Waldbrände, Angriffe auf Zugbegleiter: „Es brennt in Deutschland“ ? – Jetzt wählen gehen: NEIN zu AfD und Menschenfeindlichkeit!

Füße auf einem Holzboden, davor ein Schild, mit Pfeil in Laufrichtung und der Aufschrift: "Kommunalwahl"
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„Wer nicht will, der hat schon…“? Ist die andere Form solcher Sprüchlein – Zugbegleiter angreifen? Ja, geht’s noch? Ungeheuerlich! Sie halten jeden Tag den Kopf hin, für Probleme, die sie nicht verantworten können. 

‚Jungs‘ und ‚Mädels‘ da draußen, reißt Euch mal wieder ein bisschen zusammen!
Das Leben ist kein Wunschkonzert!
Nur weil die Werbung, Social Media (’social’…?) oder Hollywood-Filme der seichten Art das vorgaukeln, ist es trotzdem nicht so.

Wie wäre es, wenn Ihr zur Abwechslung mal in Länder geht und dort lebt, wo keine Meinungs- und Pressefreiheit herrschen. Wo es überhaupt keine vernünftige Infrastruktur gibt.

Kein Rotes Kreuz, das Retten kommt.
Keine Feuerwehr, die Keller auspumpt und riesige Brände löscht.
Keine Polizeikräfte, die auch mitten in der Nacht kommen und Menschen beschützen.
Oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens.
Kein funktionierendes Gesundheitssystem, das hilft. Medizinisches Personal, die sich auf allen Ebenen während der Pandemie fast zu Tode geschuftet haben.

Es gibt hier Restaurants, Kinos, Bars, Tanzlokale, Theater, Opern und Universitäten und Forschung von Weltruhm!

Dieses Land hat eine lange, wissenschaftliche, künstlerische, literarische und philosophische Tradition. „Das Land der Dichter und Denker“ wurde es genannt. Das trifft auch heute zu.

Es ist auch unnötig, wegen Waldbränden einen Bundeskanzler auszupfeifen: Der regierende Bürgermeister vor Ort hatte ihn gebeten, nicht zu kommen, bevor die Brände gelöscht seien.

Das macht sehr viel Sinn, denn ein Bundeskanzler als Regierungsoberhaupt muss, wie alle anderen Regierungsoberhäupter, mit einem großen Aufgebot auch an lokalen Sicherheitskräften geschützt werden.
Mitten in einem Großbrand? Hallo?

Wenn schon Zugbegleiter nicht mehr sicher sind?

Sehr geehrte Damen und Herren da draußen, bitte vor dem Pfeifkonzert den Kopf einschalten!

Nur wegen eigenem Alltagsfrust andere Menschen anzupöbeln, egal auf welcher Ebene, ist keine Lösung.

 Dies ist eine Staats- und Lebensgemeinschaft. Wenn wir in schweren Zeiten nicht zusammenhalten, was soll dann wohl werden?
Rechtsextremen wie der AfD Tür und Tor öffnen? Auf dass es noch schlimmer werde?

Nein, danke: NEIN zu AfD und Rechtsextremismus, Frauenhass, Menschenfeindlichkeit und Diktatur.

JA, zu Demokratie, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit = Mit-Menschlichkeit!

Jura, Juristen und die Sprache: Alles ‚Bashen‘? Recht und Rechtsprechung in Deutschland

Collage aus modernem Büro mit einer
Bilder von Gordon Johnson und u_4ae2nmfhdb auf Pixabay

„Juristendeutsch“: Das ist ein recht alter Begriff für die Tatsache, dass Juristen oft ein Deutsch sprechen, das Nicht-Juristen fremd, um nicht zu sagen, unverständlich, erscheint.

Manchen Menschen ist das unangenehm. Weil sie sich vielleicht herabgesetzt fühlen. Als wären sie selbst ungebildet und könnten Deutsch nicht richtig.

Aber Tatsache ist auch: Jura und Gesetze und Rechtsprechung haben sich über Jahrhunderte weiter entwickelt. Das BGB, das bürgerliche Gesetzbuch Deutschlands, geht in seinem Kern auf das römische Recht zurück und das ist über 2000 Jahre alt.

