Dieser Song von den Ärzten bringt es recht deutlich auf den Punkt. Der Umgang damit kann manchmal schwierig sein. Denn Gerede wird oft auch hinterm Rücken ausgeführt… Es gibt dann auch noch solche, die meinen, in geradezu kindischer Art und Weise eine Art Test ausführen zu müssen, weil sie Gerüchte bestätigen wollen… Oberflächlich, unangemessen und störend.
Wenn man solchen Menschen begegnet, hilft es, sich privat Luft zu machen.
Um danach angemessen zu reagieren, bleibt eigentlich nur:
Würde bewahren.
Allen, die schon Opfer von oberflächlichem Gerede waren, zum Trost: Es gibt auch die anderen, mit Herz und Verstand, die nicht aus lauter Langeweile Mitmenschen verunglimpfen. Oder ‚testen‘.
Über die anderen, guten freue ich mich immer.
Anmerkung: Inhalt aus früheren, eigenen Texten wiederverwendet.