‚Maskenball‘: Wenn das Gehen erzwungen wird

Ein Schachbrett, dessen Figuren sehr nahe zum Betrachter heftig bewegt wirken.
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Das Muster ist so alt wie die Welt, zumindest die menschliche: Wenn jemand zu unbequem wird – oder zu effizient – oder zu hellsichtig… werden Gerüchte gestreut. Man wühlt in der Vergangenheit und versucht, denjenigen an eingebildeten oder aufgebauschten ‚Vergehen‘ zu packen. Zu Fall bringen.

Das gelingt nicht immer gleich. Wie im jüngsten Falle des Jens Spahn: Die Masken-‚Affäre‘ (hallo?) reichte nicht aus: Denn sie war angesichts der Belastungen einer Pandemie an den Haaren herbei gezogen.

Nun hat man es doch noch geschafft, etwas aufzuspüren, in der ach so schrecklichen Vergangenheit: Ein Verstoß gegen geltendes Recht.

Schwieriges Thema: Leihmutterschaft sollte verboten werden, um Frauen zu schützen, vor einer Art Ausbeutung, im schlechtesten Falle, die finanzielle Not ausnutzt. Sie ist in den USA offenbar noch erlaubt.

Nun ist er auch ‚Geschichte‘, der Herr Spahn. Für ihn vielleicht die bessere Alternative: Er wird nicht mehr im Rampenlicht stehen.

Die Merkel-Regierungen werden lebendig: Alle paar Jahre wurden unbequeme Konkurrenten wahlweise in die Landespolitik abgedrängt – oder nach ‚Europa‘ ‚befördert’…

Wo Menschen sind, da menschelt’s. Ob im Berufsleben, der Politik oder im privaten Bereich. Glücklich, wer einen Garten hat, in den er sich zurückziehen kann.

Manchmal ist weniger mehr….

Was genau ist eigentlich Integration? – Und: Warum Integration?

Bild aus Asterix-Heft, Band 21; ©DELTA Verlag, Stuttgart (dt. Fassung)
Bild aus Asterix-Heft, Band 21; ©DELTA Verlag, Stuttgart (dt. Fassung)

Du weißt, ich hab‘ nichts gegen Fremde, meine besten Freunde sind Fremde, aber diese Fremden sind  nicht von hier.“ Das ist ein Zitat aus der Comic-Serie Asterix. Der Gallier, der 50 v. Chr. gegen die Besatzung der Römer mit viel List und Humor und Augenzwinkern – und der einen oder anderen ‚Rauferei‘ – vorgeht. Sein Dorf wird angeblich verschenkt… die neuen Besitzer sind kaum angekommen und eingezogen, da beginnen die Konflikte.

Es bringt sehr schön auf den Punkt, worum es eigentlich geht, das komplette kleine Zitat ist oben abgebildet.

Integration? Im Wesentlichen bedeutet es, sich kennen zu lernen, mit Geduld und Offenheit.

Wenn man sich das Bildchen oben nicht nur in Bezug auf die gesprochenen Worte ansieht – sondern sich fragt, warum und zu welchen Zeiten solche Aussagen gemacht werden, wird Vieles klarer.

Die Motive ähneln sich, oder sind dieselben. Denn Menschen sind so verschieden nicht. Erst recht, wenn es um die grundlegenden Gefühle geht, die wohl in unserem Stammhirn angelegt sind. Der älteste Teil des Gehirns, der bei Untersuchungen aktiv wird, wenn wir essen, uns fortpflanzen – oder schlicht Angst haben.

Das Gehirn ist aber mit mehr ausgestattet: Wir können auch Mitgefühl empfinden. Komplexe Ideen erfassen und entwickeln. Sprache lernen und nutzen. Aber das sind die ’neueren‘ Teile unseres Gehirns, der Neokortex.