Warum aber müssen denn Gesetzestexte so verschwiemelt, scheinbar, oder verklausuliert und fast wie mit X Knoten versehen daher kommen, so dass ein Durchschnittsbürger Mühe hat, sich einen Reim darauf zu machen?

Es liegt daran, dass Sprache nicht wie strenge mathematische Formeln funktioniert. Wenn man sich nur ein wenig Mühe gibt, ist es oft sehr leicht, Sätzen und Ausdrücken zwei- und mehrdeutige Bedeutungen ‚anzudichten‘, ‚herauszulesen‘.

Aber das gerade sollte soweit es geht, in der Rechtsprechung, also vor Gericht, vermieden werden: Denn je unklarer und mehrdeutiger ein Gesetz formuliert ist, je mehr Auslegungsmöglichkeiten es zulässt, desto schwieriger und langwieriger wird die Urteilsfindung in Prozessen. Denn natürlich sind nicht nur Richter jahrelang geschult, also studieren Jura, werden dann an Gerichten in Prozessrecht geübt; auch Anwälte sind es.

Aber auch Gesetzestexte entwickeln sich. Schon vor mehr als 20 Jahren wurde im Bundestag darüber debattiert, und entschieden, wie und dass Gesetze verständlicher werden könnten und sollten.

Dennoch: Dieses Thema ist nicht trivial, und viele der Juristinnen und Juristen, die mit Leib und Seele dafür arbeiten, dass die deutsche Rechtsprechung gut ist, verdienen unseren Dank und unsere Anerkennung. (Schwarze Schafe gibt es leider überall, ob da oder dort…)

Aber, wir leben in einem ‚Rechtsstaat‘; der Schwächen hat.

Es bedeutet, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Rechte und Pflichten einzuklagen. Ja, sogar die Pflichten: Würde ich in der Ausübung meines Amtes oder Berufes verhindert, wäre das je nach Fall … einklagbar.

Es bedeutet, dass wir auch die Politiker oder Behörden, die uns falsch behandeln oder ihre Arbeit nicht tun, zur Rechenschaft ziehen (lassen) können.

Das ist, weltweit betrachtet, nicht selbstverständlich.
Eine starke Errungenschaft der Demokratie, in der wir leben.

Das Militär, der Kadavergehorsam und die Verantwortung des Einzelnen: Lehren aus Diktaturen

Ein smiley, das grimmig und brüllend erscheint, mit Helm auf dem Kopf und salutierender Hand an der Stirn.
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Wenn wir eines gelernt haben, in den letzten 80 Jahren, dann dies: Unbedingter Gehorsam, ‚Kadavergehorsam‘, endet, wo Menschenrechte beginnen. Nicht nur die Diktatur zur Zeit des Nationalsozialismus sondern auch frühere und heutige Diktaturen zeigen es immer wieder:  Die Muster wiederholen sich.

Darum ist die Erinnerung an die Verantwortung jedes Einzelnen so wichtig. Niemand kann uns die Entscheidung abnehmen, ob wir an Krieg teilnehmen. Oder ob wir menschenverachtende Taten verüben, an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt sind.

Wer das in Frage stellt, womöglich mit so albernen Vergleichen, wie die Entscheidung einer Regierung zum Kriegseintritt, macht sich des Trittbrettfahrens verdächtig: Wenn etwas Aufsehen erregt, schnell mitschreien, um auch Aufmerksamkeit abzubekommen.

Kant hat es in seinem kategorischen Imperativ so ausgedrückt:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Das ist keine Vorschrift, sondern ein Maßstab: Wenn alle es täten, wäre es immer noch in Ordnung?

Wahlen – Ergebnisse – Italien… und die Wahrheit

Der Reichstag in Berlin, bei Sonnenschein, eine kleine Figur vor einem Wahlzettel, lächelnd und die Zahl 2025.
(Bilder lizenziert Adobe CC, meine Anordnung)

Die Partei Bündnis Sarah Wagenknecht hat die Bundestagswahlen 2025 angefochten. Genauer: Sie haben eine Neuauszählung der Stimmen gefordert. Die 5%-Hürde knapp verfehlt. Allerdings: Das ist auch anderen Parteien schon so gegangen.

Die Ideen und Werte sind durchaus solide. Allerdings ist mir diese Fokussierung auf eine Person schon immer etwas suspekt gewesen. Ich denke auch, dass Machtbedürfnis nicht nur Männer heimsuchen kann. Wenn eine gewisse Zeit ins Land ging, in der ein Mensch öffentliche Aufmerksamkeit genoss, das eigene Wort etwas bedeutete – dann kann es schwer werden, davon zurück zu treten.

Dass Macht Menschen korrumpieren kann, ist eine alte Weisheit. Aber wir leben nicht nur in einer soliden Demokratie. Wahlen anfechten muss ebenfalls solide begründet werden. Auch ein knappes Ergebnis allein ist kein Zeichen für einen Mangel in der Durchführung.

Viele Parteien haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten darunter leiden müssen. Ob die FDP, die Grünen oder CDU und SPD: Sie alle haben schon heftige ‚Wahlschlappen‘ einstecken müssen.

Ich denke, dass wir mit Sorgfalt und Korrektheit gerade politische Fragen auf solider rechtlicher Grundlage behandeln und klären sollten. Aber es sollte nicht werden, wie scheinbar in Italien:

Alle Augenblicke finden Neuwahlen statt. Dabei entsteht der Eindruck, sie sind der Lückenbüßer für die Fußball-WM und -EM: Ein nettes TV-Event, um die Zeit angenehm aufregend rumzubringen, bis wieder Zeit ist, für Fußball – oder Wahlen. Was im Lande geschieht, scheint keine Frage der Regierung mehr zu sein…

Hannah Arendt und „Die Banalität des Bösen“ – oder: Die Wahrheit hinter dem ‚Monster‘

Foto: Barbara Niggl Radloff, „Hannah Arendt auf dem 1. Kulturkritikerkongress“

Die Banalität des Bösen ist Hannah Arendts Schrift auf Grundlage ihrer Beobachtung des Prozesses gegen den Kriegsverbrecher  und Nationalsozialisten Adolf Eichmann in Jerusalem, 1961. Sie wurde und wird teils immer noch heftig diskutiert und Arendt wurde zeitlebens dafür kritisiert.

Ich selbst bin zwei Generationen jünger. Aber ich kann ihre Sichtweise voll unterstützen:
Auch noch zu meiner Jugendzeit gab es die generelle Idee von der ungeheuerlichen, unvorstellbaren Grässlichkeit der Nazis, der NSDAP, und insbesondere Adolf Hitlers als Vorsitzendem und Reichskanzler.

Grausamste Verbrechen wurden begangen und schienen beispiellos. Also wurden die Täter in die Ecke der ‚Monster‘ abgeschoben: Charakterlich deformierte, geradezu gestörte Wesen, die kaum etwas Menschliches an sich hätten.

Aber das entzieht sie nicht nur ihrer Schuld, weil sie beinahe als unzurechnungsfähig escheinen. Es lässt auch Ursachen und Muster im Dunkel, die durch genaue Analyse und echtes Hinschauen erkannt und künftig verhindert werden können.

Gerade die Art, wie Eichmann sich auf scheinbar völlig alltägliche Weise der Verantwortung zu entziehen versuchte, musste entlarvt werden als das, was es war: Der traditionelle, militärisch geprägte ‚Kadavergehorsam‘.

Niemand ist verantwortungslos, das ist der Kern der Erkenntnis aus diesen und ähnlichen Diktaturen und deren Gräueltaten, früher genauso wie heute.

Auch Hannah Arendt berief sich auf Kants kategorischen Imperativ: Er besagt, dass jeder Mensch zu jeder Zeit für seine oder ihre Taten volle Verantwortung trägt:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Zu Ende gedacht bedeutet es nicht eine Vorschrift, sondern einen Maßstab: Wenn alle es täten, wäre es dann auch in Ordnung?

Menschen sind gelegentlich krank und das kann festgestellt werden. Aber die heutigen Rechtsextremen genauso wie erklärte frühere und heutige Nazis waren weder Monster noch im engeren Sinne krank. Sie waren und sind macht- und geldgierig – und manipulieren jene, die womöglich einen Groll hegen oder Geltungsbedürfnis ausleben wollen.