Wenn aber die Angst von uns Besitz ergreift, kann sie alle anderen Fähigkeiten zeitweise ausblenden.
Uns vergessen machen, wer wir auch sind: Fühlende Menschen und Teil von Familien: Vater, Mutter, Tochter, Sohn, Enkel, Großvater, Tante, Onkel…

Das ‚Andere‘ kann schwierig erscheinen, weil es unsere eigene Sicht in Frage stellt: Die andere Art, sich zu kleiden, auszusehen, sich zu benehmen. Plötzlich scheint es, als wäre durch ‚Exotik‘ auch noch ein Reizwort hinzu gekommen: Spannung durch das Neue… das wiederum bedrohlich wirkt.
Eine Bedrohung = Verunsicherung. Der eigenen Werte, Maßstäbe und des eigenen So-Seins.

Wenn dann noch die Sorge um die eigene Zukunft hinzu kommt, ist es leicht, mit dem Finger zu deuten und zu sagen: Da, der ist Schuld, ich habe gar nichts gemacht.
Das Sündenbockprinzip.

Dies sind Muster. Menschliche. Sie kommen leicht vor, überall auf der Welt. Und es gibt Menschen, die aus Machtkalkül genau diese Muster ausnutzen. Die uns vorzumachen versuchen, die Lösung aller Probleme sei ganz einfach:
Alle wegjagen, die anders sind oder scheinen.

Integration bedeutet: Aufeinander zugehen. Sich kennen lernen. Mit Geduld und Offenheit. Es kann bedeuten, dass wir unsere Angst genauer kennen lernen und sie dann ‚in die Ecke‘ verweisen: Sie wird nämlich immer kleiner, wenn wir uns Neuem öffnen und es vorsichtig kennen lernen.

Das Wunderbare daran: Mit anderen Menschen kommen neue Ideen, andere Sichtweisen und sogar kulinarische Köstlichkeiten zu uns: Seien es Pizza, Nudeln oder auch Fleisch am Spieß:
Es ist in der sozialwissenschaftlichen Forschung bereits erweisen, dass Kulturen untergehen, die sich abschotten.

Vielfalt und Innovationskraft, statt Einfalt und Ideenmangel.

Wählen gehen? – JA! – Und was? – DEMOKRATIE! Nein zu Rechtsextremismus

Collage von Bildern, das Brandenbruger Tor, Segelschulschiff Deutschland und ein Strichmännchen, das ein Kreuz in einem Kästchen macht und lächelt.
Bilder: Wikimedia Commons, freie Lizenz und Adobe CC, lizenziert, meine Anordnung

Es gibt eine ganze Reihe etablierter Parteien, die sich durch demokratische und menschenfreundliche Programme auszeichnen. Sie haben unterschiedliche Ideen, die Wirtschaft betreffend. Oder den Umgang mit Sozialhilfe und medizinischer Versorgung.  Aber: Sie stützen die Demokratie.

Die AfD gehört nicht zu diesen Parteien. Sie ist keine Wahl. Der Verfassungsschutz der Bundesrepublik hat sie offiziell als rechtsextrem eingestuft.
Das ist ein Makel. Ein bedeutender.

‚Rechtsextrem‘ ist kein Kavaliersdelikt. Es ist nicht versehentlich eine Laterne umfahren. Oder versehentlich falsch herum in die Einbahnstraße fahren.

‚Rechtsextrem‘ bedeutet, die Demokratie infrage zu stellen. Menschen auszugrenzen. Menschen zu verfolgen. Menschen mundtot zu machen. Sich Geld und Macht zum obersten Ziel zu erklären. Das alles auf der Grundlage von Phrasendrescherei.

Manipulation.
Ausnutzen von menschlicher Angst.

WIR haben die Wahl.

Wir dürfen in diesem Land wählen gehen. Wir dürfen wählen, wen und was uns gefällt. Wir dürfen auf der Straße, in Kneipen, Restaurants oder Cafés – oder online unsere Meinung frei äußern. Die Presse ist frei im Rahmen der Verfassung und kann uns Nachrichten verfügbar machen, die uns helfen, besser zu verstehen.
Besser zu wählen.

Es gab eine Diktatur in diesem Land. Sie war furchtbar. Rechtsextreme Meinungen und Parteien und deren Vertreter sind ihre Nachfolger.

Wir haben viel dazu gelernt. Es geht in diesem Land eigentlich nicht um den Gegensatz zwischen „oben und unten“:

Die Regierung ist Teil unseres Gesellschaftsvertrages.

Dieses Land hat eine lange und ereignisreiche Geschichte, Tradition und Kultur, die nicht durch Hass, sondern durch Aufklärung und Kunst und Wissenschaft, Forschung und Innovation geprägt ist. Darauf können wir auch ohne Rechtsextreme stolz sein.

Es geht um Freiheit, Gleichheit und Mit-Menschlichkeit.

Gemeinsam sind wir stärker.

Nein zur AfD! Demokratie wählen!

‚Knocked Out‘: Das K.O. der Spannung? – Oder die Freude am Spiel: Dabeisein ist Alles… Fussball-WM 2026

Gruppe von Fußballfans, jung und alt mit verschiedenen Flaggen, die in einem Tor stehen, lächelnd.
Bild: Lizenziert via Adobe CC

Spannung und Entspannung: In Spielen, ‚games‘, vor allem solchen, die Wettbewerb beinhalten, wird das ‚mitgeliefert‘, der Kick.
Mitfiebern…
Spannung und Entspannung sind biologisch gesehen das, was uns das Gefühl von Leben vermittelt: Gefühle machen lebendig.

‚Mitfiebern‘ macht also vielleicht ein Gefühl im Leben spürbar, das im Alltag zu kurz kommt. Im Alltag des ‚Business‘, der Geschäftswelt, der Büros, Lagerhallen oder auch Fabriken. Wo Selbstbeherrschung angesagt ist.

Aber ich denke auch, dass in Bezug auf die deutsche Mannschaft dies ein Meilenstein ist.
„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“

Ist nicht auch schon etwas, das Freude macht – dabei sein? Die Gemeinschaft mit anderen Fans zu genießen? Die Freude zu teilen? Ob im heimischen Wohnzimmer, beim ‚Public Viewing‘ oder bei Freunden und Familie?

Niemand kann immer gewinnen.

In unseren modernen, digitalen Zeiten wird immer mehr der Eindruck erweckt, alles sei berechenbar, das Feld, die gegnerische Mannschaft, deren Aufstellung und deren Taktik, bevor das Spiel überhaupt begonnen hat.

Aber selbst KI beruht nicht auf Intelligenz – oder gar Magie, die Sicherheit garantiert. KI ist ein System von Wahrscheinlichkeitsrechnungen (Algorithmen), das genau das tut: Wahrscheinlichkeiten berechnen.

Wenn wir in diesen so sehr vom Geschäftsleben, dem Wettbewerb und im Endeffekt vom Geld als Prestigeobjekt geprägten Zeiten auch im Sport vergessen, worum es geht: Fairen Wettkampf zu führen und – mit Würde verlieren zu können – werden wir wieder verstehen lernen, dass Trainer schassen keine Lösung ist.

Freude am Mitmenschlichen.

Erkennen, dass jenseits der Berechenbarkeit das Glück liegt. Das Glück im Spiel.
Die Freude am Miteinander.

Positive Verstärkung – oder: Visualisieren, Phantasie und – Menschen

Colourful drawing of two cats sitting in the moonlight on a large mushroom, ther backs to the viewer.
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Es gibt unterschiedliche Ideen darüber, wie im Alltag miteinander gesprochen wird. Oder einander geschrieben. Das gilt auch dafür, wie man erklärt, wohin ‚die Reise‘ gehen soll. Wenn etwas vielleicht noch nicht ganz rund läuft. Es gibt nicht nur den Ausdruck ‚konstruktive Kritik‘. In dem Zusammenhang sehr interessant ist die „positive Verstärkung“.