Erst wenn wir solche Muster erkennen, können wir auch den folgenden Generationen deutlich machen, worum es geht:

Menschenwürde – und die Menschenrechte:

Die Grundfesten unserer Demokratie: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit = Mit-Menschlichkeit

„Fehlerkultur“? – „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ – oder: Der Unterschied zwischen Angst, Feigheit und Mut

Schwalbe, die ein Bad nimmt.
Bild: Wikimedia Commons, Creative Commons Lizenz – courtesy Prasan Shrestha: „Barn swallow taking a bath“

Die eine Schwalbe, die den Sommer nicht verkündet: Sie ist sprichwörtlich im Deutschen dafür, dass wir einzelne Ereignisse nicht als Anzeichen für eine Regel betrachten dürfen. „Fehler“ werden so genannt, weil sie Ausnahmen sind.
<Scherz an>Wenn Fehler zur Regel würden – könnten sie eine Marktlücke füllen…<Scherz wieder aus>

Seit geraumer Zeit wird der Begriff „Fehlerkultur“ im Deutschen gebraucht und diskutiert. Ich bin vor vielen Jahren schon in der Didaktik der Medizin damit konfrontiert worden, als ich in der Forschungsadministration beschäftigt war.

Im Englischen gibt es seit 1999 den Begriff der ‚psychological safety‘. Selbst Marktgiganten, wie Google haben sich damit befasst und mit den Auswirkungen auf Arbeitsatmosphäre und -qualität.

In diesem Zusammenhang kommen Angst, Mut und Feigheit zur Sprache. Wir werden oftmals erzogen zu glauben, dass Angst und Feigheit dasselbe seien. Dagegen Mut bedeute, keine Angst zu haben.

Das ist ein Trugschluss. Möglicherweise auf den Ideen des Militärs beruhend, die immer wieder auch ihren Niederschlag im Geschäfts- und Privatleben finden. Denn echte ‚Helden‘ sind natürlich ‚furchtlos‘.

Aber sowohl Psychologie als auch Anthropologie und eben auch Medizin haben längst erkannt, dass Angst zu den grundlegenden Emotionen gehört.

Wenn wir unsere Angst zu katalysieren lernen; lernen, mit ihr umzugehen, verstehen, dass sie kein Manko ist, sondern menschlich; dann werden wir in die Lage versetzt, neue Wege zu gehen.

Vielleicht das Beste, was man mit Fehlern tun kann, ist:

    • Verstehen, dass sie wie die eine Schwalbe, eine Ausnahme sind, keine ‚Regel‘.
    • Aus ihnen lernen, um neue und vielleicht bessere Wege zu gehen, wenn es um’s ‚Geschäft‘ geht.
    • Neue Wege zu finden, mit Menschen in Kontakt zu kommen und gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Echte Beziehungen.

Denn eines ist auch klar: Feigheit ist eine Möglichkeit, mit Angst umzugehen. Sie kann aber schlimmere Folgen haben, als die Angst selbst. Weil sie Fehler verwischen oder unter den Tisch kehren macht, die besser klar wären. Um sie beheben zu können. Oder künftig zu vermeiden, weil man neue Wege gefunden hat.

Mut ist nicht Abwesenheit von Angst. Mut ist, Angst zu haben und trotzdem mit klarem Kopf zu tun, was nötig oder wichtig ist.

Das Sparen, die Politik und der politische Gegner: Manipulationen – oder: Von China und dem ‚Kaputtsparen‘

Bild von zwei Flamingos, die in einer Wolkenlandschaft zu schweben scheinen..
Image by Дмитрий Бирюков from Pixabay – „Wolkenkuckucksheim….“

„Schulden sind schlecht. Staatsschulden? Die für unsere Kinder. Das ist richtig schlecht.“ Sehr simple ‚Botschaften‘. Simpel? Genau. Zu simpel. Diese und ähnliche Formulierungen werden immer dann aus der Schublade geholt, wenn es darum geht, den politischem Gegner irgendwo zu packen, weil andere Argumente gerade fehlen.

Oder weil man es simpel mag, denn viele Menschen lassen sich immer noch viel zu leicht davon einwickeln.

Aber wir müssen unterscheiden, wofür Schulden gemacht werden, warum. Und was sie wirklich bedeuten.