Warum?

Worte sind wirkungsvoll. Sie können geradezu explosive Kraft entfalten. Sie tun das, was man beim Radio nennt:
„Das Kino im Kopf einschalten.“

Worte erzeugen Bilder in unseren Köpfen, besonders, wenn es anschauliche Begriffe sind. Solche, die wir positiv assoziieren:
Brot, Kuchen, kühler Drink, weicher, tiefblauer Samt, duftende Rosen, plätschernde Quelle, im Wind bewegte Gräser…

Das sind Ausrücke, die anschaulich sind.

Das bedeutet auch, dass Fehler oder Missgeschicke, in Worte gefasst, im Kopf Bilder erzeugen. Je nach Kultur werden diese dann zusätzlich verstärkt, weil Fehler als ein großes Problem angesehen werden.

In manchen Berufssparten sind Fehler deswegen ein Problem, weil sie teils dramatische Konsequenzen haben können. Etwa bei Ärzten.

Wenn also über Fehler lang und breit gesprochen wird, womöglich noch mahnend, kann das sehr heftig wirken. Hinzu kommt dann, dass auch kulturabhängig, teils familiär bedingt, Menschen gelernt haben, das „poker face“ zu bewahren, auch in schweren Zeiten. Oder wenn mit heftiger Kritik konfrontiert. Da braucht es dann Erfahrung und Fingerspitzengefühl, Kommunikation zu verfeinern.

Darum ist das Prinzip der positiven Verstärkung so bedeutungsvoll: Sie konzentriert sich darauf, das zu betonen, was schon gut ist. Ziele möglichst klar zu machen.

Ich erhebe trotz manchen Fachwissens nicht den Anspruch auf Vollkommenheit.
Ich habe in einem recht ereignisreichen Leben und durch Hintergrundwissen und Lektüre gelernt, dass es Zeiten gibt, da brauchen wir als Menschen Nachsicht. Zeiten, da müssen wir Nachsicht haben.

Im Alltag. Wer bewusst und wiederholt den Regeln des Anstands oder den Gesetzen zuwider handelt, ist sowieso ein anderes Kaliber.

Aber ich nutze diesen Blog immer wieder gerne, um Aufmerksamkeit auf Ideen zu lenken. Oder Prinzipien zu verdeutlichen. (Oder auch einfach mal Luft abzulassen…)

Ich wünsche allen, die dies lesen, viele Möglichkeiten, positive Verstärkung zu üben und zu erleben.

„Pick Your Battles“ – Sich Auseinandersetzungen aussuchen – Provokationen…

Streit, so sagt man, sei menschlich. Verbreitet. Unausweichlich. Das ist immer dann richtig, wenn Beteiligte das glauben. Dass man sich streiten müsse. Oder sich auf jeden Fall provozieren lassen; weil jemand anderer gerade Aufmerksamkeit braucht…

Das Konzept der „gewaltfreien Kommunikation“ ist eine schöne Idee davon, wie man (frau auch) das Leben mit Lösungen zubringt. Statt mit Problemen. Wahr ist auch, dass manche Menschen dazu neigen, sich ihr Leben durch ausgedachte Geschichten interessant zu machen.

„Die Ärzte“ haben dazu ein eher bissiges Lied gemacht, dass dieses Phänomen wunderbar auf den Punkt bringt.

In einem langen und teils sehr schweren Leben habe ich gelernt, dass Auseinandersetzungen viel Kraft kosten können. Die Art Kraft, die man nach heftigen Gefühlen vermisst, wenn man sich danach fühlt, „wie aus dem Wasser gezogen“.

Mit manchen Menschen ist eine Auseinandersetzung auch völlig überflüssig, weil sie wie die Sophisten im alten Griechenland sich durch ständige Themenwechsel jeder Art Argumentation entziehen.

Wahlweise werden sie ‚pampig‘. Oder beleidigend.

Ich freue mich immer über die weltoffenen, freundlichen und selbstständigen Menschen, die ihre Mitmenschen nicht zur Unterhaltung benötigen.

„Pick your battles“: Die englische Variante dazu. Sich aussuchen, mit wem man warum Streit anfängt. Oder eben nicht.

KI, Europa und die Zukunft: Stärken stärken – ist das Gebot der Stunde

Bild: Lizenziert via Adobe CC

Wir neigen in Europa, aber auch in Deutschland, zu harscher Kritik: In den USA haben sie die hohe Kunst des Selbstmarketings tatsächlich zu so etwas wie einer Kunst entwickelt.
Man behauptet einfach so laut wie möglich und so oft wie möglich, dass man das Rad erfunden habe. Irgendwann glauben es – ziemlich viele.

Aufholbedarf in der KI-Entwicklung  und die große Abhängigkeit Europas von US-Amerikanischen Infrastrukturen und Rechen- und Datenzentren sind seit den Zeiten der ‚Trumpisten‘ schmerzlich bewusst geworden.

Wie lang? – 3 Jahre? 4 Jahre? Seit ChatGPT veröffentlicht wurde, seit die jetzige US-Regierung grausame und macht- und geldverliebte Allüren überall auf der Welt ausbreitet.

Wir dürfen uns auf die Schulter klopfen!

Europa ist das kulturreichste, vielfältigste Wirtschafts- und Handelsgebiet der Welt! Große Geschichte und eine demokratische Tradition, die sich sehen lassen kann!

Seit mehr als 250 Jahren haben wir konkrete Demokratien entstehen lassen können – und das antike Konzept weiter entwickelt!

Wir arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen zum Wohle der Bevölkerung, Sicherheit und Frieden, die nicht nur Super-Reiche berücksichtigen, sondern geeignet sind, Menschen zu schützen. Vor Cyberkriminalität, vor dem Missbrauch von KI. Vor der Ausbeutung von Arbeitnehmern. Vor zu großer Ungleichheit – durch soziale Systeme.

Wir mögen zurück liegen, in manchen Entwicklungen. Aber warum? Weil wir Jahrzehnte lang gelernt hatten, dass die USA ein verlässlicher Partner seien. Also verließen wir uns darauf: „Passt schon.“

Wir fangen an. Das ist ein guter Schritt!

Ein wunderbares, persisches Sprichwort lautet: „Immer, wenn Du einen Fisch aus dem Fluß angelst, ist er frisch.“

Mut und Zuversicht sind angebracht!

Wir haben Intellektuelle und Forscher in Europa, die wegweisend sind.

„Immer, wenn Du einen Fisch aus dem Fluß angelst, ist er frisch.“

Die Feigenblatt-Methode: Hauptsache ‚Problem gelöst‘? – Die Scheinlösung für ein Nicht-Problem

Die heilige Familie auf der Flucht nach Bethlehem.
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Integration: Das bedeutet, ‚Besuch willkommen heißen‘. Sich annähern und voneinander lernen.

Es ist eine altbekannte Methode und sie wird immer wieder gerne genommen: Ein Schein-Problem aus der Schublade holen, es schön aus- und aufklopfen, in grellen Farben darstellen – und dann mit viel Trara eine Lösung präsentieren. Seit Jahrzehnten ist es das gleiche Bild: Immer, wenn es wirtschaftlich eng wird, Menschen in Scharen arbeitslos werden, wird nach ‚Schuldigen‘ gesucht.

Scheinbar unterfüttert von Statistiken, die keine sind, weil sie die Perspektive verzerren:

Was wäre unser Land damals gewesen, als Italiener und Türken zu Hunderttausenden zu uns kamen, um nach dem II. Weltkrieg beim Wiederaufbau zu helfen? Dringend benötigte Arbeitskräfte zu stellen?