Wer sich mit Finanzen und der Finanzwirtschaft und mit Betrieben und Betriebswirtschaft ein wenig auskennt, der weiß, dass Schulden, also Kredite, an den richtigen Stellen gang und gäbe sind. Sie dienen dazu, beispielsweise ‚vorzufinanzieren‘. Waren und Dienstleistungen herstellen zu können, weil die Rohstoffe eingekauft werden können, um sie anschließend gewinnbringend absetzen zu können.

Aber: Das ist die Wirtschaft.

Ein Staat – unser Staat – eine Staatswirtschaft funktioniert nicht nach den gleichen Regeln.

Überall gibt es schwarze Schafe, um das auch vorwegzunehmen. Wir wissen alle noch, wie die Finanzkrise 2008/2009 zustande kam: Banken und Finanzinstitute hatten Kredite umgewandelt, teils mehrfach in verschiedenen ‚Paketen‘ wiederverkauft und damit Termingeschäfte im großen Stil betrieben, dass man – als es öffentlich wurde – nur noch mit den Ohren schlackern konnte.

Wir wissen alle, dass Vertrauen gut, aber Kontrolle besser sein kann. Denn es gibt immer ein paar wenige, die sind entweder schwach. Oder regelrecht kriminell.

Aber Staatsschulden sind eine Investition in alle die Dinge, die unser Leben besser und zuverlässiger machen.

Wir sollten im Auge behalten, dass eine gute Infrastruktur und Rechtssicherheit die Grundlage für florierende Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sind.

Ob die Straßen, die Bahn (Personen- und Güterverkehr), Telekommunikation oder Müllabfuhr.

Ob Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte, Physiotherapeuten oder Pflegekräfte: Wir leben in diesen kleinen und größeren Orten zusammen und haben eine Demokratie seit geraumer Zeit. Manchmal müssen auch im Staat Dinge vorfinanziert werden, aber auf andere Weise.

Auch den Staatsbediensteten, Abgeordneten, Beamten, Angestellten muss man Kontrolle zukommen lassen. Aber sinnvoll.

„Schulden“ sind nicht das Problem. Sondern die falschen Prioritäten. Denn wer am falschen Ende spart, der öffnet der ‚Konkurrenz‘ Tür und Tor.  China: Eine alte Kulturtradition, Fleiß als Teil der staatstragenden Philosophie und einer gewissen Öffnung kapitalistischen Grundregeln gegenüber ist eine nicht zu unterschätzende Größe.

Wenn wir klug bleiben und uns nicht von manipulativen Sprüchen irre führen oder gar Angst machen lassen, werden wir es auch weiterhin sein: Eine nicht zu unterschätzende Größe.

‚Maskenball‘: Wenn das Gehen erzwungen wird

Ein Schachbrett, dessen Figuren sehr nahe zum Betrachter heftig bewegt wirken.
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Das Muster ist so alt wie die Welt, zumindest die menschliche: Wenn jemand zu unbequem wird – oder zu effizient – oder zu hellsichtig… werden Gerüchte gestreut. Man wühlt in der Vergangenheit und versucht, denjenigen an eingebildeten oder aufgebauschten ‚Vergehen‘ zu packen. Zu Fall bringen.

Das gelingt nicht immer gleich. Wie im jüngsten Falle des Jens Spahn: Die Masken-‚Affäre‘ (hallo?) reichte nicht aus: Denn sie war angesichts der Belastungen einer Pandemie an den Haaren herbei gezogen.

Nun hat man es doch noch geschafft, etwas aufzuspüren, in der ach so schrecklichen Vergangenheit: Ein Verstoß gegen geltendes Recht.

Schwieriges Thema: Leihmutterschaft sollte verboten werden, um Frauen zu schützen, vor einer Art Ausbeutung, im schlechtesten Falle, die finanzielle Not ausnutzt. Sie ist in den USA offenbar noch erlaubt.

Nun ist er auch ‚Geschichte‘, der Herr Spahn. Für ihn vielleicht die bessere Alternative: Er wird nicht mehr im Rampenlicht stehen.

Die Merkel-Regierungen werden lebendig: Alle paar Jahre wurden unbequeme Konkurrenten wahlweise in die Landespolitik abgedrängt – oder nach ‚Europa‘ ‚befördert’…

Wo Menschen sind, da menschelt’s. Ob im Berufsleben, der Politik oder im privaten Bereich. Glücklich, wer einen Garten hat, in den er sich zurückziehen kann.