Seit Jahrzehnten ebenso, sind die Geburtenraten rückläufig. Das heißt auch, dass uns nicht nur Fachkräfte fehlen. Auch das Rentensystem, das schon länger unterhöhlt wurde, weil alle ihre eigene Kasse haben…bricht fast zusammen.

Pflege: Was wären wir ohne Zuwanderer?

Aber auch: Was wären wir ohne die Bereicherung durch die Kultur derer, die zu uns kommen?

Einst waren sie scheinbar merkwürdig: Pizza, Nudeln und Kebap & Co. Heute sind sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber auch Tanz, neue Perspektiven und eine andere Art der Gemeinschaft können wir finden.

Menschen sind keine Klappstühle.“ So hat es Reporter, Kabarettist und Journalist „Alfons Puschelmikro“ ausgedrückt.

Sind sie nicht. Wie würden wir uns fühlen, würde man uns zu ‚Klappstuhl-ähnlichen‘ Lebewesen degradieren? Wir würden uns schön beschweren!

Millionen sind es, die unser Land auch wirtschaftlich bereichern, weil sie Firmen gründen und Arbeitsplätze schaffen.

Darum sind die Statistiken falsch.

Die Themen werden uns aufgezwungen. Interessanterweise sind die Wahlergebnisse für rechtsextreme Parteien immer dort am höchsten, wo es keine Zuwanderer gibt. Wo also keine Bekanntheit hergestellt wurde. Allenfalls Konfrontation, weil urplötzlich in einer Landgemeinde Zuwanderer angesiedelt wurden. Ohne gute Unterkunft. Und ohne vernünftige Rücksprache.

Diese Dinge können eine Herausforderung sein. Dass sie versucht werden, ist schon ein Schritt. Aber zu glauben, Menschen könnten wie ‚Klappstühle‘ behandelt werden, ohne dass ihre Seele – oder unsere – Schaden nimmt, ist beinahe naiv.

Der Mensch ist mehr, als die Summe seiner Teile. Ein Land wird durch Zuwanderer bereichert. Das war schon immer so. Sich abschotten hieß, auch historisch und anthropologisch, kultureller Niedergang.

Lassen wir uns nicht zu Instrumenten derer machen, denen Macht und Geld alles bedeuten. Anstand und Menschenwürde nichts.

Themenzwang: AfD? Nein zu Rechtsextremismus und Macht – durch Geld und Marketing auf Social Media

Collage der genannten Photos
Berlin, Nordsee, Allgäu, Köln und der Dom (Bilder lizenziert via Adobe CC, meine Kombination)

„Menschen sind keine Klappstühle“. So hat es ein wunderbarer Zuwanderer hier in Deutschland aus Frankreich, ‚Alfons Puschelmikro‘ ausgedrückt, Journalist und Kabarettist. Wenn wir uns Themen aufzwingen lassen, haben wir schon halb verloren. Als Demokraten. Als Menschen, denen ihre persönliche Freiheit wichtig ist. Entscheiden über – meine Meinung, aber auch über meine Lektüre, meine Zeitung, mein TV. Mein Kino oder Theater. Mein Rederecht!

Wir sollten die internationale Komponente im Auge behalten: An die Führung der AfD, so ungern ich Sie adressiere: Haben Sie sich schonmal gefragt, warum Menschen wie Trump Sie ‚umgarnen‘? Vielleicht, weil Deutschland noch stark ist, international?

Was glauben Sie, wird passieren, wenn Sie tatsächlich Regierungsverantwortung übernehmen? … Soweit Sie noch am Geld vorbei denken können, habe ich es Ihnen vielleicht jetzt spätestens verdeutlicht.

Hier geht es um viel Geld und viel Macht. Wenn Sie Trump und Co. gewähren lassen, können wir mit Ergebnissen wie beispielsweise damals in Chile rechnen:
Ein linksgerichteter Präsident Allende wurde von US-amerikanisch unterstützten Parteien gestürzt.

Die Folgen waren grauenhaft: Über 40 Jahre Diktatur, Folter, Menschenverschleppung und -ermordung im Namen einer ‚Regierung‘, die keine war. Zugunsten der Interessen der USA.

Der Iran-Krieg: Eine reine Augenwischerei. Die Trump-Administration hat die derzeit gültigen Vertäge zur Kontrolle der Uran-Anreicherung mit Iran, international als wirksam bestätigt, in  2018 aufgekündigt.

Aber Deutschlands Stimme in internationalen Gremien hat viel Gewicht. Darum auch haben wir den UN-Sicherheitsrat ‚verpasst‘:
Die Handelsbilanzen mit den USA genauso wie unsere Ergebnisse in Forschung und Wissenschaft zeigen immer wieder eindringlich, dass dies historisch und aktuell ein starkes Land ist.

Solange wir mit daran ‚feilen‘, Deutschland immer kleiner zu reden, es in Grund und Boden zu kritisieren, werden wir am Ast sägen, auf dem wir sitzen.

Nein zu Macht, Geld und Gier: Dieses Land ist soviel mehr, als ein Haufen Probleme!

Das „Internet of Things“: Geräte mit Lauschfaktor… oder „Schöne neue Welt“

Silhouette einer Skyline vor einem Morgenhimmel, davor eine angedeutete Globusform, daneben eine menschliche Hand, die ein Smartphone hält, mit dem Symbol für verbundenes Netz in der Mitte Bildschirms.
Bild: Lizenziert über Adobe CC

IoT ist die internationale Abkürzung: „Internet of Things“ , „Internet der Dinge“ (Link zum deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik). Klingt beinahe fadenscheinig, wie ein ‚Wortgeklingel‘. Oder eine von den billigen Marketingmaschen.

Aber es hat realen Hintergrund in der Tatsache, dass wir nicht nur Smart Phones sondern auch viele andere Geräte im Alltag nutzen, die ’nach Hause telefonieren‘, so der saloppe Ausdruck dazu: Sie sind netzwerkfähig, sammeln Daten und auch unser Nutzerverhalten und schicken diese Daten an Hersteller, Betreiber oder auch Adressenkäufer: Firmen, die Adressen oder Daten kaufen, um sie zu Vertriebszwecken und effektiverem Marketing zu nutzen.

Da mit unseren Daten schwunghaft Handel getrieben wird, auch und gerade außerhalb Europas, insbesondere in den USA oder China, lohnt es sich, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Ich möchte gerne sicher sein können, dass ‚privat‘ bedeutet, ‚Privatsphäre‘. Ich mag nicht gerne abgehört werden. Ich denke, dass es manchen von uns gar nicht bewusst ist, woher es kommt, dass uns etwa Bücher am Handy zu Themen angeboten werden, die wir erst kürzlich diskutiert haben.

Ich stelle alles ab, bin lieber ruhig: Es ist so leicht möglich, dass jemand auch ‚Selbstgespräche‘ hört – und völlig falsche Schlüsse zieht.
Wenn ich etwa wütend bin.

Aber, wie oft werden schon im normalen Alltag Dinge anders interpretiert, als gemeint? Missverständnisse sind so leicht möglich. Erst recht zwischen Menschen verschiedener Fachrichtungen.

Da sollen dann einzelne, abgelauschte Sätze, dazu aus dem Kontext gerissen, weil die Auslöser nicht hörbar sind, einen guten Eindruck vermitteln?

„No, Sir.“ Mit anderen Worten: Ich mag meine Privatsphäre. Ich erkläre gerne, das merkt man auch an diesem Blog.
Darum versuche ich im Alltag genau das zu tun: Direkt, ob schriftlich oder mündlich, echte ‚Nachrichten‘ zu versenden.

Privatsphäre ist ein Menschenrecht. Aber nicht alle Hersteller sind da verlässlich…