Manchmal ist weniger mehr….

Was genau ist eigentlich Integration? – Und: Warum Integration?

Bild aus Asterix-Heft, Band 21; ©DELTA Verlag, Stuttgart (dt. Fassung)
Bild aus Asterix-Heft, Band 21; ©DELTA Verlag, Stuttgart (dt. Fassung)

Du weißt, ich hab‘ nichts gegen Fremde, meine besten Freunde sind Fremde, aber diese Fremden sind  nicht von hier.“ Das ist ein Zitat aus der Comic-Serie Asterix. Der Gallier, der 50 v. Chr. gegen die Besatzung der Römer mit viel List und Humor und Augenzwinkern – und der einen oder anderen ‚Rauferei‘ – vorgeht. Sein Dorf wird angeblich verschenkt… die neuen Besitzer sind kaum angekommen und eingezogen, da beginnen die Konflikte.

Es bringt sehr schön auf den Punkt, worum es eigentlich geht, das komplette kleine Zitat ist oben abgebildet.

Integration? Im Wesentlichen bedeutet es, sich kennen zu lernen, mit Geduld und Offenheit.

Wenn man sich das Bildchen oben nicht nur in Bezug auf die gesprochenen Worte ansieht – sondern sich fragt, warum und zu welchen Zeiten solche Aussagen gemacht werden, wird Vieles klarer.

Die Motive ähneln sich, oder sind dieselben. Denn Menschen sind so verschieden nicht. Erst recht, wenn es um die grundlegenden Gefühle geht, die wohl in unserem Stammhirn angelegt sind. Der älteste Teil des Gehirns, der bei Untersuchungen aktiv wird, wenn wir essen, uns fortpflanzen – oder schlicht Angst haben.

Das Gehirn ist aber mit mehr ausgestattet: Wir können auch Mitgefühl empfinden. Komplexe Ideen erfassen und entwickeln. Sprache lernen und nutzen. Aber das sind die ’neueren‘ Teile unseres Gehirns, der Neokortex.

Wenn aber die Angst von uns Besitz ergreift, kann sie alle anderen Fähigkeiten zeitweise ausblenden.
Uns vergessen machen, wer wir auch sind: Fühlende Menschen und Teil von Familien: Vater, Mutter, Tochter, Sohn, Enkel, Großvater, Tante, Onkel…

Das ‚Andere‘ kann schwierig erscheinen, weil es unsere eigene Sicht in Frage stellt: Die andere Art, sich zu kleiden, auszusehen, sich zu benehmen. Plötzlich scheint es, als wäre durch ‚Exotik‘ auch noch ein Reizwort hinzu gekommen: Spannung durch das Neue… das wiederum bedrohlich wirkt.
Eine Bedrohung = Verunsicherung. Der eigenen Werte, Maßstäbe und des eigenen So-Seins.

Wenn dann noch die Sorge um die eigene Zukunft hinzu kommt, ist es leicht, mit dem Finger zu deuten und zu sagen: Da, der ist Schuld, ich habe gar nichts gemacht.
Das Sündenbockprinzip.

Dies sind Muster. Menschliche. Sie kommen leicht vor, überall auf der Welt. Und es gibt Menschen, die aus Machtkalkül genau diese Muster ausnutzen. Die uns vorzumachen versuchen, die Lösung aller Probleme sei ganz einfach:
Alle wegjagen, die anders sind oder scheinen.

Integration bedeutet: Aufeinander zugehen. Sich kennen lernen. Mit Geduld und Offenheit. Es kann bedeuten, dass wir unsere Angst genauer kennen lernen und sie dann ‚in die Ecke‘ verweisen: Sie wird nämlich immer kleiner, wenn wir uns Neuem öffnen und es vorsichtig kennen lernen.

Das Wunderbare daran: Mit anderen Menschen kommen neue Ideen, andere Sichtweisen und sogar kulinarische Köstlichkeiten zu uns: Seien es Pizza, Nudeln oder auch Fleisch am Spieß:
Es ist in der sozialwissenschaftlichen Forschung bereits erweisen, dass Kulturen untergehen, die sich abschotten.

Vielfalt und Innovationskraft, statt Einfalt und Ideenmangel.